Staubekämpfung in den Niederlanden
VII. Wie entstehen Staus?
VII.
Wie gesagt: Staus lassen sich
nicht auf eine Ursache allein zurückführen, sondern sind ein Produkt
zahlreicher, individueller Entscheidungen, zahlreicher, individueller
Autofahrer. Die wenigsten Niederländer machen sich Gedanken über die
richtige Route oder hören Verkehrsinformationen, bevor sie sich ins
Auto setzen. Gleichwohl könnte dies dazu beitragen, einige strukturelle
Staus – also Verkehrsstockungen, die sich jeden Tag zur gleichen Zeit
am gleichen Ort bilden – zu vermeiden. Strukturelle Staus machen laut
Verkehrsministerium ungefähr 70 Prozent der Verkehrsstockungen aus.
Spontane
Staus lassen sich so gut wie gar nicht vorhersehen. Es reicht, wenn
jemand auf einer stark befahrenen Autobahn kurz niest und bremst. Der
Fahrer hinter ihm muss auch bremsen, und der Folgende noch stärker. Wie
eine Ziehharmonika gerät jetzt der Verkehr ins Stocken und kommt
kurzfristig zum Erliegen. Anschließend fragt sich der im Stau stehende
Autofahrer: Warum war jetzt an dieser Stelle Stau?
Weitere
Staugründe sind natürlich Unfälle oder Schaulustige auf der
Gegenfahrbahn. Der niederländische Straßenbauherr Rijkswaterstaat
unterscheidet insgesamt drei Stautypen: Zum einen der langsam fahrende
Verkehr, der sich über mindestens zwei Kilometer erstreckt, und sich
mit 25 bis maximal 50 Kilometer die Stunde fortbewegt. Dann der ruhende
Verkehr, der auf mindestens zwei Kilometern Länge zum völligen Erliegen
gekommen ist. Drittens der langsam fahrende bis ruhende Verkehr, über
eine größere Strecke.
Autor: Andreas Gebbink
Erstellt: Dezember 2009
Links
Wichtige Links im Bereich Umwelt finden Sie unter Institutionen
Beratungsinstitut innerhalb des VenW, das Untersuchungen zur Infrastruktur in NL durchführt Kennisinstituut voor Mobiliteitsbeleid (KiM)
Nld. Verkehrsministerium Ministerie van Verkeer en Waterstaat (VenW)
Dossier über Staubekämpfung des nld. Verkehrsministerium Ministerie van Verkeer en Waterstaat (VenW)
Literatur
Alle bibliographischen Angaben des Dossiers finden Sie unter Bibliographie
Kennisinstituut Mobiliteitsbeleid (KiM): File-facts, Den Haag 2008. Onlineversion
Ministerie van Verkeer en Waterstaat (VenW) (Hrsg.): MobiliteitsAanpak, vlot en veilig van deur tot deur, Den Haag 2008. Onlineversion
Ministerie van Verkeer en Waterstaat (VenW) (Hrsg.): Mobiliteitsbalans 2009, Den Haag 2009. Onlineversion
Ministerie van Verkeer en Waterstaat (VenW) (Hrsg.): Nationale Mobiliteitsmonitor 2009, Amersfoort 2009. Onlineversion
Personen
Informationen zu Personen im Bereich Umwelt Personen A-Z
