Tagungen und Workshops am Institut für Nordische Philologie

Am Institut finden regelmäßig Tagungen und Workshops statt, die sowohl von Lehrenden als auch von Studierende des Instituts organisieren werden. Neben Workshops von Studierenden für Studierende fanden Tagungen für Lehrende und Promovenden statt.

  • Tagungen 2012-2016

    12.05.2016 Workshop "The digital classroom - Präsentation und Diskussion der Online-Lehrformen Live Lecture und Glocal Classroom"

    Auf dem Workshop in Münster wurden von und mit den Lehrenden der Universität Malmö (Schweden) Möglichkeiten und neue didaktische Konzepte der Internet-basierten Lehre an Hochschulen präsentiert und diskutiert. Mitarbeiter der Universität Malmö stellten zwei Formen des digitalen Unterrichtens vor: Das von ihnen entwickelte Konzept der Live Lecture und das Konzept des Glocal Classroom.

    - Die Live-Lecture Plattform bringt Echtzeit Videostream und Live-Chat in einer selbstentwickelten Applikation zusammen und stellt eine open source Basis für die Interaktionen während der Vorlesung und Seminare dar.

    - Der Glocal Classroom (Global/Local) betont die Flexibilität und Mobilität des Lehrangebots: Durch verschiedene Stream-Qualitäten können Studierende mit fast allen Internetgeschwindigkeiten am Programm teilnehmen.

    Die Universität Malmö ist Vorreiter in der Entwicklung und Anwendung digitaler Lehrformen: Seit 16 Jahren bildet sie in Europas ältestem Master-Studiengang Communication for Development Studierende mittels/über digitaler Unterrichtsformen aus. Die Lehrenden der Universität Malmö präsentierten die von ihnen entwickelte Live Lecture Lernplattform und das Konzept des Glocal Classroom sowie die Möglichkeiten und Grenzen desselben. Es wurden Kernelemente für ein erfolgreiches Programm für Studierende und Lehrende vorgestellt, das ermöglicht eine richtige Balance zwischen offenen, flexiblen digitalen Werkzeugen, institutioneller Unterstützung und traditionellen Elementen akademischer Ausbildung zu finden.

    Referenten aus Malmö waren:

    - Prof. Dr. Magnus Nilsson, Professor für Literaturwissenschaft an der Fakultet för kultur och samhälle mit langjähriger Erfahrung mit Online-Seminaren; er ist im Sommersemester 2016 als DAAD-Gastdozent am Institut für Nordische Philologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
    - Dr. Tobias Denskus leitet den Master in Communication for Development und forscht zu humanitärer Kommunikation und sozialen Medien in der Entwicklungszusammenarbeit.
    - Dr. Michael Krona lehr in einem neuen online Master in Culture, Collaborative Media, and Creative Industries; er forscht zur digitalen Kommunikation des Islamischen Staates.
    - Mikael Rundberg, M.A., ist seit 2000 Interaktionsdesigner im Programm und leitet Projekte in der neu gegründetetn Medienwerkstatt der Universität Malmö.

    Organisation: Anna Frewer, M.A.; Tabea Rahma, M.A.

    Wir danken dem DAAD für die Förderung des Workshops im Rahmen der Gastdozentur von Professor Magnus Nilsson.


    Plakat Projekt 1814 Kulturwissenschaftliches Symposium
    © Institut für Nordische Philologie
    Plakat Projekt 1814 Kulturabend
    © Institut für Nordische Philologie

    "Projekt 1814" - Demokratisierung in Skandinavien und Europa
    Norwegen wird 200 Jahre alt - ein einschneidendes Ereignis in der Geschichte Skandinaviens und Europas

    Termin: Mittwoch, 14.05.2014

    Am 17. Mai 1814 gab Norwegen sich nach über 400-jähriger Personalunion mit Dänemark eine eigene Verfassung. Nach weiteren 91 Jahren der Personalunion mit Schweden folgte 1905 die endgültige Unabhängigkeit. Das interskandinavische "Projekt 1814" des Instituts für Nordische Philologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster thematisierte dieses Ereignis 200 Jahre später, am 14. Mai 2014, mit einem interessanten und vielfältigen Veranstaltungsprogramm.

