Diese Website wird relativ häufig besucht. Es wäre schön, käme der unten vorgestellte Ansatz aus dem Fragmentstadium heraus.
Kontakte lassen sich über meine Homepage oder per Email herstellen.
H.J. Krysmanski

Die Thematik wird gegenwärtig auf folgender Website fortgeführt:
http://www.wem-gehoert-die-welt.de

 

Die Aufstellung wurde 1997 begonnen
und diente als Hintergrundinformation für eine geplante TV-Dokumentation
im Rahmen des Projekts 'European Popular Science Information'.


EPS online

Reichtum in Europa

Rudi Wiengarn

(Stand 1998)

Darstellung mit Frames


taz v. 7.12.99

Der reichste Mann Europas ist eine Frau
L'Oreal-Besitzerin noch reicher als Aldi-Chef Theo Albrecht. 400 Milliardäre in Europa

Berlin (AFP) - Der reichste Mann Europas ist Theo Albrecht, einer der beiden Chefs des Lebensmittelkonzerns Aldi. Der deutsche Geschäftsmann verfügt nach Angaben der britischen Zeitschrift EuroBusiness über knapp 22 Milliarden Mark. Überrundet wird er lediglich von der reichsten Frau Europas: Die Französin Liliane Bettencourt hat noch sechs Milliarden Mark mehr - ihr Kosmetikkonzern L'Oreal brachte der 74-Jährigen ein Vermögen von 28 Milliarden Mark. Auf Rang drei folgt Dietmar Hopp, einer der vier Gründer von Europas erfolgreichster Software-Firma SAP. Er besitzt etwas weniger als 22 Milliarden Mark.

Insgesamt gibt es 165 Euro-Milliardäre, darunter auch zwei Teenager: die 13jährige Allegra - zu deutsch "die Fröhliche" - Versace, Nichte des vor zwei Jahren ermordeten Mailänder Modemachers Gianni Versace, und die 14-jährige Athina Onassis, Enkelin des griechischen Reeders Aristoteles Onassis. Die meisten Euro-Milliardäre leben in Deutschland; laut EuroBusiness sind 47 von ihnen dort zu Hause, in Frankreich 25, in Großbritannien 22, in der Schweiz 18 und in Italien 15. Etwa ein Zehntel der Superreichen sind Frauen. Der erfolgreichste Weg zum Milliardär oder zur Milliardärin führe über das eigene Unternehmen, so die Zeitschrift.

 

0. Zum Begriff Reichtum:

"Reichtum" ist schwer zu fassen. Einmal lassen sich keine klaren Untergrenzen festlegen; dann sind die Grenzen zwischen dem privaten Reichtum - und hierin wieder zwischen dem persönlichen Besitz und dem Familienbesitz - und der Verfügungsgewalt über bzw. dem Einfluß auf das in Unternehmen/Banken/Holdings etc. akkumulierte Vermögen nicht immer deutlich zu ziehen - hier wird die Beziehung von privatem Besitz und gesellschaftlicher Macht berührt; zudem muß man unterscheiden - und dies ist oft nicht möglich - zwischen den möglichen Marktwerten langfristig festgelegter Werte und den tatsächlich flüssig zu machenden Werten. (So besitzt beispielsweise die Familie Thyssen-Bornemisza eine der "wertvollsten" Kunstsammlungen der Welt, aber der weitaus weniger Privatvermögen besitzende Spielautomatenaufsteller Gauselmann ist als einiger der wenigen Reichen in der Lage, in wenigen Tagen dreistellige Millionenbeträge flüssig zur Verfügung zu stellen.)

"Reichtum" scheint dazu zu neigen, ab einer nicht genau bestimmbaren Größe zunehmend abstrakt zu werden, weil die Besitzer zwar von den Gewinnen in einem mehr oder minder beschränktem Umfang luxurieren können, aber nicht einfach über die Basis ihres Reichtums verfügen können. So wirkt aus der Distanz ein Paul Sacher mit einem geschätzten Privatvermögen von 11 bis 12 Milliarden Schweizer Franken (schon die Spanne in der Schätzung zeigt ja, wie abstrakt sehr großer Reichtum ist) kaum wesentlich reicher als ein Stephan Schmidheiny mit einem geschätzten Privarvermögen von 3 bis 4 Milliarden Schweizer Franken: es läßt sich aus der Ferne nicht sagen, was der eine mehr oder weniger tun könnte als der andere.

1. Zum Vorgehen:

Reichtum läßt sich m.E. in unserer Gesellschaftsordnung am schlüssigsten erheben über den personengebundenen Besitz. Natürlich verfügt der Staat und darin eingebettete Institutionen über große Reichtümer, vielleicht übersteigen diese Reichtümer sogar den privaten Besitz, und es wäre sicher nicht uninteressant, die Entwicklung des Verhältnisses von privatem Reichtum zu den unter der Herrschaft der Beamtenfürsten stehenden Reichtümern zu betrachten. Aber ich denke, unsere Themenstellung wird sich auf die großen privaten Vermögen konzentrieren, und die lassen sich vor allem über die Besitzer und weniger über Unternehmen identifizieren. Sicher ist auch der Einstieg über die Unternehmen sehr interessant - ein guter Zugang in Deutschland ist Internet-Adressen der Top 500 Unternehmen - wegen der Möglichkeiten, Firmenvermögen zu betrachten, aber uns geht es ja in erster Linie um privaten Reichtum.

