| Feuilleton 46/2001
Seid vernünftig, denkt
utopisch! Ein Gespräch mit Benjamin Barber über den islamistischen Terror, den wilden Kapitalismus und die Chancen einer gerechten Weltordnung von Rüdiger Suchsland (Gesprächsführung)
die zeit: Herr Barber, hat der 11. September Ihre Thesen über einen
inneren Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Fundamentalismus, zwischen
Coca-Cola und heiligem Krieg bestätigt? Benjamin Barber: Unglücklicherweise bestätigt die Attacke der
Terroristen meine Theorie, dass die Denkmuster von Dschihad und McWorld,
also Fundamentalismus und nivellierendem Kapitalismus, miteinander verhakt
sind - das eine bedingt und braucht das andere. Insbesondere die Art und
Weise, wie die Terroristen von modernen Kommunikations- und
Transporttechnologien Gebrauch gemacht haben, wie sie die Stärke ihres
Feindes gegen ihn gekehrt haben und sogar die Offenheit demokratischer
Gesellschaften für eigene Zwecke instrumentalisierten, stand damit sehr in
Einklang. Ich denke, dass beide Prinzipen miteinander dialektisch verbunden sind
und sich in die Hände spielen. Und bis es uns möglich ist, die Welt
allgemein zu demokratisieren, wird dieser für Demokratie und Sicherheit
gleichermaßen destruktive Wettbewerb zwischen ihnen andauern. zeit: Viele behaupten, die Terroranschläge würden die Welt von Grund
auf verändern und ähnlich wie der japanische Angriff auf Pearl Harbor zum
blutigen Gründungsakt einer neuen Weltordnung werden. Teilen Sie diese
Ansicht? Barber: Die USA haben bisher die Ängste und Unsicherheiten der
restlichen Welt nicht geteilt. Wir kamen uns abgesondert vor,
unverwundbar; Terrorismus und Krieg waren für die Amerikaner etwas, das
sich "irgendwo draußen" ereignete. Dann gab es einen Vorgeschmack: das
Attentat von Oklahoma. Aber schnell stellte sich heraus, dass das ein
Einzeltäter war, den man als Verrückten ansehen konnte - wie einer dieser
Amokläufer eine Ausnahme von der Regel, nicht wirklich ein Beweis für
Amerikas Verwundbarkeit. Am 11. September kam die Welt nach Amerika - in ihrer fürchterlichsten
Gestalt. Und sie hat es für uns Amerikaner unmöglich gemacht, je wieder zu
denken, man könne vom Rest der Welt mit all seiner Unbill geschützt sein,
sei es durch zwei Ozeane, sei es durch das Selbstbewusstsein, ein von Gott
erwähltes, unschuldiges Land zu sein, sei es durch ein
Raketenschutzschild. Keine dieser isolationistischen Mythologien hat den
11. September überlebt. Also: Die erste und wichtigste Wirkung betrifft
die ganze Haltung Amerikas, nicht bloß die Denkstrukturen der
Regierungselite, sondern gerade den "kleinen Mann auf der Straße" in
Middle West America und sein Verständnis von "unserer Rolle in der Welt".
zeit: Was wird nun auf lange Sicht passieren? Welche weltpolitischen
Veränderungen wird es nach den Anschlägen geben? Sehen Sie bestimmte
Tendenzen? Barber: In den Vereinigten Staaten redete man in den ersten Tagen nach
den Anschlägen nur über Militärisches, über Geheimdienste, Bomben und
"schnelle Schläge". Doch als deutlich wurde, dass es für diese Bomben gar
keine klaren Ziele gibt, keine Bestimmungsorte für die Truppen, dass -
egal, was man nun tun will - es einen großen Bedarf nach politischen
Partnern gibt, kam es zu einer Repolitisierung der Auseinandersetzungen.