    Programm

    Wir danken unserern Förderern: NORLA, Svenska Institutet, Styrelsen for Videregående Uddannelser

    Konzept: Magnus Enxing, M.A., Anna Frewer, M.A., Sandra Mischliwietz, M.A., Dr. Susanna Stempfle Albrecht

    Projektleitung: mag. art. Stig Toftgaard Andersen, Magnus Enxing, M.A., Anna Frewer, M.A., Sandra Mischliwietz, M.A., Dr. Susanna Stempfle Albrecht

    Projektkoordination: Dr. Susanna Stempfle Albrecht

    Projektmitarbeit: Tatiana Akulova, Andrea Bartkowiak, Linn Garel, Julia Thomalla, Lea Wolfram


    Plakat Knutsen-waerp
    © Institut für Nordische Philologie

    04.12.2012: Knut Hamsun Workshop

    (Organisation: Anna Frewer, M.A.)

    Am Dienstag, den 04.12.2012, fand am Institut für Nordische Philologie ein Hamsun-Workshop für Doktoranden, Magister- und Masterstudierende statt.

  • Plakat Studierendentagung Wikinger Oder Weichei
    © Institut für Nordische Philologie

    Tagungen 2008-2011

    06.07.2011: Studierenden-Tagung am Institut für Nordische Philologie

    (Organisation: Wiebke Denner, Matthis Kampmann, Christian Krosing, Anna Lübbering)

    Am 06.07.2011 fand am Institut für Nordische Philologie eine von Studierenden organisierte Tagung zum Thema "Wikinger oder Weichei? - Männlichkeitskonstruktionen in der skandinavischen Literatur vom Mittelalter bis heute" statt. Im Zuge der Veranstaltung hielten sechs Studierende aus Münster, Göttigen und Bonn Vorträge für interessierte Studierende des Fachs.

    Christian Krosing "Männlichkeitskonstruktionen in der Færeyínga saga"

    Matthis Kampmann "'Sie war so betrübt, sie hätt' zerspringen können' - Weibliche und männliche Helden in der eddischen Dichtung"

    Niels Penke "Mythos, Sagas, Männersache. Gattungspoetische Inszenierungen Ernst Jüngers"

    Anna Lübbering "Männlichkeit(en) in Hermann Bangs Haablose Slægter"

    Wiebke Denner "Männer, die Frauen machen, die Männer machen? Zum reziproken Verhältnis der Geschlechter in Stieg Larssons Män som hatar kvinnor"

    Milen Damyanov "Heterosexualität als Voraussetzung für Männlichkeit? Hermann Bangs Essay Gedanken zum Sexualitätsproblem"


    Plakat Skandinavische Subkulturen
    © Institut für Nordische Philologie

    8. überregionale skandinavische Promovierdendentagung

    (Organisation: Jenny Bauer, Anna Frewer, M.A., Sandra Mischliwietz, M.A.)

    Vom 27.05. bis 29.05.2011 fand in Münster die 8. überregionale skandinavistische Promovierendentagung statt.

    Auf der Tagung wurde DoktorandInnen der Skandinavistik die Möglichkeit geben, ihre Forschungsprojekte in offenem Rahmen vorzustellen und zu diskutieren. Idee der Tagung war es, methodische, sachliche und theoretische Fragestellungen gemeinsam zu erörtern.

    Hier nähere Informationen und ein detailliertes Programm: Programm

    • Birge Hilsmann (Münster): Brüder, Feinde, Freundinnen, Mütter - das Subjekt in der Uppsala-Romantik
    • Jenny Bauer (Kassel): Genderdynamik und geschlechtliche Grenzüberschreitung in Erzähltexten um 1900
    • Julia Langhof (Münster): Literatur, Erinnerung und Identitätsbildung: Norwegen im Fokus
    • Heike Reich (Frankfurt): Gunnar Ekelöfs poetische Ikonoklasmen
    • Sandra Mischliwietz (Münster): "Finns det inga arbetare?" - vom "seltsamen Tod der Klasse"
    • Jennifer Baden (Zürich): Formen und Strategien der Popularisierung von Wissen zur nordischen Mythologie
    • Astrid Marner (Bonn): Zitation und Substantiation: Autoritäten in der altnordischen Hagiographie am Beispiel der Jons saga Baptista 2
    • Hanna Mühlbauer (Freiburg): Stedshistorier - Verortung und Vernetzung von Natur und Kultur in norwegischer Lyrik

    Sentimentalitaet Und Grausamkeit
    © Institut für Nordische Philologie

    26.-28.11.2009: Internationale Konferenz
    "Sentimentalität und Grausamkeit. Poetische (De-)Figurationen von Emotionen und Emotionslosigkeit in der literarischen Moderne Skandinaviens und Deutschlands"

    (Organisation: Prof. Dr. Sophie Wennerscheid, Anna Frewer, M.A.)