Folgende Probleme sind hierbei in Rechnung zu stellen:

a) Es lassen sich bei vielen Unternehmen bzw. "Besitztümern" durch Streuungen, Verschachtelungen, Holdings etc. die wirklichen Besitzer nicht ohne profundes Insiderwissen identifizieren. (Zum Beispiel: Wem gehört die Allianz oder die Deutsche Bank, obwohl immerhin deren Aufsichtsratsmitglieder und Beraterkreis gewisse Konstellationen annehmen lassen)

b) Häufiger kann der Privatbesitz und das Firmenvermögen nicht trennscharf voneinander differenziert werden. (Beispiele in Deutschland: Der Mischkonzern Oetker oder die Handelskette der Gebrüder Albrecht)

c) Viele "Reiche" machen sich möglichst unsichtbar. (Beispiele: Gebrüder Albrecht oder die Familie Brenninkmeijer). Insbesondere gibt es keine Home Pages der Reichen. Ihre Namen tauchen nur sporadisch in Zeitschriftenartikeln, hier und da bei Veranstaltungen oder in Mitgliederlisten auf.

Als einigermaßen passable Informationsquellen haben sich erwiesen (bzw. können sich erweisen) die Zeitschriften:
- Wirtschaftswoche mit einer eigenständigen Recherchefirma (kostenpflichtig, daher kann ich keine Auskunft über die Qualität geben;
- Forbes mit Archiv-Suche. Sehr zugeschnitten auf die USA, allerdings sind über die Forbes Liste der Reichsten Menschen der Welt (über 1 Mrd. Dollar) einige passable Kurzinformationen zu bekommen.
- Fortune mit Archiv-Suche
 - Business Times mit Archiv-Suche;
 - The Economist,( anmeldepflichtig, teilweise kostenpflichtig);
 - Bilanz, (mit einem nicht so umfangreichen Artikelarchiv)

 Hier und da nützlich auch Zeitungsarchive wie:
 - Die Welt Online-Archiv (z.T. mühsame Suche)
 - Die Frankfurter Allgemeine Zeitung - Archiv (kostenpflichtiger Archiv-Zugang und -Recherche, bestellbare CD-ROM)

2. Typisierungsversuch

Jede Typisierung jener Superreichen, von denen hier die Rede ist, muß mangelbehaftet sein, weil es sich doch um rechte Solitäre in der wirtschaftlichen Landschaft handelt; vielleicht ist eine Typisierung sogar nicht möglich. Dennoch ist ein Versuch zweckdienlich, will man bestimmte Grundströmungen bei den ganz großen Kapitalien über anekdotenhafte Personenbeschreibungen hinaus skizzieren.

Ich sehe drei Achsen, aus denen ein Koordinatensystem zur typisierenden Einordnung gebildet werden könnte:

a) Entlang der Wirtschaftsbereiche und wirtschaftlichen Tätigkeiten, bei denen die Schwerpunkt des jeweiligen Vermögens angesiedelt sind. Man mag dabei von einer Morphologie des jeweiligen Vermögens sprechen. Dies beeinflußt maßgeblich seine Mobilität. Das Spektrum der großen Vermögen reicht hierbei vom Großgrundbesitz und Immobilienvermögen bis zu breit gefächertem Beteiligungsvermögen mit schneller Wandelbarkeit - z.B. von Esterhazy-Ottrubay bis Dornier.

b) Entlang der Genealogie des jeweiligen Vermögens zwischen den Extremen mehrgenerativen Familienbesitzes, das in Erbschaftsclans weitergegeben wird und dem Selfmademan der ersten Generation. Dies beeinflußt vermutlich stark die personelle Bindung und die persönlichen Entscheidungshoheit.

c) Entlang der gesellschaftlichen Leitvorstellungen der Akteure, soweit diese (außerhalb der von ihren PR-Abteilungen verbreiteten Images) entlang von Veröffentlichungen und nachvollziehbaren Handlungen auf den Feldern der Kultur, der Wissenschaft und Medizin, der Umwelt, des Sozialen u.ä. feststellbar sind.

Aus den zur z.Z Verfügung stehenden Informationen läßt sich der Eindruck von zwei generellen Tendenzen gewinnen:

a) Die großen Vermögen scheinen zur korrelieren mit der Bildung von Familienclans. In diesen Clans werden Vermögenswerte an Nachkommen weitergereicht und Erben werden auf ihre Aufgaben vorbereitet. Zur Vermeidung der hierin innewohnenden Tendenz der Vermögenszersplitterung wird normalerweise eine operative Führung konstruiert. Die "moderne" Anteilsform der Aktie hat meinem Eindruck nach innerhalb der Clans vor allem die Aufgabe, Vermögenswerte in überschaubarer Weise weiterzureichen; diese Aufgabe tritt neben die klassischen Zwecke der Aktie, also der Kapitalbeschaffung, der Einflußnahme auf Konkurrenten und benachbarte Unternehmungen sowie der Kapitalstreuung.

b) Wir finden häufig eine Besitzstruktur vor, die von einem Ankerpunkt des Vermögens ausgehend in andere Bereiche hineinstreut. Diese Streuungen reichen von einer funktionalen Arrondierung über Beteiligungsgesellschaften bis hin zu Investitionen in den Kunstmarkt.

