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067868 Globale Zivilgesellschaft und Internet -
Vernetztes Eigentum
M.A.: H 1 ; Prom.
25.10.06 - 07.02.07, Mi 16-18, 554/CIP-Pool
Zivilgesellschaft bezeichnet einen öffentlichen Raum zwischen
staatlicher und privater Sphäre. Dieser Raum ist durch eine
Vielzahl autonomer und vom Staat rechtlich getrennter Organisationen
(z. B. nichtstaatlicher Organisationen) und Initiativen gefüllt.
Die Politikwissenschaft betont den Zusammenhang von Meinungsbildung,
Pluralismus und Demokratisierung, bis hin zur partizipatorischen
Demokratie. In der Soziologie spielen u.a. die Konzepte einer deliberativen
Demokratie und des Kommunitarismus eine Rolle. In modernen demokratischen
Gesellschaften wird Zivilgesellschaft' im Sinne einer Sozialen
Dreigliederung neben Staat/Politik und Wirtschaft/Markt als kulturelle
Ausgleichskraft oder Dritter Sektor des bürgerschaftlichen
Engagements definiert.
Das Internet ist ein System lose verknüpfter Computer-Netzwerke,
das eine CMCTechnologie (computer-mediated communications) benutzt.
Es verbindet Menschen rund um den Globus miteinander, zwecks öffentlicher
Diskussion und Informationsaustauschs. Andere Dimensionen dieses
Systems dienen der abgeschotteten Kommunikation (Intranets, Finanztransaktionen,
Militär) und der Kommunikation zwischen Maschinen. Zu den Internet-Anwendungen
gehören Electronische Post (E-mail), Newsgroups, World Wide
Web (WWW) und Hyper-Text Mark-up-Language (HTML), File Transfer
Protocol (FTP), Internet Relay Chat (IRC), MP3, Webcasting / Internet-TV,
Telefonie.
Eine Utopie der 90er Jahres des 20. Jahrhunderts lautete: der Cyberspace
ermögliche eine 'Economy of Ideas' und erschließe ganz
neue Möglichkeiten der 'Informationsgesellschaft': Information
sei eine Aktivität, die man erfahren, sich aber nicht aneignen,
die man propagieren, aber nicht wirklich (wie andere Güter)
vertreiben könne. Information sei eine Lebensform, die Freiheit
braucht, die sich in jeder Möglichkeit festsetze, die ständiger
Verwandlung unterliege. Information könne zwar in manchen Einbahnstrassen
zeitweilig zur Ware werden, letztlich aber sei sie ein 'unveräußerlicher
Wert an sich'. Heute kann man sagen, dass sich alle diese Aspekte
auf die Copyright-Problematik zuspitzen - also auf die Frage des
(geistigen) Eigentums.
Das Seminar fragt, wie die Vorstellung einer globalen Zivilgesellschaft',
das Internet und Versuche der Weiterentwicklung gesellschaftlicher
Möglichkeiten zusammenspielen. Der Schwerpunkt liegt auf entsprechenden
sozialen Experimenten, Kooperativen, Netzwerken, Initiativen usw.
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Sitzungen und Themen
25.10.
Einführung
8.11.
Einführung, Bildung von Arbeitsgruppen
15.11
Bildung von Arbeitsgruppen
22.11.
Arbeitsgruppen
29.11.
Arbeitsgruppen
6.12.
Plenarsitzung: u.a. Zivilgesellschaft; Fragen aus den AGs
13.12.
Plenarsitzung: u.a. Entwicklung des Internet, Fragen aus den
AGs
20.12.
Arbeitsgruppen
10.1.
Arbeitsgruppen
17.1.
Plenarsitzung: Emanzipation und Subversion, Berichte aus den
AGs
24.1.
Plenarsitzung: 'free content', Berichte aus den AGs
31.1.
Plenarsitzung: 'Vernetztes Eigentum', Berichte aus den AGs
7.2.
Schlusssitzung
im CIP-Pool
Das Seminar ist abgeschlossen,
einige der Ags aber arbeiten weiter: s.u.
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