    Vom 26. bis 28. November 2009 fand am Institut für Nordische Philologie / Skandinavistik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster eine von Frau Juniorprof. Dr. Sophie  Wennerscheid ausgerichtete internationale Konferenz zu Sentimentalität und Grausamkeit. Poetische (De-)Figurationen von Emotion und Emotionslosigkeit in der literarischen Moderne Skandinaviens und Deutschlands statt.

    Konferenzprogramm

    Die literarische Gestaltung von Emotionen, Affekten, Stimmungen ist für die Literatur der Moderne keine Selbstverständlichkeit. Der dissoziierte moderne Erzähler kann oder will Gefühle nicht mehr unmittelbar ausdrücken, sondern pflegt eine Ästhetik der Distanz, die sich bis zu grausamer Passivität steigern kann. Gleichzeitig forciert eine immer weiter fortschreitende Modernisierung das Bedürfnis nach nicht-rationalem, sentimentalisch-gefühlvollem „Welt- und Selbsterleben“, nach „Affektivität“ und „Leidenschaft“. Wie unter diesen Voraussetzungen Emotion und Emotionslosigkeit literarisch gestaltet, welche Emotionskonzepte entworfen und über welche Erzählinstanzen sie an den Leser vermittelt werden, wurde auf der Konferenz untersucht und diskutiert.

    Der konkrete Anlass einer solchen Konferenz lag in einem doppelten Jubiläum begründet: Das Jahr 2009 war nicht nur ein Knut Hamsun-Nachdenkjahr, sondern auch ein Hans Henny Jahnn-Jubiläumsjahr. Und für beide Autoren ist die Frage nach dem Umgang mit Emotion und Emotionslosigkeit von paradigmatischer Bedeutung. Denn ob nun Hamsuns Leutnant Glahn angesichts eines vertrockneten Astes in sentimentalische Tränen ausbricht oder Jahnns Perrudja Gewalt als vitale Notwendigkeit lebt, immer ist es das ganze, und vor allen Dingen das große Gefühl, das auf dem Spiel steht. Doch die scheinbare Authentizität dieser Gefühle erweist sich schnell als poetisch konstruiert und medial gebrochen. Das explizit nicht-humane, ästhetizistische, sie selbst stimulierende Gebaren der Figuren und Erzähler lässt sowohl Sentimentalität wie Grausamkeit als literarische Überbietungsstrategien sichtbar werden, die humanistisch-moralisches Denken radikal in Frage stellen. Wie diese Infragestellung ästhetisch, anthropologisch oder politisch zu bewerten ist, ist eine offene und spannende Frage. Die Konferenz möchte sich dieser Frage stellen und untersuchen, wie und mit welchen Konsequenzen das Spiel der Gefühle in der Literatur der Moderne ästhetisch wie ethisch gespielt wird. 

    Zur Konferenz ist ein Tagungsband erschienen:

    Sophie Wennerscheid (Hg.). Sentimentalität und Grausamkeit. Ambivalente Gefühle in der skandinavischen und deutschen Literatur der Moderne. (Skandinavistik. Sprache - Literatur - Kultur Bd. 8). Münster: LIT-Verlag, 2011.


    23.-25.10.2008: Internationale Tagung
    "Applikation der Netzwerk-Theorie auf die europäischen Literatur- und Kulturtraditionen des Mittelalters und der Moderne"

    (Organisation: Prof. Dr. Susanne Kramarz-Bein)

    Vom 23. bis 25. Oktober 2008 fand die von Frau Prof. Dr. Susanne Kramarz-Bein ausgerichtete internationale, interdisziplinäre Tagung zur "Applikation der Netzwerk-Theorie" statt, an der Gäste aus Dänemark, Italien, Frankreich, Belgien, Deutschland und den USA teilnahmen.
    Die Eröffnung der Tagung durch Prof. Dr. Susanne Kramarz-Bein und Frau Bürgermeisterin Beate Vilhjamsson fand im Picasso-Museum in Münster statt. Anschließend hielt Prof. Dr. Richard Gaskins (Waltham, USA) den Eröffnungsvortrag "Political Development in Early Iceland: Applying Network-Theory to the Sagas".

    Programm zur Tagung

    Zur Tagung ist ein Sammelband erschienen:

    Susanne Kramarz-Bein. Neue Ansätze in der Mittelalterphilologie / Nye veier i middelalderfilologien. Akten der skandinavistischen Arbeitstagung in Münster vom 24.- 26. Oktober 2002. Frankfurt a.M. / Berlin u.a. 2005 (= Texte und Untersuchungen zur Germanistik und Skandinavistik, Bd. 55).

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