|
|
Die Aliens sind unter uns. Herrschaft und Befreiung
im demokratischen Zeitalter. Christoph
Spehr
|
|
|
Versandfertig in 24 Stunden.
Taschenbuch
- 319 Seiten (1999) btb/Goldmann Vlg., M.; ISBN:
3442755484
Amazon.de
Verkaufsrang 1.493
|
| | |
|
Kunden, die dieses
Buch gekauft haben, haben auch die folgenden Bücher gekauft:
Klicken
Sie hier für mehr Empfehlungen...
Rezensionen
Amazon.de Anfangs ein
beklemmender Dialog aus Akte X, dazu ein Buchtitel über unter uns
weilende Aliens -- da könnte man leicht einen falschen Eindruck über den
Inhalt dieses Buches bekommen. Mitnichten geht es um Außerirdische,
sondern vielmehr um die Aliens innerhalb unserer menschlichen
Gesellschaft. Wer die sind? All diejenigen, die still und heimlich dafür
sorgen, daß viele Mitbürger ohne zu murren ihre alltägliche
unbefriedigende Arbeit verrichten, und die davon profitieren. All
diejenigen, die uns Demokratie vorgaukeln, in Wahrheit aber ein verlogenes
System von Lobbyisten und Machtgeilen stützen. Kurzum, Christoph Spehr hat
ein Buch über die Schattenseite unserer ach so sozialen und demokratischen
Gesellschaft geschrieben und mahnt zur Befreiung aus deren einengenden
Strukturen.
Seine Kritik hat er geschickt in den Ansatz der bereits unter uns
befindlichen Aliens gepackt. Das klingt auf den ersten Blick befremdlich,
funktioniert aber dank allerlei Bezüge auf unsere moderne Kultur
erstaunlich gut. Es finden sich Queen-Zitate, Jimi Hendrix kommt zu Wort,
der eine oder andere Kinofilm hält Einzug und immer wieder tauchen Aliens
auf, deren aus Star Wars oder Raumschiff Enterprise
entliehene Weisheiten erstaunlich gut auf unsere Gesellschaft passen. Doch
liest man weiter, geht einem schnell auf, daß Spehr intensiv gegen die
Bevormundung der breiten Masse durch eine kleine elitäre, sich aber
volksnah gebende Schicht protestiert. Deren Herausbildung hat er
historisch nachgezeichnet und ihr heutiges Vorgehen fundierter erläutert,
als man es ob seines Alien-Ansatzes zunächst vermutet. Zugegeben, Spehrs
Ausgangspunkt mag nicht jedermanns Sache sein, aber einmal aufgeblättert,
fesselt sein Buch mit Aussagen, die ein weiteres Überdenken lohnen.
--Joachim Hohwieler
Kurzbeschreibung Aliens benutzen
und beherrschen die Menschen. Christoph Spehr spürt die "Aliens" unter uns
auf: in Regierungen und Konzernen, bei der Arbeit und in der Familie. Er
zeigt, wie in unserer Gesellschaft Macht ausgeübt und begründet wird -
gerade dort, wo sie sich vernünftig, offen und demokratisch gibt.
Der Autor,
yetipress@compuserve.com aus Bremen , 14. Oktober 1999 Wenn Sie
dieses Buch gelesen haben, haben Sie wahrscheinlich was gelernt. Sie
werden Aliens die Stirn bieten, die sich mit einer Flasche Sekt und einem
Päckchen Tiefkühlpizza im Korb und einem freundlichen "Ich darf doch?" vor
Sie in die Schlange drängen wollen, während Sie schwitzend einen
gewaltigen Einkaufswagen mit dem Wochenendeinkauf für eine vierköpfige
Familie steuern. Sie werden Schlüsselworte erkennen wie "Verantwortung",
"Flexibilität", "Anspruchsdenken". Sie werden Aliens identifizieren
können, wo immer Sie ihnen begegnen: in Politik, Beziehung, Familie,
Beruf. Daß wir von Aliens beherrscht werden, liegt am demokratischen
Zeitalter. Früher legten alle herrschenden Gruppen größten Wert darauf,
etwas ganz Anderes, Besseres, Übermenschliches zu sein und deshalb von
Natur das Recht zur Herrschaft zu haben - als Fürsten, als Weiße, als
Männer, was auch immer. Dieses Modell hat sich jedoch verbraucht, und
damit schlug die Stunde der Aliens: Wesen, die aussehen wie du und ich;
die beteuern aus unserer Mitte zu stammen; Wesen, mit denen wir gestern
noch gemeinsam gelebt, gearbeitet, gekämpft haben. Nur daß sie heute einem
anderen Programm folgen, das sie als Aliens ausweist: als Außerirdische,
die alle Arbeit und Natur auf diesem Planeten für ihre angeblich so
großartigen Ziele nutzbar machen wollen. Während die gängigen politischen
Theorien zur Entlarvung von Aliens nicht durchweg brauchbar sind, stattet
uns die Welt des Science Fiction mit einer Fülle von Bildern und
Erkenntnissen aus über Wesen und Wirken der Aliens und über die
Mechanismen ihrer Macht. Lesen Sie, was John Carpenter und James Cameron,
Mulder und Scully, Matrix und die Borg dazu zu sagen haben; wie die
Herrschaft der Aliens funktioniert und was wir dagegen tun können. Inhalt:
Alien-Blues - Fight the Future - Ungleiche, gleiche und gleichere Tiere -
Busfahren im Postfaschismus - Tote Kühe - Einssein mit den Borg -
Gespenster - Baby-Blues - Gift und Gegengift - Picknick auf Tatooine -
Glauben Sie nicht an Löffel!
