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Im
Zentrum dieses Seminars steht die Frage nach den Folgen
der Wall Street Krise für die kleine Schicht der
Superreichen, die laut Ferdinand Lundberg dadurch definiert
ist, dass sie - im Gegensatz zu den nur 'Reichen' - gar
nicht abstürzen kann. Wie also sieht das ökonomische,
politische, soziale und kulturelle Sicherheitsnetz dieser
absoluten Oberschicht aus?
Robert
Frank, ein Autor des Wall Street Journal, hat ein Buch
zu diesem Thema geschrieben, Richistan: A Journey Through the American Wealth Boom
and the Lives of the New Rich (2007)
und betreibt ein gerade jetzt sehr lesenswertes Weblog
(das auch eine Hauptinformationsquelle für dieses
Seminar ist):

International Herald Tribune, September 23, 2008
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| Da
dieses - für das Seminar grundlegende - Buch z. Zt.
vergriffen ist, hier eine ONLINE-VERSION |
Schon
zu Clintons Zeiten wurde für die USA konstatiert:
"Der wichtigste Wandel unserer Zeit ist die Aufwertung
der Rolle des Geldes bei der Bestimmung der Frage, wie
Amerika regiert wird. Diese Rolle war niemals gering,
aber sie gewann eine neue Dimension, als der Oberste Gerichtshof
entschied, dass Geld, welches für die Wahl von Kandidaten
und für die Förderung von privaten und kommerziellen
Interessen in Washington ausgegeben wird, eine Form der
verfassungsmäßig geschützten Meinungsäußerung
darstellt. Dadurch wurde eine repräsentative Republik
umgewandelt in eine Plutokratie". (William Pfaff)
Geldmachtkomplex: Ein Eliten-Modell
(demnächst mehr)
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Die Geldelite
- ein neuer Souverän(?) - verkörpert im gegenwärtigen
Zyklus finanzieller Expansion nichts so sehr wie die Befreiung
großer Geldmengen aus der Warenform und deren Umwandlung
in die Machtform. Nicht nur also wird Macht monetarisiert,
sondern durch die Geldelite werden umgekehrt Geldwerte auch
vermachtet. Das ist im Grunde ein uralter Prozess auf der
Grundlage der Tatsache, dass man mit Geld nicht nur mehr Geld,
sondern alles' machen kann. Insofern entsteht mit dem
Superreichtum eine völlig losgelöste und zu
allem fähige' soziale Schicht, welcher die Wissens- und
Informationsgesellschaft alle Mittel in die Hände legt,
um sich als eine neue gesellschaftliche Mitte zu etablieren.
Ihre
Machtbasis ist der Geldmachtapparat. Um diese neue gesellschaftliche
Mitte lassen sich dann in einem Ringmodell weitere Gruppen
und Schichten anordnen, welche der Geldmacht zuarbeiten bzw.
von ihr abhängen. |