Wir sahen plötzlich, wie die Diplomatie ins Zentrum rückte. Natürlich ist dann irgendwann der Moment für militärische Aktionen
gekommen. Aber grundsätzlich und im Unterschied zum Golfkrieg 1991 ist
jetzt allen klar geworden, dass die Vereinigten Staaten im Guten wie im
Schlechten ein Teil der Welt sind, dass sie Wege der internationalen
Zusammenarbeit finden müssen. Dies werden wir zunehmend beobachten können.
Die Chancen für gegenseitige Zusammenarbeit sind damit erheblich
gewachsen. Der ganzen demokratischen Welt ist auf einen Schlag klar
geworden: Wir haben eben keine vollständige Kontrolle mehr. Und die
einzige Wahl, die uns heute bleibt, ist die Wahl zwischen jener perversen
Abhängigkeit, in der Terroristen fast vollständig unser Leben bestimmen,
und einer gesunden Abhängigkeit, in der wir Partner werden und eine
demokratische Welt schaffen, die ihrerseits eine Kontrolle über die
Terroristen ausübt. zeit: Derzeit wird von allen Seiten immer wieder der Begriff der
"Zivilisation" bemüht. Taugt dieser Begriff überhaupt zur Beschreibung der
aktuellen Lage? Sie selbst sprechen ja lieber von einem "Angriff auf die
Demokratie" und weisen damit Huntingtons These vom Zusammenstoß der
Kulturen entschieden zurück. Barber: Die bekannte These von Samuel Huntington trifft hier einfach
nicht zu. Wir haben es mit einem Kampf zwischen den fundamentalistischen
Minderheiten und einer demokratischen Mehrheit zu tun, zwischen offener
Gesellschaft und kleinen, geschlossenen Gemeinschaften. Es gibt auch
Taliban bei uns, etwa manche Rednecks in den Sümpfen von Florida. Oder
denken sie an die Rechtsextremisten in Europa. Das ist der Grund, warum ich den US-Kommunitarismus kritisiere: Er
feiert die geschlossene Kultur von Gemeinschaften. Und es stimmt: Je
geschlossener eine Gemeinschaft, umso besser funktioniert sie - als
Gemeinschaft. Der Ku-Klux-Klan ist als Gemeinschaft perfekt: gemeinsame
Geschichte, geteilte Tradition, alles, was die Kommunitaristen wollen.
Aber für die moderne Gesellschaft ist das keine Alternative. Ich selbst
ordne mich eher der Tradition des klassischen Republikanismus zu, die von
Cicero bis Jefferson reicht. Gemeinsinn ist wichtig, aber er wird durch
Rechtsstaatlichkeit und aktives Bürgerengagement begründet, nicht durch
Tradition und historische "Wurzeln". Wenn wir mit "Zivilisation" diese
moderne, demokratische Gesellschaft meinen, ist das in Ordnung. Aber dann
gibt es eben auch nur eine einzige, potenziell universale Zivilisation -
und nicht mehrere Zivilisationen. Deshalb kritisiere ich die Vorstellung
vom "Kampf der Kulturen". zeit: Man kann über die Grundvoraussetzungen der modernen Welt, über
die Basis von Zivilisation, nicht diskutieren ... Barber: Nein. Ich möchte aber unterscheiden: Es gibt die relativ kleine
Gruppe aktiver Terroristen, ein paar hundert Leute. Sie sind geprägt von
einer destruktiven Ideologie religiösen Märtyrertums und
Vernichtungswillens, einer Haltung, die Verhandlungen nicht zugänglich
ist. Sie lehnen die Moderne und ihre Demokratie insgesamt ab und wollen
sie abschaffen. Auch wenn wir die Lebensbedingungen in Städten der Dritten
Welt verbessern würden, wenn wir mehr Toleranz gegenüber dem Islam dort
schaffen könnten, wo er marginalisiert und unterdrückt wird, selbst wenn
manche Länder demokratisiert werden könnten - all dies würde meiner
Ansicht nach nichts ändern. Es könnte die Fundamentalisten nicht von ihrem
Weg abbringen, weil sie an Entwicklung, Toleranz und Demokratisierung ja
gar nicht ernsthaft interessiert sind. Die Frage für mich sind nicht diese Terroristen - abgesehen davon, dass