Daher ist eine Zuordnung zu einer bestimmeten Branche oder einem Wirtschaftszweig häufig nur ein gewisser Fingerzeig auf die Art des Vermögens und natürlich nicht hinreichend zur Charakterisierung; des öfteren, besonders bei sog. Beteiligungsgesellschaften, ist eine Zuordnung auch gar nicht möglich.

Zugleich macht eine breitere Streuung des jeweiligen Vermögens eine flexiblere und professionellere Finanzverwaltung erforderlich verbunden mit der Herausbildung entsprechender Charaktere - entweder der Besitzer selber oder beauftragter Manager.

Die Welt, 1.12.97

Milliardäre lieben Alpenluft: Reiche in der Schweiz steigern Vermögen kräftig - Kantone senken Steuern

Von ALFRED ZÄNKER
Genf - Die Schweiz genießt den Ruf, Reiche und Superreiche aus aller Welt ins Land zu ziehen - zu Recht, wie eine aktuelle Erhebung des Zürcher Wirtschaftsmagazins "Bilanz" zeigt. 63 Franken-Milliardäre mit Schweizer Wohnsitz zählt die Statistik. Lediglich ein Drittel von ihnen ist gebürtig Schweizer. Zwei Drittel verfügen über eine andere Staatsbürgerschaft oder haben sich erst im Laufe ihres Lebens einbürgern lassen. Jeder vierte Schweizer Milliardär stammt aus Deutschland.

Nicht weniger als 250 Personen oder Familien verfügen 1997 über mindestens 100 Millionen Franken (124 Mio. DM). Jedes Jahr stehen neue Namen auf dieser Reichsten-Hitparade. Es gibt auch Absteiger, aber nur wenige. Für die meisten geht es bei dieser "Springflut der Millionen" mühelos bergauf.

Fast alle haben im höchsten Maße vom Börsenboom profitiert. Bei massiv steigenden Kursen sind sie dieses Jahr im Schnitt 70 Prozent reicher geworden. So hat sich der Schatz der 100 Reichsten um 62 Milliarden Franken (77 Mrd. DM) vermehrt. Weit vorn bleibt die Familie Sacher-Oeri-Hoffmann, die den Pharmagiganten Roche kontrolliert. Ihr Vermögen liegt bei 20 bis 26 Milliarden Franken. Acht Milliarden haben sie wieder zugelegt, ein Betrag, der ausreichen würde, um das Loch im Schweizer Bundeshaushalt zu stopfen. Halb so reich, auf Platz zwei, ist Walter Haefner mit zwölf bis 13 Milliarden dank Software-Beteiligungen und Autohandel.

Mit Abstand folgen die Familie Landolt (Sandoz-Erben, Immobilien-Beteiligungen), die C & A-Dynastie Brenninkmeijer (Textilien) und Curt Engelhorn (Bermudas-Trusts, Beteiligungen) - alle mit sechs bis sieben Milliarden.

Auf den nächsten Rängen: Otto Beisheim (Metro), die südafrikanische Familie Rupert (Tabak, Luxusuhren, Medien), die Italiener Bertarelli (Pharma), der Holländer Paul Fentener van Vlissingen (Handel) und Rolf Gerling (Versicherungen) - je fünf bis sechs Milliarden. Danach folgen mit vier bis fünf Milliarden Fürst Hans Adam von Liechtenstein (Finanzholding LGT, Kunstsammlung, Ländereien), Suliman Saleh Olayan (Lizenzen, Beteiligungen), Miachel und Reiner Schmidt-Ruthenbeck (Metro) und Gad Rausing (Tetra-Pak).

"Im vergangenen Jahr sind die reichsten Schweizer in ungeahntem Maß noch reicher geworden", stellt das Zürcher Magazin fest, "bei den Lohnverdienern und Kleinsparern hingegen sieht es trübe aus: Die Löhne sind im Schnitt seit gut vier Jahren real eingefroren, das freiwillige Sparen lohnt sich für Kleinanleger kaum." Die Verteilung des Reichtums werde immer schiefer. Ein Fünftel der Schweizer verfüge über gar kein Vermögen, nicht einmal ein "Sparbüchlein", während sich zwei Prozent der Bürger die Hälfte des Volksvermögens teilten. Meist geht es eher um ererbten als erarbeiteten Reichtum.

Der Fiskus ist außerstande, diese Schicht vermehrt zur Kasse zu bitten. Im Gegenteil: Unter den Kantonen ist ein Wettlauf um die Reichen im Gang. Man befürchtet, daß sie in einen steuergünstigeren Kanton abziehen könnten, schreibt der Zürcher "Tages-Anzeiger". Ein Kanton nach dem anderen schaffe die Erbschaftsteuer ab. Zürich, mit hohen Sätzen, werde unpopulär. Auch das Steuerparadies Zug will alle Erben ungeschoren lassen, um mit dem benachbarten Schwyz gleichzuziehen, wo es gar keine Erbschaftsteuer gibt. Vorschläge für eine bundesweite einheitliche Erbschaftsteuer, um unerwünschten Steuerwettbewerb zu verhindern, stoßen bei den Kantonen auf wenig Gegenliebe.


