Zweite Frauenbewegung in den Niederlanden


I. Einführung

Frauenbewegung
Frauenbewegte Demonstration in Amsterdam 1977, Quelle: NA/cc-by-sa

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre entwickelte sich international massenhafter Protest unter den jungen, meist gut ausgebildeten Frauen in den westlichen Gesellschaften. Es begann in den Vereinigten Staaten von Amerika: Hier erschien 1963 das berühmte Buch The Feminine Mystique von Beety Friedan. Die Schriftstellerin hatte über amerikanische verheiratete Frauen aus der Mittelschicht geforscht und rückte deren Unzufriedenheit ins Scheinwerferlicht. Diese Frauen lebten materiell gesehen meist in ansehnlichem Wohlstand, aber fühlten sich doch unglücklich, da sie keine Möglichkeiten hatten, sich neben der Versorgung von Haushalt und Kindern persönlich weiterzuentwickeln.[1]

Die Veröffentlichung von Friedan wirkte wie ein Katalysator für die Zweite Frauenbewegung in den Vereinigten Staaten. Die National Organisation for Women (NOW) wurde 1966 gegründet und zudem entstanden auch in der Bürgerrechtsbewegung der Vereinigten Staaten Mitte der sechziger Jahre feministische Gruppen. Diese Frauen bekämpften die damalige Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und forderten Gleichberechtigung an allen Fronten, sowohl in der öffentlichen als auch in der privaten Sphäre. Schnell breitete sich die Bewegung nach West- und Nordeuropa aus. In Groß-Britannien, Frankreich und Westdeutschland entstanden Brutstätten des weiblichen Widerstands, oft im Kielsog der Protestbewegungen der sechziger Jahre. Auch die Niederlande blieben nicht außen vor, wie im Folgenden gezeigt werden soll.

In Kapitel II wird die Entstehung der Zweiten Frauenbewegung in den Niederlanden skizziert. Kapitel III beleuchtet deren direkten Auftakt: Het onbehagen bij de vrouw (dt.: das Unbehagen der Frau)[2] und den Anfang der Zweiten Frauenbewegung Ende der sechziger Jahre. Kapitel IV geht auf die späten siebziger Jahre ein, als die Zweite Frauenbewegung auf ihrem Höhepunkt war. Kapitel V stellt eine Gewinn- und Verlustrechnung in den Bereichen Mentalität und Macht auf. Kapitel VI beschäftigt sich mit den achtziger Jahren, der letzten, pragmatischen Phase der Zweiten Frauenbewegung. Kapitel VII beleuchtet das Erbe des Frauenbewegungs-Feminismus. Zum Schluss handelt Kapitel VIII von der Situation der Frauenbewegung seit ihrem Höhepunkt bis zur Gegenwart.


[1]Friedan, Betty: The Feminine Mystique, Harmondsworth 1963, Kapitel 1 (Deutsch: Der Weiblichkeitswahn. Ein vehementer Protest gegen das Wunschbild von der Frau, Reinbek 1966).
[2]
Kool-Smit, Johanna Elisabeth (Joke): Het onbehagen bij de vrouw, in: De Gids Nr. 9/10 1967, Jg. 130 (1967), Amsterdam, S. 267–281, Onlineversion.

Autorin: Dr. Anneke Ribberink
Erstellt: Mai 2013


Literatur

Alle bibliographischen Angaben des Dossiers finden Sie unter Bibliographie

Friedan, Betty: The Feminine Mystique, Harmondsworth 1963.

Kool-Smit, Johanna Elisabeth (Joke): Het onbehagen bij de vrouw, in: De Gids Nr. 9/10 1967, Jg. 130 (1967), Amsterdam, S. 267–281, Onlineversion

Links

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