Die Niederlande und das Wasser
I. Einführung
Das Land zwischen Ems, Nordsee und den Deltaarmen der Schelde pflegt eine Beziehung zum Wasser, die weltweit einzigartig ist: Ein Viertel der Niederlande liegt unterhalb des Meeresspiegels –an nicht wenigen Orten führt das dazu, dass selbst Kanäle und Flüsse oberhalb der eigentlichen Landschaft verlaufen und deshalb von Dämmen eingefasst werden. Wer auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol landet, der betritt die Niederlande in einer Region, die noch vor rund 150 Jahren vier Meter hoch unter Wasser stand. An das nasse Element erinnert noch der Name des Flughafens: Schiphol bedeutet Schiffshölle, denn genau das war das Haarlemmermeer an dieser Stelle. Wenn dort und an allen anderen tief liegenden Regionen des Landes nicht ständig Wasser abgepumpt würde: Die niederländische Küste läge bald 60 Kilometer weiter östlich.
Es war keine Selbstverständlichkeit, dem Meer das Land abzuringen. Große Wasserbauprojekte waren dazu vonnöten: riesige Sperranlagen im offenen Meer – die Deltawerke – oder der Abschlussdeich, der seit den dreißiger Jahren quer durch die ehemalige Zuiderzee läuft, sind nur zwei herausragende Beispiele. Vorausgegangenen waren solchen Projekten oft schwere Sturmfluten.
Von und mit dem Wasser leben
Land der Seefahrer
Wadden & Water – Marsch & Wasser:
Projekt der EDR für Schülerinnen und Schüler
Die Begriffe Marsch und Wasser spielen in der Küstenlandschaft der Niederlande und Deutschlands eine große Rolle. Immer wieder taucht das Gebiet in den Nachrichten auf, doch vielen Menschen fehlt das Hintergrundwissen, um die Bedeutung dieser einmaligen Naturlandschaft einschätzen zu können.
Diesem Problem widmet sich ein Projekt in der Ems Dollart Region, das mithilfe einer Internetseite und einer CD-ROM die Mittelstufe in deutschen und niederländischen Schulen über das Watt und seine diversen Bewohner aufklärt. Gemäß dem Prinzip ‚spielendes Lernen’ bietet die Site einen virtuellen Spaziergang entlang der Küste, bei dem man sich Filme zu verschiedenen Themen ansehen kann. Darüber hinaus gibt es eine Bibliothek zum Nachschlagen von Begriffen rund um das Watt mit weiteren Literaturempfehlungen und Internetlinks, Textinformationen, graphischen Abbildungen und Fotos. Außerdem werden Empfehlungen für den Einsatz der Site oder der CD-ROM im Unterricht gegeben.
Autor: Christoph Podewils
Erstellt: Juni 2005
Aktualisiert: März 2008
Links
Wichtige Links im Bereich Geographie finden Sie unter Institutionen
Ausstellung über die Geschichte von Mensch und Meer, Deichbau und Landgewinnung im Ijseelmeergebiet. Direkt an die Ausstellung schließt die Batavia-Werft an. Nieuw Land Poldermuseum, Lelystad
Rund 130 Gebäude und Werkstätten aus der Zeit von 1880 bis 1932 sind im Freilichtmuseum zu besichtigen. Das Innenmuseum bietet Ausstellungen über die Einpolderungen und die Vereinigte Ostindische Compagnie (VOC). Zuiderzeemuseum Enkhuizen
Das Museum gibt Einblicke in die Seefahrtgeschichte der Niederlande und beleuchtet die Geschichte der Vereingten Ostindischen Compagnie und der Westindischen Compagnie. Niederländisches Schifffahrtsmuseum Amsterdam
Wasserthemenpark und Ausstellung über die Deltawerke, das Oosterschelde-Sperrwerk, Umwelt und Fischerei. Neeltje Jans, Burgh-Haamstede
Feste Ausstellung zu den Themen „Wasser und Natur“, „Wasser in den Niederlanden“, „Wasser und die Welt“. Interaktive Präsentationen und Wasserlabor. Wassermuseum Arnheim
Literatur
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