 

3. Übersicht

Die Namen wurden in der Hauptsache den Listen von Forbes und Bilanz entnommen.

In Klammern hinter den Namen steht die vermutliche Höhe des Privatbesizes in Dollar oder Schweizer Franken sowie abgekürzt die Nationalität oder der Hauptwohnsitz

3.1 Handel

Brenninkmeijer (7-8 Mrd. SF, NL/CH)

Familienvermögen über mehrere Generationen
Der Familienclan ist Besitzer von C&A
Streubesitz in Immobilien europäischer Großstädte
Weitere Tätigkeitsfelder z.Z. nicht bekannt, Forbes nennt die Brenninkmeijers einen "super-secretive clan". Es gibt keinen offiziellen Chairman und die Leitung der einzelnen Firmenbereiche liegt normalerweise in den Händen der Clanmitglieder.

Beisheim (Otto) (6-7 MRD. SF, CH)

Mehrheitsaktionär der Metro AG (Kaufhof, Horten, Kaufhalle), Asko, Vobis, Media-Markt
Vermögen vor allem der ersten Generation
Streubesitz in den Medien und den sog. Neuen Medien (s.a.: Metronet)
Gründung/Finanzierung der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Vallendar

Kipp (Karl-Heinz) (3-4 Mrd. SF, CH)

Gründer der Massa Verbrauchermärkte. Großaktionär der Schweizerischen Bankgesellschaft SBG (s. a.: Kurzinformation aus der Genios-Datenbank)
Vermögensgenese und Streuung in der Familie: ?
Investitionen in Immobilien: Hauptvermieter für Metro in Deutschland
Sonstige Interessen: ?

Kamprad (3-4 Mrd.SF, CH)

Gründer/Besitzer von IKEA und IKANO
Europäischer Selfmademan
Mitglied einer faschistischen schwedischen Jugendorganisation (dazu Kommentar von Per Landin), noch in den 50er Jahren Teilnahme an einem einschlägigen Kongreß (Second Malmö Congress of the Neo-Swedish Movement)

Haefner (Walter) (5-6 Mrd. SF, CH)

Besitzer von Careal-Holding (Autohandel VW, Audi, Seat, Skoda, Porsche)
Europäischer Selfmademan
Streubesitz im Computer-Handel (Computer Associates CA), Auto- und Flugzeug-Leasing
Pferderennsport

Botnar (Octav) (3-4 Mrd. SF, CH)

Autohandel: zunächst Nissan, heute Peugeot, Renault, Fiat
Europäischer Selfmademan
(im Netz sind nur zwei Kurzinformationen des News Review - Business Information Service erhältlich. Einzusehen unter 1 und 2)
(Es taucht im Netz auch ein The Camelia Botnar Laboratories auf. Sponsering?)

Fentener van Vlissingen (4-5 Mrd. SF, CH)

Besitzer der Steenkolen-Handelsvereeniging - SHV-Holding: SHV Energy (Calor, Primagaz) und SHV Makro (Cash&Carry Läden, Supermärkte, z.B. Übernahme der Otto-Reichelt AG in Berlin. In den Niederlanden Beginn von Home Shopping über das Netz). Aktiv auch im Reiseverkehr: WorldTravel Partners
Familienvermögen über mehrere Generationen
Mitglieder der Familie besetzen Aufsichtsratspositionen bei den Firmen UBBINK (Kunststoffe für den Bau), CSM (voedingmiddelen en ingredientien?), DRAKA (Kabelproduktion, Elektrizitätz- und Kommunikationsnetze), insbesondere aber bei Akzo Nobel und Ameron International (taucht dort witzigerweise als Besitzer der Flint Holdung, einer Anlagefirma mit Sitz auf den Niederländisch-Antillen auf), der KNP BT (Verpackungen, Papier, Graphische Apparaturen), der Großbank ABN AMRO und dem Weltkonzern UNILEVER.
Zusammen mit anderen Weltfirmen Förderer von The Netherlands Business School, Nijnrode University

Rupert (Johann) (4-5 Mrd. SF, CH)

Artikel aus dem Business Times Archiv sowie die Kurzbiographie
Besitzer von Richemont Securities (u.a. Rothmans, Cartier, Vendome, Piaget, Dunhill) und Mitbesitzer des Südafikanischen Firmenkonglomerats Rembrandt (zunächst Tabak, heute breit gestreut bis hin zu Goldminen)
Familienbesitz der zweiten Generation
Starke Expansion in die Fernsehmedien zusammen mit Kirch und Berlusconi, Einkauf in den italienischen Sender Telepiu (URL stimmt, aber die Seite läuft noch nicht) mit 2 Pay-TV Kanälen

Olayan (Suliman Saleh) (3-4 Mrd. SF, CH)

