Nachrichten Februar 2011
UMFRAGE: Keine Mehrheit für die Regierungsparteien
Den Haag. CK/TR/peil.nl. 24. Februar 2011.

Fast neun Monate nach den Parlamentswahlen sind am kommenden Mittwoch in den Niederlanden erneut die Wahllokale geöffnet. Dieses Mal werden die Vertreter der 12 niederländischen Provinzen, die sich in den so genannten Provinzialstaaten zusammenschließen, gewählt. Eine Wahl, die nur auf den ersten Blick allein von regionaler Bedeutung ist: Die Abgeordneten der Provinzialstaaten wählen die Vertreter der Ersten Kammer, die insbesondere bei der Verabschiedung von Gesetzesentwürfen eine wichtige Rolle spielt. (NiederlandeNet berichtete)
Diese Zahl ist vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Sitzverteilung in der Ersten Kammer interessant: VVD und CDA verfügen zurzeit zusammen über 35 Sitze; die PVV ist vor vier Jahren noch gar nicht zu den Wahlen der Provinzialstaaten angetreten und folglich auch nicht in der Ersten Kammer vertreten. Sie würde nun, den jüngsten Umfragen zufolge, als zweitstärkste Kraft (12 Sitze) hinter der VVD (14 Sitze) in das niederländische Oberhaus einziehen. Horrende Verluste – 9 anstelle von 21 Sitzen – hat indes der christlich-konservative CDA zu befürchten. Bei den Oppositionsparteien würde die sozialdemokratische PvdA die meisten Sitze erlangen (12 Sitze), gefolgt von der SP (7 Sitze).
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