Leserrezensionen Durchschnittliche
Leserbewertung: Zahl der Rezensionen: 3
Eine Leserin oder ein Leser aus
Marburg, BRD (Hessen) , 26. November 1999
Unterhaltsame und realistische Analyse des Postfaschismus
In den letzten 20 Jahren sind die theoretischen und literarischen
Produkte der westdeutschen Linken im wesentlichen von Nostalgie,
Selbstmitleid und Besserwisserei geprägt gewesen (Ausnahmen bestätigen ...
usw.). Christoph Spehr ändert das endlich und gründlich: "Die Äliens sind
unter uns" ist die Zusammenfassung der Realität, auf die die Überlebenden
gewartet haben, also diejenigen, die trotz überwältigendem Zeitgeist nicht
glauben wollen, daß Emanzipation und Befreiung endgültig erledigt sind,
auch wenn ihnen grade nichts Originelles mehr einfällt, wie das zu
bewerkstelligen sei. Wer noch ab und zu aus seiner Höhle kriecht und einen
Blick auf das richtige Leben wirft, erkennt in Christophs bissigen und
witzigen Beschreibungen das wieder, was es da zu sehen gibt. Und findet
die scheinbar so postmodern unübersichtlichen Strömungen, Gruppen,
Personen, Moden, Kulturen usw. in einer ebenso einfachen wie überzeugenden
Analyse zugeordnet und mit Begriffen benannt, die nicht nur aussagekräftig
und benutzbar, sondern auch noch originell und der linken (Sub)Kultur
angemessen sind. Hier handelt es sich um tatsächliche linke
Begriffsbildung, nicht um die Erfindung immer neuer und nichtssagender
"Bindestrich-Gesellschaften" (Informationsgesellschaft,
Risikogesellschaft, Wissensgesellschaft), mit denen die SoziologInnen und
PolitologInnen in den letzen Jahren sich bestätigt und uns gelangweilt
haben. Aliens, ZivilistInnen, FaschistInnen und der Maquis sind die
Gruppen, die die Struktur des Postfaschismus bilden und zu einer von
diesen wird man jedeN zugehörig finden, mit der/dem man sich so
auseinanderzusetzen hat. Und am Ende kriegt man auch noch eine Idee davon,
wo es weitergeht und was vielleicht zu tun sei. Ganz abgesehen davon, daß
Christoph Spehr nicht nur feststellt, das Leben mache manchmal Spaß,
obwohl wir Postmoderne haben und das zwanzigste Jahrhundert ziemlich
unwitzig war, sondern auch beweist, daß auch das Lesen und Überdenken von
linker Geschichte, Theorie und Politik mindestens ebenso unterhaltsam (und
aufschlußreicher) sein kann wie die neueste Star-Wars-Produktion. Also:
Lesen, weitersagen, verschenken, drüber diskutieren und vor allem:
weitermachen!
Andy.Markovits@gmx.net aus
Bremen, BRD , 2. November 1999 Ich
kenne das Leben, ich bin im Kino gewesen Das Lesen schlauer Bücher
allein erhellt nicht zwangsläufig die elementarsten gesellschaftlichen
Zusammenhänge. Spehr präsentiert in seinem Buch das reichhaltige Wissen
populärkultureller Medien. In einem amüsanten wie ernsthaften Rundgang
durch die Geschichte des Science Fiction Films enthüllt der Autor, daß die
Aliens keineswegs als abstoßende Schleimbeutel in riesigen Raumschiffen am
Himmel hängen werden und der Erde eine erstklassige Sonnenfinsternis
bescheren, bevor sie darangehen, alles auseinanderzulasern: Die Aliens
haben die Erde längst unerkannt übernommen! Der Autor illustriert anhand
der Aliens, wie Herrschaft in Zeiten der Demokratie ausgeübt wird, und
widerlegt zudem noch die Eingangsthese: Doch, bezüglich grundlegender
gesellschaftlicher Zusammenhänge gibt es wirklich schlaue Bücher!
kiwiviv@uni-bremen.de , 28.
Oktober 1999
Science-Fiction, Polit-Pop, badewannentauglich Das Buch
ist respektlos, witzig und elegant. Obwohl es auf 320 Seiten mal eben die
Geschichte der letzten 100 Jahre, die theoretischen Anregungen der neuen
sozialen Bewegungen und die Grundzüge der Postmoderne abhandelt, kann man
es auch noch abends im Bett oder in der Badewanne lesen.
Science-Fiction-Fans haben mehr Spaß dabei, aber auch die anderen sollten
es sich nicht entgehen lassen. In einem am modernen SF-Serienkonzept
geschulten Verfahren wird eine Mythologie eingeführt, von der aus die
wundersamsten Verzweigungen gefunden werden. Dass Voyager nich die dritte,
sondern die vierte Star-Trek-Serie ist (S.168) sollte für die nächste
Auflage aber bitte berücksichtigt werden.
Anhand des Sachgebietes nach
ähnlichen Büchern suchen: Andere Titel Geist
und Wissen, Reise,
Sport und Leben, Biographien
und Zeitgeschichte durchblättern.
|