Nachrichten August 2017


WIRTSCHAFT: Der Umsatz der Supermarktkette Jumbo beträgt in diesem Jahr bereits 3,75 Milliarden Euro - Nun sind neue Innenstadtsupermärkte geplant

Veghel. EF/VK/NRC. 31. August 2017.

Die niederländische Supermarktkette Jumbo konnte bereits in der ersten Hälfte dieses Jahres große Erfolge verbuchen. Am Dienstag gab das Unternehmen bekannt, bereits im Jahr 2017 einen Umsatz von 3,75 Milliarden Euro erwirtschaftet zu haben. Doch nicht nur der Anstieg des Umsatzes ist für das Großunternehmen ein Grund zu feiern. Auch der stetige Ausbau der Jumbo-Filialen sorgt für eine größere Kundschaft. Zudem ist im Mai diesen Jahres die erste Jumbo-to-go-Filiale in Groningen eröffnet worden. Weitere Filialen sind bereits geplant.

Der Umsatz der Supermarktkette Jumbo stieg in der ersten Hälfte dieses Jahres bislang auf 3,75 Milliarden Euro an. Das bedeutet für das Unternehmen aus der Gemeinde Veghel einen Anstieg von über 4 Prozent im Vergleich zum Umsatz aus dem ersten Halbjahr des Jahres 2016. Betrachtet man den Online-Umsatz der Supermarktkette, stellt man fest, dass sich dieser im Vergleich zum Vorjahr bereits mehr als verdoppelt hat. Insgesamt zwischen 2 bis 3 Prozent des Umsatzes resultieren aus dem Online-Markt. Das bedeutet einen Online-Umsatz von 150 bis 200 Millionen Euro. Allerdings sei der Online-Handel trotz des gestiegenen Umsatzes noch nicht gewinnbringend. „Jede Woche schreiben wir wieder rote Zahlen“, sagt der Finanzdirektor der Supermarktkette Ton van Veen. Er ist jedoch davon überzeugt, dass der Online-Markt letztendlich Gewinne erziele.

Die Supermarktkette Jumbo verfügt in den Niederlanden über 580 Filialen, zählt mittlerweile mehr als 360 'pick-up-points', an denen Kunden ihre bestellten Einkäufe abholen können und stellt an 200 Stellen einen Lieferservice bereit, falls Kunden ihre Waren nach Hause geliefert haben möchten. Das Familienunternehmen aus der Provinz Brabant ist mit einem Marktanteil von 19 Prozent nach Albert Heijn (mit einem Marktanteil von 35 Prozent) die zweitgrößte Supermarktkette der Niederlande. Doch auf diesem Erfolg ruht sich das Großunternehmen nicht aus. Ganz im Gegenteil: Aktuell ist die Eröffnung von acht weiteren Niederlassungen geplant. Außerdem werden aktuell 32 bereits bestehende Supermärkte umgebaut, um nach eigenen Aussagen auf die neuen Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen zu können. „Frische, gesunde und ehrliche Nahrung spielen dabei eine wichtige Rolle, genauso wie der wachsende Bedarf an Komfort, meint Geschäftsführer Frits van Eerd. „Konsumenten möchten zu jeder Tageszeit Einkäufe erledigen können.“ Außerdem hofft Jumbo bald in Nieuwegein mit dem Bau eines neuen, vollautomatischen Vertriebszentrums beginnen zu können.

Die Supermarktkette möchte dem Kunden den Einkauf weiterhin durch die Eröffnung kleinerer Supermärkte in Zentren von Großstädten erleichtern. In diesem Sinne eröffnete Jumbo im Mai diesen Jahres ihren ersten kleinen Supermarkt in der Innenstadt von Groningen: den Foodmarkt City. Der Kunde wird hier neben notwendigen Lebensmitteln wie Zahnpasta auch mit frischen Säften, Pizzas, belegten Brötchen und Sushi versorgt. Eine Strategie, die bereits mehrere Supermärkte verfolgen, wie auch die Supermarktkette Albert Heijn. Diese sogenannten to-go-Filialen zeichnen sich darüber hinaus durch ihr geringeres Sortiment aus. Während ein Jumbo-Supermarkt dem Kunden im Durchschnitt rund 25.000 verschiedene Artikel anbietet, trifft der Kunde im Foodmarkt City lediglich 3.000 Artikel an.

Gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Bilanzen des ersten Halbjahres wurde bekannt gegeben, dass auch andere Städte wie Den Bosch, Eindhoven und Nijmegen noch in diesem Jahr mit einer Foodmarkt-City-Filiale rechnen können. Die Resultate aus Groningen seien schließlich vielversprechend, sagte Van Veen. Das neue Konzept der kleinen Innenstadt-Supermärkte, dass neben den Elementen eines gewöhnlichen Jumbo-Supermarkts auch Elemente aus dem Jumbo-Foodmarkt und der Restaurantkette La Place, die von Jumbo nach der Insolvenz von V&D aufgekauft wurde, erhält, boomt bei den Groninger Kunden. Insbesondere die Abteilung mit den frisch zubereiteten Snacks laufe besser als erwartet, so Van Veen. Lediglich die traditionelle Supermarktabteilung könne noch verbessert werden. „Wir stellen fest, dass der Kunde überrascht ist, dass er bei Foodmarkt City auch Zahnpasta und Bananen kaufen kann“, gab Van Veen zu. Der Name Foodmarkt City trage allerdings auch nicht dazu bei, den Kunden zu vermitteln, dass neben Snacks auch notwendige Lebensmittel in dieser to-go-Filiale angeboten werden. „In Groningen assoziieren die Menschen Foodmarkt City nicht direkt mit einem Supermarkt.“ Wie jedoch vermittelt man den Kunden das Konzept der Foodmärkte? Eventuell könne, so Van Veen, ein Hinweis auf den Namen Jumbo hier weiterhelfen. Wie genau der Name der neuen Innenstadtsupermärkte später lauten soll, stünde jedoch noch nicht fest.


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