Franchising für Coka Cola, Colgate, Burger King in Saudi-Arabien
Vermögensgenese unklar, vermutlich gesponsert durch das saudi-arabische Königshaus
Mitbesitzer der englischen Zeitungen Independent und Sunday Independent. Einkauf (12,5%) in den englischen Elektrizitätskonzern National Grid

Lauder (Leonard) (3-4 Mrd. SF, US/CH)

Artikel aus Forbes
Mehrheitsaktionär der Estee Lauder Companies Inc.
Familienvermögen der zweiten (?) Generation
Expansion in TV-Medien: Central European Media Enterprises (CME) mit starkem Engagement in den ehemaligen WVO-Staatenund als Mitfinanzier der Microsoft Initiative eines Netzwerkfernsehens durch Einkauf in das amerikanische Web TV Network.
Gründung/Finanzierung des Joseph H. Lauder Institute of Management and International Studies an der U-Pennsylvenia
Chairman des Whitney Museums of American Art in New York
Ronald Lauder (der jüngere Bruder) ehemaliger US-Botschafter in Wien

Haub (Erivan Karl) (4-5 Mrd. SF, CH)

Familie Haub ist Besitzer der Tengelmann Gruppe (siehe hierzu die Pressemitteilung von M+M EUROdata) mit angeschlossenen Lebensmittelunternehmen wie Tengelmann, Kaiser's, Plus, LeDi und Grosso/Magnet, den Textilgeschäften TAKKO und KIK sowie der OBI Bau- und Heimwerkermärkte. In Nordamerika 50%-Besitz des auf diesm Mark viertgrößten Lebensmittelfilialunternehmens THE GREAT ATLANTIC & PACIFIC TEA COMPANY Inc
Haub ist im Sprecherausschuß der Wirtschafts-Initiative für Deutschland e.V. (wir.), einer hochkarätig besetzten Organisation
Haub scheint sich im Naturschutz zu engagieren - siehe Pressemitteilung Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Schickedanz (3,8 Mrd. $, D)

Besitzer der Schickedanz Gruppe (siehe Artikel von Die Welt Online) mit dem größten europäischen Versandhandelshaus Quelle, der Quelle Bank, der Quelle Bausparkasse, der Noris Verbraucherbank, der Quelle Versicherungen (Österreich), den Ketten Leffers, Sinn und Apollo-Optik sowie 20% Anteil an der TUI und 25% Anteil an der Escom AG
Quelle treibt das Homeshopping via Internet und/oder CD-Rom voran (siehe Aufsatz von Wolfgang Bühler, Quelle Schickedanz AG).

Otto (5,2 Mrd. $, D)

Familie Otto ist Besitzer des Otto Versand Hamburg GmbH & Co. (siehe auch einige Geschäftszahlen)
Familienbesitz der zweiten Generation.
Operative Leitung Dr. Michael Otto; u.a. im Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG
Mehrheitsbeteiligungen u.a. am Schwab Versand und am zweitgrößten nordamerikanischen Versandhandel, der Spiegel Gruppe
Otto treibt das Homeshopping via Internet/CD-Rom voran
Starkes Engagement im Naturschutz: Michael Otto ist Chairman des WWF Germany und Gründer Financier der Michael-Otto-Stiftung für Umweltschutz

Defforey (Denis) (3,3 Mrd. $, F)

Vermögen der ersten Generation
Mitbegründer und Großaktionär der weltweit operierenden Handelskette Carrefour mit Supermärkten und Fachhandelsgeschäften sowie Versicherungen (Kurzdarstellung der Geschichte von Carrefour)

Bouriez (Philippe) (2,1 Mrd. $, F)

Familienvermögen über mehrere Generationen
Besitzer der Cora-Revillon Gruppe, die ihren Umsatz von 10 Mrd. $ mit 30 000 Beschäftigten in den Bereichen Luxusgüter/Boutiquen (Parfüm, Pelze, Kosmetik, Assecoires), Supermärkte, Graphik, High Tech, Filmproduktion und Banking erzielt (Hintergrundinformationen zu Cora-Revillon). Zugleich 42% Beteiligung an belgischer Supermarktkette Louis Delhaize

Halley (Paul-Louis) (1,6 Mrd. $, F)

Chairman der französischen Einzelhandelsgruppe Promodes, dadurch Beteiligung (80%) an der italienischen Handelsgruppe Garosci, Entwicklung gemeinsamer Handelsstrategien mit der spanischen Gruppe Luis Pina und den deutsche Handelsgruppen Spar Handels AG und Aldi.

Mulliez (Girard) (5,7 Mrd.$, F)

Supermarktgruppe Auchan. In Mexiko Beteiligung an der Supermarktkette Controladora Comercial Mexicana

Albrecht (Theo und Karl) (9 Mrd. $, D)

Besitzer Supermarktkette Aldi

Schmidt-Ruthenbeck (Michael und Rainer) (3,1 Mrd. $, D)

Handelsbeteiligungen und Immobilien: Mitbesitzer der Metro AG

Schwarz (Dieter) (2,3 Mrd. $, D)

Lebensmittel-Discounter Gruppe Lidl&Schwarz

Leibbrand (1,2 Mrd. $, D)

Ursprünglich Mitbesitzer der REWE Gruppe, nach Erbstreitigkeiten verschiedene Beteiligungen. Zum Firmenprofil der REWE Gruppe siehe eine Kurzdarstellung durch das österreichische Marktforschungsunternehmen ACNielsen.

