|
Soziologie-Kongress
in Köln, 26.-29.9.2000
Ad-hoc-Gruppe
Zur Aktualität von C. Wright
Mills
Donnerstag,
28.9., 14:30-18:30
Ort: H 141, Universität zu Köln
IBW-Gebäude,
Herbert-Lewin-Str. 2
|

|
Weitere
Informationen
C.
Wright Mills hat in den 50er und 60er Jahren auch hierzulande viele
Soziologen prägend beeinflusst. Jetzt erlebt sein Werk in den
USA eine Renaissance. The Sociological Imagination ist sein
anerkanntestes Werk; doch wollen wir uns auch den Herausforderungen
seines umstrittensten Buches, The Power Elite, stellen. Grund
ist, dass die deutsche politische und ökonomische Elite sich
in einem skandalträchtigen Umstrukturierungsprozess befindet,
der nicht zuletzt mithilfe von Mills erklärt werden kann. Auch
die Faschismus-Analyse von Franz Neumann, die hinter The Power
Elite steht, bleibt relevant. Und wir wollen zeigen, dass die
derzeitigen Elitenvorstellungen der deutschen mainstream-Soziologie
aus vielerlei Gründen zu einem falschen Bild von unserer Gesellschaft
und der Welt beitragen.
|
|
|
|
| 14:30
H.J. Krysmanski (Münster): Einführung: Machteliten und
Globalisierung
"Is
it any wonder that the annual meeting of the World Economic Forum
has become, to some, a sign that there is a global economic conspiracy
perpetrated by white men in dark suits who run the world's multinational
corporations?"
The Economist, Jan 29 2000
|
| |
14:45
Todd Gitlin (New York): The Sociological and Political Relevancy
of C. Wright Mills Today
Mit Diskussionsbeiträgen von Andreas Hess (Bangor), Sebastian
Herkommer (Berlin). Moderation: Heinz Hartmann (Münster)
Todd Gitlin
ist Professor für Kultur, Journalismus und Soziologie an der
New York University; in den 60ern war er einer der führenden
Köpfe der Students for a Democratic Society (SDS); er
ist Autor des Nachworts der Jubiläumsausgabe von The Sociological
Imagination. Andreas Hess ist Autor
des Buchs Die politische Soziologie C. Wright Mills'. Sebastian
Herkommer ist Klassentheoretiker und
setzt sich mit den 'neuen Eliten' (bourgeois bohemians) auseinander.
|
| |
16:00
Dieter Plehwe, Jürgen Nordmann, Bernhard Walpen (Berlin): Neo-liberale
Intellektuellen-
und Think-Tank-Netzwerke in der gegenwärtigen hegemonialen Konstellation
Es
werden erste Ergebnisse eines umfassenden europäischen Forschungsprojekts
über einschlägige Netzwerke, insbesondere die Mont Pelerin
Society, vorgestellt.
|
| |
|
16:45
PODIUMSDISKUSSION
'Die herrschende Schicht ist diejenige, deren
Soziologie niemand zu schreiben wagt'
Einleitung: Hermann L. Gremliza (konkret, Hamburg) 'Meine
Freunde, die Milliardäre oder: Die Wirklichkeit ist ziemlich
vulgärmarxistisch'
U. a. mit: Tomke Böhnisch (Frankfurt), Todd Gitlin (New York),
Heinz Hartmann (Münster), Andreas Hess (Bangor), Hermann Korte
(Hamburg), Claus Noé (Berlin). Moderation: H.J. Krysmanski
(Münster)
Zwei Nicht-Soziologen
werden versuchen, die Debatte zu politisieren: Hermann L. Gremliza
ist ein deutscher 'free radical', Herausgeber von Konkret und wohlbekannt
mit vielen Reichen und Mächtigen (nicht nur der Hamburger Szene);
Claus Noé war Staatssekretär
im Bundesfinanzministerium unter Oskar Lafontaine, er ist Politikwissenschaftler
und Journalist. Tomke Böhnisch
hat ein Buch über die 'Gattinen' der deutschen Elite geschrieben.
Hermann Korte ist nicht nur Stadtsoziologe
und Norbert Elias-Experte, sondern auch Kenner der deutschen Stiftungs-Szene.
Heinz Hartmann, Emeritus, ist seit
langem vertraut mit der amerikanischen Soziologie und hat umfassende
Erfahrungen in der Wirtschafts- und Unternehmensforschung.
|
|
|
|