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Hermann L. Gremliza, Jahrgang 1940, ist seit 1974 Herausgeber von KONKRET, der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift für (bzw. gegen) Politik und Kultur, sowie Autor sprach- und gesellschaftskritischer Bücher ("Betrug dankend erhalten", "Krautland einig Vaterland", "Ein Volk gibt Gas", "Ganghofer im Wunderland", "Herrschaftszeiten") und der zuletzt erschienenen Trilogie "Drei Damen" ("Was Gabriele Henkel alles mit der Hand macht", "Wie Hannelore Kohl die Russen bezauberte", "Frau Schwarzer ihr Haus seine Lieblingswurst"). Gremliza, bis 1989 Mitglied der SPD und der IG Druck und Papier, ist anläßlich der Wiedervereinigung aus beiden Organisationen ausgetreten - er wollte nicht eines Morgens als Mitglied eines gesamtdeutschen Vereins erwachen. Seine Kritik gilt seither vor allem den Ursachen und Folgen, der Tragik und der Komik des in der Geschichte unerhörten Vorgangs, daß eine Gesellschaftsform, der Sozialismus, von seiner Vorgängerin, dem Kapitalismus, eingeholt und überholt worden ist, also dem vorläufigen Endsieg der Konterrevolution und der bemerkenswerten Rolle, welche die Deutschen, in Sonderheit ihre Dichter und Denker, bei diesem Verbrechen gegen die Menschheit gespielt haben und noch spielen wollen.