wir sie schlicht und einfach irgendwie eliminieren müssen -, sondern die
weitaus größere Gruppe derjenigen Menschen, die zu ihren Sympathisanten
werden, weil sie in Armut leben, in Ungerechtigkeit und in
Hoffnungslosigkeit. Und weil sie diese schlimmen Lebensbedingungen mit dem
System der wirtschaftlichen Globalisierung in Verbindung bringen, mit dem
Neoliberalismus, und insofern auch mit den USA, die mit diesem System
verbunden sind. Dieser Herausforderung müssen wir begegnen. zeit: Der Wirtschaftswissenschaftlier John Gray von der London School
of Economics behauptet, die "Ära der Globalisierung" sei vorüber. Glauben
Sie das auch? Barber: Nein, das ist einfach falsch. Ich denke, die Anschläge waren
geradezu ein Manifest der Welt der Globalisierung. Denn diese ist eine
Welt der Anarchie. Eine Welt ohne Regeln, ohne Gesetz, ohne soziale
Übereinkünfte, eine Welt, in der Unternehmen, Finanzinstitute und der
ganze "private Sektor" völlig unreguliert agieren können, aber auch eine
Welt, in der Terroristen, Kriminelle und Drogendealer relativ frei und
ungebunden arbeiten. In rechtsstaatlichen Verhältnissen wäre das unmöglich
- aber es spiegelt exakt die Anarchie der globalen Ordnung, die eigentlich
eine Unordnung ist. zeit: Trotzdem machen heute manche gerade die Globalisierungsgegner mit
verantwortlich. Es scheint nach den Attentaten schwerer geworden zu sein,
den Wall-Street-Kapitalismus und all das, wofür das World Trade Center
stand, zu kritisieren. Inwiefern müssen die Globalisierungsgegner nun ihre
Position überdenken? Barber: Ja, ich kenne diese Rhetorik. Die Globalisierungsgegner müssen
sich bewusst werden: Es kann nicht ihr Ziel sein, Globalisierung
umzudrehen oder auch nur zu stoppen. Globalisierung der Märkte, aber auch
des Verbrechens ist eine empirische Realität. Man kann die Legitimität der
Globalisierung bestreiten. Aber die Lösung ist kein Rollback,sondern die
Herstellung legitimer Verhältnisse. Es gibt einen wunderschönen Satz zu Beginn von Rousseaus Contrat
Social, der den Nagel auf den Kopf trifft: "Der Mensch wird frei
geboren, doch überall liegt er in Ketten. Wie hat sich das zugetragen? Ich
weiß es nicht. Aber wie kann es legitimiert werden?" Das ist
bemerkenswert: Rousseau sagt nicht, man müsse alles verändern. Sondern die
Aufgabe liege darin, es zu legitimieren. Das ist seine Art zu sagen: Die
gegenseitige Abhängigkeit der Menschen ist nun einmal ein Faktum. Und
worum es demokratischer Politik geht, ist nicht, diese Abhängigkeiten
abzuschaffen, sondern sie gerecht zu gestalten. Ich würde das Gleiche über die Globalisierung sagen: Globalisierung ist
ein Faktum, genauso wie die Brüchigkeit nationaler Grenzen ein Faktum ist.
Die einzige Wahl ist die zwischen Verhältnissen, die wir uns nicht
ausgesucht haben: Die Wahl zwischen wildem Kapitalismus, wildem Verbrechen
auf der einen und selbst gewählter Abhängigkeit - Rechtsstaatlichkeit,
gestaltete Globalisierung - auf der anderen Seite. Das hieße, dass auch
die politischen und demokratischen Institutionen globalisiert und zur
Zähmung der globalen Märkte benutzt werden müssen. zeit: Auch Ihre Gegenstrategie erinnert an Rousseau: Sie fordern einen
"neuen Gesellschaftsvertrag". Ist das als utopischer Entwurf gemeint? Wie
realistisch ist Ihr Vorschlag? Barber: Die Bezeichnung "utopisch" verwenden ja meistens Realisten, die
etwas denunzieren wollen, das ihnen nicht passt. Doch was interessant ist:
Traditionell erscheint der Ruf nach internationaler Kontrolle, nach
internationaler Kooperation idealistisch, utopisch und ein bisschen dumm.
