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Freek de Jonge

*Westernieland, 30. August 1944 - Kabarettist

Freek de JongeFreek de Jonge, Quelle: NA (933-4669)

Freek de Jonge, eigentlich Frederik Jan Georg de Jonge, ist ein kabarettistisches Urgestein in den Niederlanden. Seit über vierzig Jahren steht er auf der Bühne und es scheint, dass er mit zunehmendem Alter immer bissiger und besser wird.

Freek de Jonge begann seine Karriere mit Bram Vermeulen als Kabarettduo „Neerlands Hoop In Bange Dagen“. In dieser Besetzung trieb er das niederländische Kabarett zur Spitzenblüte. In sich geschlossene Geschichten mit wunderbaren Pointen, die das Fundament seiner spielerisch wirkenden Vorstellungen bilden.

Freek de Jonge wurde 1944 in dem kleinen Dorf Eenrum in Friesland geboren. Ein konservatives Nest, aus dem er zahlreiche Geschichten zu erzählen weiß. 1965 beginnt Freek de Jonge mit einem Studium in Amsterdam, aber es zeigt sich schnell, dass er nicht der eifrigste Student sein wird. De Jonge steckte seine Energie lieber in Auftritte. Die ersten Erfolge zeichneten sich 1969 ab, als er sein erstes abendfüllendes Programm mit Vermeulen gestalten durfte.

„Nederlands Hoop in Bange Tijden“ gibt dem niederländischen Kabarett ein neues Gesicht. De Jonge feuert eine Lachsalve nach der anderen auf das Publikum. Mit schneller Zunge und flinkem Pianisten erobert er die Herzen der Zuschauer. Es war die Zeit des Rock´n´Roll und Freek de Jonge wusste diese Musik hervorragend in sein Programm zu integrieren. Der gediegene französische Chanson hatte im Kabarett fortan ausgedient.

De Jonge hatte immer eine politisch eindeutige Haltung. 1978 prangerte er den niederländischen Fußballbund an, als er seine Mannschaft zur Weltmeisterschaft nach Argentinien schickte, obwohl dort ein strenges diktatorisches Regime herrschte. Die Mannschaft fuhr trotzdem, aber de Jonge hatte eine breite gesellschaftliche Diskussion losgetreten.

Seine erste Solo-Vorstellung hat de Jonge 1980 im Amsterdamer Theater Carré. Sein Programm „De Komiek“ bricht zum ersten Mal mit der Tradition der Stand up Comedy. De Jonge lässt fortan nicht nur einen Gag dem nächsten folgen, sondern verpackt seine Pointen in eine Geschichte, mit einem roten Faden. Er baut einen Spannungsbogen auf und verzweigt seine Rahmengeschichte auf erquickende Weise.

De Jonge ist immer auf der Suche nach neuen Formen, um Kabarett zu präsentieren. Er sagt, dass Kabarett mit dem Schreiben eines Romans zu vergleichen sei. Immer wieder werden neue Formulierungen gesucht, gefunden, verworfen.

Freek de Jonge ist noch immer einer der besten niederländischen Kabarettisten, der regelmäßig im Fernsehen zu sehen ist. 

Autor: Andreas Gebbink
Erstellt: März 2009


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