Persson (Stefan) (2,5 Mrd. $, S/CH)

Hauptaktionär (38,4% aller Aktien und 70,1% der stimmberechtigten Aktien) der schwedischen Handelskette (Bekleidung) Hennes&Mauritz

Sainsbury (David) (4,1 Mrd. $, GB)

Familienbesitz der vierten Generation
Hauptaktionär (40%) der Lebensmittelkette J. Sainsbury Plc. Und darüber Mitbesitzer der US Kette Shaws und der Supermarktkette Associated British Foods (Kurzinformation hierzu von UK Business)
Stiftungen: Die Gatsby Charitable Foundation und die Social Market Foundation, einer auf der konservativen Seite Großbritanniens stehenden organisation

Moores (1,8 Mrd. $, GB)

Billigläden und Wettbüros

Louis-Dreyfus (1 Mrd. $, F)

Familienunternehmen über mehrere Generationen
Handelswaren und neuerdings Vermittlung von Elektrizität

Herz (Günter) (2,7 Mrd. $, D)

Hauptaktionär der Tschibo AG, die wiederum zu 63 % an dem Tabakkonzern Reemtsma beteiligt ist, der zu 65% an dem polnischen Tabakkonzern WWT Poznan beteiligt ist.

Mann (Hugo) (1,8 Mrd. $, D)

Besitzer der Supermarkkette Wertkauf und der Möbelkette Wertkauf und Mann Mobilia. Immobilien-Mitbesitzer des One New York Plaza

Dumas (Jean-Louis) (2,9 Mrd. $, F)

Familienbesitz der fünften Generation
Hauptaktionär (80%) der weltweit operierenden Luxus-Boutiquen-Kette Hermes International

Haniel (8,1 Mrd.$, D)

Familienbesitz über mehrere Generationen
Vermögen wird in Beteiligungen angelegt. Schwerpunkt: 50,1% der Aktien von Gehe, und damit ca. 25 % des Marktes im europäischen Pharmazie-Großhandel

 

3.2 Banken und Versicherungen

Gerling (Rolf) (3,3 Mrd $, D/CH)

Familienunternehmen der dritten Generation
Mehrheitsaktionär des Gerling Konzerns, der in der Hauptsache ca. 50 Versicherungsunternehmen betreibt (drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe). Mitaktionär ist zu 30% die Deutsche Bank, in deren Beraterkreis zwei Vorstandsmitglieder des Gerling-Konzerns sitzen. Kommentar aus der Welt zur Firmenstrategie siehe hier.
Der Gerling Konzern engagiert sich im Umweltschutz, u.a. durch Propagierung eines Öko-Audit und die Gründung/Förderung der Gerling Akademie für Risikoforschung AG (!) in Zürich.

Oppenheim (Alfred) (2 Mrd $, D)

Vermutlich Familienvermögen über mehrere Generationen
Besitzer der Privatbank Sal. Oppenheim jr. & Cie KgaA in Köln und Zürich

David-Weill (Michel) (1,4 Mrd. $, F)

Mitbesitzer der Investment Bank Lazard Freres in New York, London und Paris. Michel David-Weill sitzt im Aufsichtrat der NYSE (New York Stock Exchange). David-Weill scheint Anteile an ITT zu halten

Rothschild (Edmont de) (1 Mrd. $, F/GB)

Familienbesitz über mehrere Generationen
Besitzer der Londoner Handelsbank NM Rothschild & Sons mit Dependences in Frankreich; hier taucht der Firmenname Banque Privee Edmont de Rothschild S.A. auf.
Kooperation mit der niederländischen Bank ABN AMRO
Beteiligungen an Gold- und Diamantenminen.
Sammler von antiken Möbeln und Kunst

 

3.3 Grundbesitz

von Fink (Wilhelm und August) (3,1 Mrd. $, D)

Familienvermögen über mehrere Generationen.
Anfang der 90erJahre Verkauf der Anteile an der Allianz-Versicherungsgruppe bis auf 1% sowie an der Privatbank Merck, Fink&Co und am Stromerzeuger Isar Amperwerke AG. Kapital heute in Investments/Immobilien

von Thurn und Taxis (1,5 Mrd. $, D)

Familienbesitz über mehrere Generationen
Großgrundbesitz in Bayern/Oberpfalz/Regensburg

 

3.4 Produzierendes Gewerbe

Henkel (4,6 Mrd. $, D)

Familienbesitz über mehrere Generationen
Besitzer des Chemiekonzerns Henkel KgaAG, das weltweit mit 20 Beteiligungsgesellschaften operiert sowie erhebliche Beteiligungen an assoziierten Firmen unterhält, so 48,5% an der GFC Gesellschaft für Chemiewerte mbH, die wiederum 39,1% der Aktien der Degussa AG besitzt, an der US-Chemiefirma Clorox Company 27,8% und an der US-Firma Ecolab Inc. mit 21,9% (Chemie, industrielle Reinigung, Wasserbehandlung, Schädlingsbekämpfung)
Vorsitzender des Aufsichtsrates und Gesellschafterausschusses Albrecht Woeste ist Urenkel des Firmengründers Fritz Henkel und sitzt u.a. im Aufsichtsrat der Deutschen Bank