Plötzlich aber, nach den Terroranschlägen, wirkt er nicht mehr utopisch,
sondern als unentbehrliche Notwendigkeit. Es scheint durch den Terror klar
geworden, dass der Nationalstaat als Garant von Sicherheit heute die wahre
Utopie ist. Wir haben nun den Beweis in der Hand, dass der Nationalstaat uns vor
gar nichts beschützen kann; auch nicht der stärkste Nationalstaat der Welt
könnte uns vor diesem Terrorismus retten. Es mag ja sein, dass eine
Weltregierung weiterhin unwahrscheinlich ist, aber sie ist nicht länger
der romantische Traum eines Idealisten, sondern eine absolute
Notwendigkeit; geboten aus den Erfordernissen persönlicher, individueller
Sicherheit. zeit: Leben wir tatsächlich wieder in einer Situation, wie sie Thomas
Hobbes beschrieben hat, in der Furcht und Eigennutz den Ton angeben und
zur Voraussetzung unseres politischen Handelns werden? Barber: Ja, absolut. Hobbes lebte in einer Epoche großer politischer
Unsicherheit, in der ständigen Furcht vor gewaltsamem Tod inmitten der
englischen Bürgerkriege, die ja ebenfalls religiöse Kriege waren. Gar
nicht so verschieden zu unserer Zeit. Hobbes beschrieb diese Epoche bekanntlich als "Krieg aller gegen alle",
als "Naturzustand" ohne Regierung, ohne Gesetz, ohne Eigentum, ohne
Sicherheit - nur jeder gegen jeden, absolute Anarchie. Und Hobbes
argumentierte: Diese Anarchie könne nur dadurch überwunden werden, dass
man Religion zur Privatsache mache, sie völlig von Politik abtrenne, und
dass es zu einer Art Vertrag zwischen den Individuen kommen müsse, einem
Gesellschaftsvertrag. Wir haben heute in der internationalen Politik Zustände, die dieser
Anarchie recht ähnlich sehen. In ihrer milden, netten Form haben wir das
heute "internationalen Freihandel" getauft, faktisch ist es der Krieg
jeder Firma gegen jede andere. In seiner aggressivsten Form reden wir von
Terrorismus: von einem Krieg Stämme gegen Stämme, auch von
Religionskriegen, vom Zusammenprall der Zivilisationen und Terroristen,
die weitgehend frei operieren können und nebenbei noch an der Börse
spekulieren. Hobbes präsentiert uns eine Art Paradigma für den Bedarf eines neuen
Gesellschaftsvertrages. Der erste Gesellschaftsvertrag der Moderne war der
der amerikanischen Revolution: DieDeclaration of Independence. Ich
würde sagen: Heute ist ein internationaler Gesellschaftsvertrag nötig, der
aber nicht mit einer Declaration of Independence beginnt, sondern
einerDeclaration of Interdependence, einer Erklärung wechselseitiger
Abhängigkeit der Nationen und Völker. Darin müssten alle ihren Willen
bekunden, eine gerechte Ordnung zu errichten, an der die Menschen auf dem
ganzen Erdball teilhaben können. Darin müsste erklärt werden, dass sich
alle über die Anwendung von Macht Rechenschaft schuldig sind und dass alle
gleichermaßen an den Schätzen und dem Wohlstand der Welt teilhaben können.
