Auch dieses Jahr veranstaltet unsere Fachschaft Nordische Philologie wieder das grandiose Midtsommar-Fest am Aasee, und zwar am Freitag, den 22.06.!
Nils Aulike liest Strindberg
11.6.2012 19.00 Uhr SpecOps, Von-Vinke-Straße 5-7 Münster
12.6.2012 20.00 Uhr Literaturhaus Kiel, Schwanenweg 13

Nils Aulike aus Kiel präsentiert am 11.6. unterschiedliche Texte des schwedischen Schriftstellers August Strindberg.
Strindbergs Werk zeichnet sich durch eine enorme Vielfalt aus, in der sich sein schriftstellerisches und journalistisches Können in ganzer Breite zeigt. Er schrieb Romane, Gedichte, Dramen, Artikel und Kritiken, und wenn er mal nicht schreiben konnte, dann malte er Bilder.
Strindberg war ein streitbarer und kritischer Autor, der nie müde wurde, sich in das gesellschaftspolitische Tagesgeschehen Schwedens einzumischen. So ist der auch ein wichtiger Zeitzeuge und Seismograph der schwedischen Gesellschaft in der Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts.
Strindbergs Werk ist stark von seinem Privatleben geprägt. So kann man sagen, dass Leben und Kunst eine fruchtbare Symbiose eingingen und Strindberg seine Kunst mit voller Intensität lebte und erlebte, was sich auch in seinem häufig beschriebenen, „fieberhaften“ Niederschreiben seiner Texte äußerte.
Um seiner schriftstellerischen Vielfalt möglichst gerecht zu werden, möchten wir an diesem Leseabend einen Querschnitt durch Strindbergs Schaffen präsentieren. Nils Aulike liest Ausschnitte aus der Autobiographie, aus Gedichten, Briefen, Romanen und einzelne, mittlerweile zu geflügelten Worten gewordene, Zitate von Strindberg.
Die beiden Schwedischlektoren Dr. Susanna Stempfle Albrecht (Münster) und Karl-Axel Daude (Kiel) werden durch den Abend führen und einzelne kurze Texte auf Schwedisch lesen. Am Ende dürfen gern Fragen gestellt werden, die wir dann gemeinsam diskutieren können.
Dauer ca. 1,5 Std.
Im Sommersemester präsentiert das Institut für Nordische Philologie fünf großartige Strindberg-Filmabende, jeweils bei uns in Raum 007:

Und hier noch mal in groß!

„Dies ist ein entsetzliches Buch“. August Strindberg: Schriftsteller, Künstler, Aufwiegler
August Strindberg (1849-1912) ist einer der einflussreichsten und bekanntesten schwedischen Autoren. Insbesondere seine Dramen (Fräulein Julie, Der Vater, Totentanz, Ein Traumspiel, Gespenstersonate u. a.) sind weltbekannt und haben vor allem das Moderne Amerikanische Drama nachhaltig beeinflusst. So lehnt Edward Albee sein absurdes Theaterstück Who is afraid of Virginia Woolf? an Strindbergs Totentanz an.
Zu Strindbergs umfangreichem literarischen Werk zählen aber auch Romane, Novellen, Essays, Briefe und autobiographische Schriften.
Auch als Maler, Illustrator, Wissenschaftler, Fotograf und vor allem Gesellschaftskritiker betätigte der „einsame Giftpilz“ sich zeit seines Lebens.
So prägte und dominierte er bis zu seinem Tod das literarische, kulturelle und gesellschaftliche Schweden. Durch Kontakte zu Künstlern in ganz Europa reichte sein Einfluss jedoch auch über Skandinavien hinaus.
Er legte sich nicht nur mit dem großen Ibsen an, sondern auch mit dem schwedischen Königshaus, der schwedischen Akademie und einflussreichen Personen der gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Ständig in Opposition zu allem wandte er sein eigenes Leben als Kunstwerk an und inszenierte sich selbst ständig neu.
Im Rahmen des Strindberg-Jubiläums 2012 präsentiert das Institut für Nordische Philologie in einer Ausstellung Werk und Person dieses Ausnahmekünstlers. Die Ausstellung findet im Rahmen des internationalen Strindberg-Jahres 2012 statt, das vom Schwedischen Institut, dem schwedischen Kulturrat und der Stadt Stockholm organisiert wird und Veranstaltungen auf der ganzen Welt umfasst.
Voraussichtlich vom 18.05. – 12.06. ist die internationale Wanderausstellung Strindberg in memoriam Teil der Ausstellung.
Institut für Nordische Philologie - Robert-Koch-Str. 29 - 48149 Münster
www.uni-muenster.de/NordischePhilologie
01.05.2012 - 13.07.2012
Öffnungszeiten: Di & Mi 9.30-18.00 Uhr, Do 9.00-16.00, Fr 9.00-14.00
Der Eintritt ist kostenlos. Plakat
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