Oeri/Hoffmann/Sacher (11-12 Mrd. SF, CH)

Mehrheitsaktionäre von Hoffmann-La Roche.
Familienvermögen über mehrere Generationen.
Streuung in Immobilien und Kunst
Clanchef Paul Sacher ist Liebhaber klassischer Musik, so als Gründer der Schola Cantorum Brasiliensis und der Paul-Sacher-Stiftung (beides in Basel)

Servier (Jacques) (2 Mrd. $, F)

Familienbesitz der ersten Generation
Besitzer der größten privaten französischen Pharmaziekonzerns: Servier S.A.
Beteiligung an dem ungarischen Medikamentenhersteller Egis

Boehringer (4,1 Mrd. $, D)

Familienbesitz über mehrere Generationen
Besitzer der Boehringer Ingelheim, die pharmazeutische Produkte/Medizin herstellt. 9% Beteiligung an SS Pharmaceutical, dem zweitgrößten japanischen Medizinproduzenten

Engelhorn (Curt) (11 Mrd. $, D)

Ursprünglich Besitzer der Corange Ltd. auf den Bermudas, die an der Boehringer Mannheim (Diagnostik und Pharmazie) und zu 84% an der US-Firma DePuy (orthopädische Produkte) beteiligt ist (Firmenbeschreibung von DePuy durch Yahoo). (Nach Forbes hat 1997 ein Verkauf an LaRoche stattgefunden. Engelhorn werden heute als "coupon clipper" charakterisiert). Zum Verkauf siehe auch einen Bericht aus Roche News.
An der Universität Gießen gibt es ein Curt-Engelhorn-Stipendium für Onkologie.

Merck (5 Mrd. $, D)

74% Besitz der Merck (??) Holding, die im Bereich Pharmazie und chemische Produkte tätig ist

Dassault (Serge) (1,4 Mrd. $, F)

Familienbesitz über mehrere Generationen
Besitzer/Hauptaktionär des Flugzeugherstellers Dassault Aviation . Zum militärisch-industriellen Komplex von Frankreich gehörig. (Siehe auch weitere Informationen zu Dassault Aviation.)

Quandt (Johanna, Susanne, Stefan) (8,1 Mrd. $, D)

Familienbesitz über mehrere Generationen
Hauptaktionäre (48%) der Bayerischen Motorenwerke (BMW). Bis 1995 Besitzer/Hauptaktionäre (?) der VARTA AG, deren VB Autobatterien GmbH (zusammen mit Bosch) 1995 an das britische Konglomerat BTR verkauft wurde (siehe VARTA-Firmengeschichte). BMW hält starke Anteile am britischen Automobilkonzern Rover.

Porsche (2,6 Mrd. $, D)

Familienvermögen über mehrere Generationen
Gründung der Porsche AG

Peugeot (1,5 Mrd. $, F)

Familienbesitz über mehrere Generationen
Mitbesitzer von Peugeot-Citroen

von Siemens (2,6 Mrd. $, D)

Familienvermögen über mehrere Generationen
Gründer der Siemens AG, von der aber heute nur noch 10% der Aktien gehalten werden. Ob diese Beteiligung schon den wesentlichen Teil der 2,6 Milliarden US Dollar bilden oder ob das heutige Familienvermögen breiter gestreut ist kann ich derzeit nicht ausmachen.
Die Siemens AG ist ein verzweigtes Weltunternehmen mit Beteiligungen/Übernahmen der Kraftwerke Union (KWU), der AEG, Bosch, Osram, Nixdorf, Plessey in Großbritannien und Rolm (Telekommunikation) in den USA.

Verspieren/Decoster (2 Mrd. $, F)

Familienbesitz über mehrere Generationen
Besitzer der Legrand Gruppe, in den USA des Konzerns Pass&Seymour (beides im Bereich Elektroinstallationen)
Einstieg in das Versicherungswesen: Lloyd&Continental


Wallenberg (Peter) (8 Mrd. $, S)

Familienbesitz über mehrere Generationen 
Hauptbesitzer der Investor Holding und damit nach Aussage von Fortune eine Kontrolle über ca. 45% des Aktienkaptals in Schweden.
Beteiligungen am Medikamentenhersteller Astra, am Telekommunikationsunternehmen Ericsson, am Haushaltsgerätehersteller Electolux und am Automobil- und Flugzeughersteller Saab und Scania, bei ABB und der Gesellschaft Incentive

Gebrüder Rausing (8-9 Mrd. SF, CH/S)

Besitzer/Mehrheitsaktionäre von Tetra Laval und Tetra Pak.
Familienvermögen vor allem der ersten/zweiten Generation
Gründung /Finanzierung des Institute of International Business in Stockholm

Oetker (Rudolf) (2,9 Mrd. $, D)

Familienunternehmen der dritten (?) Generation.
Besitz der Dr. Oetker KG, ein weitverzweigtes Unternehmen in der Lebensmittelherstellung/Vertrieb und Massenkonsum.