Auch das wiederum ist nicht die Forderung eines Utopikers, sondern eine
Forderung, die einem ganz konkreten Sicherheitsbedürfnis entspringt:
nämlich dem Wunsch, in dieser Welt zu überleben. Noch ein Wort zu Hobbes. Er lenkt unseren Blick darauf, wie wichtig
Macht ist und was sie ist. Macht, das sind Gewehre und Geld, Militär und
Kapitalismus. Es hat ja auch seinen Grund, dass die Terroristen nicht
Carnegie Hall oder Hollywood bombardiert haben, sondern die Zentren von
Macht und Geld. Hobbes zeigt aber auch, dass ein Hegemon besser ist als gar keiner, als
die Anarchie. Er gibt uns dabei auch Kriterien in die Hand, um heute
festzustellen, dass es verschiedene Formen der Hegemonie gibt, dass die
USA als Weltpolizist besser sind als Putin oder China. Denken Sie daran,
dass Hobbes der Erste war, der jedem einzelnen Bürger ein grundsätzliches
Widerstandsrecht gegen ungerechte Herrschaft, gegen Diktatur eingeräumt
hat. Im Alltag sollte man Hobbes aber ein bisschen mit John Locke
ergänzen, mit etwas mehr Toleranz und Liberalität. zeit: Ein solcher Gesellschaftsvertrag benötigt aber auch die
Bereitschaft der Bürger ... Barber: Ja, es war schon für Hobbes ein Problem, dass es an Bürgersinn,
an Zugehörigkeitsgefühl fehlte, sozusagen dem Fleisch auf den Knochen des
Gesellschaftsvertrages. In Amerika war es Teil der Lösung, in den
Gesellschaftsvertrag ein paar grundsätzliche bürgerliche Werte zu
integrieren: Toleranz, Pluralismus, Fairness - dieses ganze Set von Regeln
und Gesetzen, das insgesamt eine Art Liebe zum Gemeinwesen
repräsentiert. Wenn wir einen globalen Gesellschaftsvertrag schaffen wollen oder auch
nur einen regionalen - wie Sie in Europa -, brauchen wir ein Äquivalent zu
dieser Zivilreligion, das über die bloßen Regeln hinausgeht, das die Leute
auf die neue Einheit verpflichtet. Einen Gemeinsinn, der mehr ist als nur
Überlebensinteresse. Darum ist es für Europa so wichtig, nicht nur an den
Euro zu denken, sondern an das Europäische: Was heißt es, europäisch zu
sein? Was konstituiert eine europäische Bürgerschaft? Ist das völlig
beliebig, ist es rein geografisch? Doch wohl kaum. Die gemeinsam geteilten
Werte sind das Entscheidende. zeit: Konzepte kultureller Identität, wie sie derzeit in Mode sind,
lehnen Sie also ab? Barber: Ja, zumindest solange damit eine Art organischer,
quasinaturwüchsiger Kulturbegriff gemeint ist. Der Bürgersinn, von dem ich
spreche, unterscheidet sich von nationaler, ethnischer Identität dadurch,
dass im ersten Fall wichtig ist, was einer tut, nicht, wer einer ist und
wo er herkommt. Das heißt: Man wählt gemeinsam, geht zur Schule, man
kämpft notfalls gemeinsam, löst öffentliche Aufgaben - ein kommunaler
Sinn, nicht "Sittlichkeit" oder gar der Glauben an einen gemeinsamen Gott.
Nehmen sie das New York unserer Tage: Die dramatischen Rettungsarbeiten
haben ein neues, enges Band zwischen Schwarzen, Weißen, Latinos, Christen,
Muslimen und Atheisten der Stadt kreiert. Es ist plötzlich egal, wer sie
sind, entscheidend ist, was sie tun. Die sozialen Unterschiede sind in
einer neuen bürgerlichen Gleichheit aufgehoben. Das ist ein perfektes
Beispiel für die Kraft des Bürgersinns. zeit: Das klingt seltsam. Brauchen wir also Krisen, Katastrophen und
Kriege, um diesen Bürgersinn zu schaffen? Barber: Unglücklicherweise helfen sie dabei ziemlich. |