Berufsfelder - Der Prozess der Berufsorientierung


Den Absolventen des Zwei-Fach-Bachelor Skandinavistik bieten sich berufliche Perspektiven bspw. im kulturellen Bereich (Kulturinstitute, Kulturämter, Museen, Literatur- und Filmfestivals), im Verlags- und Lektoratsbereich, als Übersetzer (jedoch nicht als Dolmetscher!), im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit (bspw. für Verbände, Kulturträger, öffentliche Einrichtungen), des Tourismus, der internationalen Organisationen, der Medien und des Journalismus, der Erwachsenenbildung und im Projektmanagement (im kulturellen, öffentlichen und wirtschaftlichen Bereich).
Hierfür sind die Absolventen der Skandinavistik – wie aller Geisteswissenschaften – besonders geeignet, da sie kommunikationsbegabte, organisationsfähige und reflektierte Allrounder mit einem Fachwissen über die Funktionsweise von Texten und menschlicher Kommunikation und Kultur sind.

Der Prozess der Berufsorientierung


Der Zwei-Fach-Bachelor Skandinavistik bildet nicht auf ein bestimmtes Berufsfeld aus, sondern breit. Es werden grundlegende wissenschaftliche Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen im skandinavischen Kontext erworben, die in einer Vielzahl von Berufsfeldern relevant sind.
Daher ist der Prozess der eigenen Berufsorientierung und Profilschärfung so wichtig, der bereits früh im Studium beginnen sollte. So können noch alle Weichen selbstbestimmt gestellt werden. Studierenden steht hierzu ein breites Angebot im Fach und durch den Career Service der WWU zur Verfügung.

  1. Zunächst sollten Sie für sich klären, was Ihnen für Ihr (Berufs-)Leben nach dem Studium wichtig erscheint, also wie und was Sie arbeiten werden möchten.
  2. Sodann sollten Sie immer wieder ihre im Studium und anderswo erworbenen Kompetenzen reflektieren: Was kann ich konkret? Wo habe ich diese Kompetenz erworben? Was kann ich im Studium oder anderswo noch trainieren? Sollte ich eine IT-Fortbildung im Rahmen der Allgemeinen Studien oder vielleicht ein Rhetorik-Seminar belegen? Wo kann ich in meinem Studentenjob weitere Kompetenzen erwerben? Gibt es vielleicht bei meinem Arbeitgeber oder an meinem Institut ein Projekt, in dem ich mitarbeiten kann? Kann ich nicht doch noch ein interessantes Praktikum absolvieren, auch wenn ich dafür keine Leistungspunkte bekomme?
  3. Wenn Sie wissen, was Sie wollen und was Sie können, dann verschaffen Sie sich einen Einblick in verschiedene dazu passende Tätigkeitsbereiche. Kommen Praxisvertreter an die Universität und halten einen Vortrag oder gar einen Praxisworkshop? Wo kann ich Fragen stellen und Kontakte knüpfen?

Individuelle Profilierungsmöglichkeiten


Während des Studiums haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihr individuelles Berufsprofil zusammenzustellen und auf konkrete Berufsfelder auszurichten: im Studium selbst, aber auch daneben und danach.

  • Im ZFB-Studium:

    Kombination der Studienfächer
    Eine wichtige Gestaltungsmöglichkeit Ihres Qualifikationsprofils bietet die Wahl zweier Bachelor-Fächer. Die beispielhafte Kombination der Skandinavistik mit den historischen Wissenschaften schafft eine gute Basis für eine Tätigkeit in Museen, während beispielsweise eine Kombination mit Politikwissenschaft den Zugang zu einer Tätigkeit in internationalen Organisationen ermöglichen kann.
    Studienschwerpunkte
    Auch schon im Zwei-Fach-Bachelor Skandinavistik ist bspw. eine Spezialisierung in der Literatur und Kultur des Mittelalters oder in der Literatur und Kultur der Neuzeit/Moderne möglich. Genauso können Sie sich entscheiden, ob Sie lieber Norwegisch oder Schwedisch als Zielsprache wählen möchten (für die andere entwickeln Sie ein passives Sprachvermögen).
    Praktika
    Praxiserfahrungen im Studium ermöglichen Ihnen das Kennenlernen möglicher Berufsfelder, Tätigkeitsbereiche und Arbeitgeber. Darüber hinaus sammeln Sie wertvolle Erfahrungen und Kompetenzen, die Ihnen Ihre berufliche Orientierung und damit oftmals auch den Berufseinstieg erleichtern.
    Abschlussarbeit
    Die Wahl des Themas der Bachelorarbeit verschafft Ihnen vertiefte Expertise in einem Wissensgebiet. Die Wahl der Methodik, wie Sie den Forschungsgegenstand bearbeiten, schärft Ihre Methodenkompetenz in einem Bereich.
    Allgemeine Studien
    Bis zu 20 Leistungspunkte können Sie im Rahmen der Allgemeinen Studien darauf verwenden, studienbegleitend Zusatzkompetenzen zu erwerben. Das können bspw. Fachkompetenzen in einem anderen Studiengang sein, weiterer Fremdsprachenerwerb (außerhalb des skandinavischen Sprachraums!) im Sprachenzentrum, aber auch EDV-, Methoden- und Sozialkompetenzen z.B. im ZIV, im Centrum für Rhetorik oder im Zentrum für Wissenschaftstheorie. Im Career Service können Sie neben Soft Skills auch Seminare besuchen, die Ihnen bei der eigenen Berufsorientierung und Zusammenstellung Ihres individuellen Profils helfen.

  • Neben dem ZFB-Studium:

    Nebentätigkeit
    Ob als studentische Hilfskraft, im Callcenter oder als Bedienung im Café – durch Nebentätigkeiten erwerben Sie nicht nur Nebeneinkünfte, sondern auch wertvolle Kompetenzen, die zu Ihrem individuellen Profil beitragen.
    Außeruniversitäres Engagement
    Als Trainerin der Handballjugend im Heimatort, als Kassenwart des Kaninchenzuchtvereins oder als Presseverantwortliche eines studentischen Vereins: Durch außeruniversitäres Engagement können Sie nicht nur methodische und soziale Kompetenzen erwerben und ausbauen, sondern übernehmen bereits viel Verantwortung und zeigen Eigeninitiative – hochgeschätzte Eigenschaften zukünftiger Arbeitnehmer!

  • Nach dem ZFB-Studium:

    Weiterqualifikation mit anschließendem Master-Studiengang
    Als Alternative zum direkten Berufseinstieg können Sie eine höhere Qualifikation durch ein ein- bis zweijähriges Masterstudium erlangen. Z.B. am Institut für Nordische Philologie mit dem Master „Skandinavische Studien“. Genauso können Sie im Anschluss auch andere Master-Studiengänge studieren.
    Volontariat
    Ein- bis zweijährige vergütete Volontariate sind heutzutage in den meisten Kultureinrichtungen, Medienunternehmen und im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nötig für den Einstieg.
    Fortbildungen
    Z.B. im Bereich der Öffentlichkeits- und Pressearbeit, im Marketing, dem Informationsmanagement, der Gruppenleitung und -moderation werden von privaten und öffentlichen Trägern Fortbildungen (auch studien- und berufsbegleitend) angeboten. So können Sie Ihr individuelles Profil auf ein bestimmtes Tätigkeitsfeld hin schärfen.