Simon (1,5 Mrd. $, D)

Familienunternehmen über mehrere Generationen
Besitzer der Bitburger Brauerei mit einem Anteil von 35% am gesamten Faßbierverbrauch in Deutschland

Schmidheiny (Stephan)3-4 Mrd. SF, CH)

Chairman der ANOVA Holding Ltd. mit großen Industriebeteiligungen an ABB und Landis &Gyr (in Bereichen wie Elektroinstallationen, Payphone u.ä.) sowie im Medienbereich an Merkur und an der Kiosk AG.
Vermögensgenese: mindestens der zweiten Generation
Stephan Schmidheiny ist sehr engagiert im Business Council for Sustainable Development. Siehe hierzu auch ein Interview mit GREENWIRE.

Schmidheiny (Thomas)2-3 Mrd. SF, CH)

Präsident/Mehrheitsaktionär der Holderbank Financiere Glarus AG, dem weltgrößten Erzeuger und Vertreiber von Zement/Beton, Baustoffen u-ä.
Vermögensgenese: mindestens der zweiten Generation
Zahlreiche Beteiligungen weltweit eigentlich nur innerhalb der Branche siehe hier.

 

3.5 Dienstleistungen, Medien, Software

Mohn

Die Familie Mohn übt in fünfter Generation als Hauptaktionär der Bertelsmann Gruppe entscheidenden Einfluß auf dieses Medienkonglomerat aus, obwohl 1993 68,8% der Aktien der Bertelsmann AG auf die Bertelsmann Stiftung übertragen wurden(ohne Stimmrecht), die von Reinhard Mohn und Liz Mohn geführt wird. (s.a. ein Interview der Welt mit R. Mohn)
Mit 40 Buchverlagen ist die Bertelsmann Gruppe der weltweit größte Buchverleger; in Deutschlang gehören hierzu u.a. die Verlage Siedler, Knaus und Goldmann, in den USA der zweitgrößte nordamerikanische Buchverlag Bantam Doubleday Dell
Beteiligung am Zeitschriftenhaus Gruner & Jahr mit 32 Titeln im Inland (u.a. Stern, Capital, Geo) über 40 Titeln im Ausland
Beteiligung am RTL und am Pay-TV Premiere, hier auch eine der Verknüpfungen mit Leo Kirch. Beteiligung an der Kirch-Firma Primus zum Aufbau eine digitalen Satellitenfernsehens zusammen mit der Vebacom und dem schweizerischen Handelsunternehmen Metro (Otto Beisheim); Beteiligung an Multimedia Betriebsgruppe (MMBG) ursprünglich unter Einschluß von Deutsche Telekom, dem französischen Pay-TV Canal+ und der europäischen Mediengruppe CLT-UFA.(zu den verwirrenden Manövern auf diesem Sektor siehe Hintergrundinformationen 1 und 2)
Im Multimedia Bereich den Online Dienst AOL Bertelsmann Online gemeinsam mit America Online für Deutschland, Frankreich und Großbritannien
Mit der Gruppe Bertelsmann Direct im Direktmarketing tätig.

Kirch (Leo) (2,6 Mrd. $, D)

Gründer und Besitzer der Leo Kirch-Gruppe, dem größten europäischen Film- und Fernsehunternehmen. Firmenkern bildet die Taurus- und Beta-Film. Gesellschafter der TV-Firmen SAT 1 (43%), Premiere (25%), DSF (66,5%) und am Springer Verlag. Sohn Thomas Kirch hält 24,5% von Pro Sieben. Einen Einblick in die Companies and Holdings gibt die Kirch-Gruppe auf dieser Seite.

Die Monopoly-artigen Verknüpfungen und Manöver beim Aufbau des digitalen Fernsehsenders DF 1 in Verbindung/Konkurrenz mit Bertelsmann, Vebacom, der Handelskette Metro u.a. wird teilweise von Forbes beschrieben.

Funke (2,1 Mrd. $, D)

Familienvermögen der zweiten Generation
Die drei Töchter des Mitgründers Jacob Funke halten derzeit 50% der Verlagsgruppe WAZ.. Forbes macht in seiner 96er Ausgabe einen Hinweis auf eine 25% Beteiligung am Otto-Versand; dies ist aber derzeit nicht verifizierbar.

Goldschmeding (Frits) (2 Mrd. $, NL)

Vermögen der ersten Generation.
Gründer, Hauptaktionät (50%), Aufsichtsratsvorsitzender und Direktor der zweitgrößten europäischen Zeitatbeitsvermittlungsfirma RANDSTADT NV

Hopp (Dietmar) (2,7 Mrd. $, D)

Vermögen der ersten Generation.
Mitbegründer/Großaktionär (26%) und Vorstandsvorsitzender der SAP AG, dem derzeit erfolgreichsten deutschen Software-Unternehmen. Die Firmenjubelgeschichte kann man hier einsehen.

Plattner (Hasso) (1,8 Mrd. $, D)

Vermögen der ersten Generation
Mitbegründer und Großaktionär von SAP (siehe oben bei Hopp)

Tschira (Klaus) (1,8 Mrd. $, D)

Vermögen der ersten Generation
Mitbegründer und Großaktionär von SAP (siehe oben bei Hopp)