Nachrichten Februar 2016


WIRTSCHAFT: KLM schreibt wieder schwarze Zahlen

Amersfoort. SW/VK/NRC. 19. Februar 2016.

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Die niederländische Fluggesellschaft KLM meldet das erste Mal seit 2010 wieder Gewinne, Quelle: wilco737/cc-by-nc-nd

Die niederländische Fluggesellschaft KLM meldet das erste Mal seit 2010 wieder Gewinne. Diese werden vor allem auf den schwachen Euro und sinkende Ölpreise zurückgeführt. Die Fluggesellschaft steht unter hohem Konkurrenzdruck von Billigfliegern einerseits und High-Class-Fluggesellschaften wie Emirates andererseits.

Die niederländisch-französische Fluggesellschaft KLM-Air France hat das erste Mal seit 2010 wieder Gewinne eingefahren, dies teilte die Fluggesellschaft während der Vorstellung des Geschäftsberichts am vergangenen Donnerstag in Paris mit. Die Gewinne für das Jahr 2015 betragen 118 Million Euro, für 2014 verzeichnete KLM-Air France noch einen Verlust von 225 Millionen Euro. Die positiven Zahlen übertreffen damit die Erwartungen der Experten. Die positive Entwicklung ist vor allem dem schwachen Euro und den niedrigen Ölpreisen geschuldet.

Auch der Umsatz von KLM-Air France hat sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Der Umsatz ist 2015 um 5 Prozent auf 26 Milliarden Euro gestiegen. Die Zahlen geben jedoch ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit, schreibt die Zeitung De Volkskrant. 2014 war der Umsatz von KLM-Air France durch wochenlange Pilotenstreiks in Frankreich um mehrere hunderte Millionen Euro eingebrochen. Eine ähnlich verzerrende Wirkung hatten die niedrigen Wechselkurse und die sinkenden Ölpreise im vergangenen Jahr. Durch die niedrigen Wechselkurse waren Tickets von KLM-Air France besonders für Amerikaner eine günstige Alternative. Durch die sinkenden Ölpreise hat KLM-Air France im vergangenen Jahr 6,7 Prozent an Ausgaben für Treibstoffe einsparen können. Treibstoff verursacht Schätzungen zufolge cirka 30 bis 40 Prozent der gesamten Kosten einer Fluggesellschaft.

Die traditionsreiche Fluggesellschaft befindet sich in einem starken Konkurrenzkampf mit anderen Fluggesellschaften. Auf Kurzstrecken muss KLM-Air France mit Billigfliegern wie RyanAir und EasyJet konkurrieren. International muss die niederländisch-französische Firma sich insbesondere mit arabischen Fluggesellschaften, wie Emirates, Qatar Airlines oder Etihad messen. Die Fluggesellschaften aus dem mittleren Osten werben mit niedrigen Preisen und hohen Standards. Um unter solchen Umständen konkurrenzfähig zu bleiben, versucht KLM-Air France schon seit einiger Zeit, seine Personalkosten für Piloten zu senken. Des Weiteren wurde viel in die Modernisierung der Flugzeuge und in die Ausstattung älterer Flugzeuge investiert.


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