Essen in den Niederlanden


I. Einführung

Patat
Patat, Quelle: Knott/Fliegner

Betrachtet man die zahlreichen Variationen der Gerichte innerhalb der Europäischen Union, dann verwundert es, dass eine typische niederländische Küche kaum Erwähnung findet. Kochbücher mit italienischer, französischer, deutscher oder spanischer Küche sind beliebte Geschenke, doch verzweifelt sucht man nach Anleitungen für niederländische Gerichte. Böse Zungen behaupten gar, es gäbe keine niederländische Esskultur, ironisch verweisen sie dann auf frikandel und patat, letztere zweifelhafte kulinarische Errungenschaft wird gerne den Belgiern geklaut.

Nichtsdestotrotz gibt es sie, die schmackhaften ursprünglichen niederländischen Rezepte. Und manch einer wird im Verlauf dieses Dossiers erstaunt sein, welche Köstlichkeiten Holländer auch zu ihrem Kulturgut zählen, seien es die oliebollen, die bei keiner Silvesterparty fehlen dürfen; für viele Deutsche sind das die mit Zucker bestreuten Berliner, nur dass keiner bisher auf die Idee kam die oliebollen mit Marmelade oder anderen süßen tropfenden Inhalten zu füllen.

Ebenso wird der zuurkool einverleibt, sicherlich gehen 99% der Deutschen davon aus, dass Sauerkraut und Eisbein zu ihrer originellen Küche zählen.

Natürliche Nahrungsmittel haben unterschiedliche Bedeutungen: zunächst ernähren sie die Menschen in einer Region und je nach Möglichkeiten werden auf die Ressourcen vor Ort zurückgegriffen. Die Niederlande sind ein traditionsreiches Land und haben eine ausgedehnte Agrarwirtschaft. Gemüse und Fleisch spielen daher eine große Rolle.

Der niederländische Bauer kann seine Schafe und Kühe mittels Wassergräben friedlich weiden lassen. Oft sind die einzigen Zäune nur die Zufahrtswege, die mit einem kleinen Gatter versperrt werden. Außerdem wird das Land von viel Wasser umgeben und die zahlreichen Seen und Flüsse geben der Landschaft ihre typische Struktur und den Fisch und anderes Meeresgetier auf den Teller. Die Küstenregionen haben sich im Lauf der Jahrzehnte verändert und Deichbauten haben eine nachhaltige Wirkung auf die Fischerdörfer.

Autorin: Andréa Vermeer
Erstellt:
Juni 2009


Literatur

Alle bibliographischen Angaben des Dossiers finden Sie unter Bibliographie

Born, Wina: Het volkomen vleesboek, Amsterdam 1969.

Communicatie Bureau Hoep & Partners/ RIVM: Ons eten gemeten, Gezonde voeding en veilig voedsel in Nederland, Bilthoven 2004. Onlineversion

Venetië, Mariska van: Alles wat u beslist over Nederland moet weten, Amsterdam 2004.

Zudem befragte die Autorin rund 20 NiederländerInnen aus unterschiedlichen Provinzen, zur Wahrnehmung der holländischen Küche und Essgewohnheiten in den Niederlanden im Wandel der Zeiten.

Links

Wichtige kulturelle Links finden Sie unter Institutionen

"Essen und Trinken" in den Niederlanden. Dossier basiert auf "Twintig Eeuwen Nederland en de Nederlanders" des Waanders-Verlags 20 Eeuwen Nederland

Informationen über "Essen und Trinken" des Niederländisches Büro für Tourismus & Convention (NBTC) Holland.com

Personen

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