Nachrichten November 2009
AUSZEICHNUNG: Von der Gablentz-Preis für Geert Mak und Rita Süssmuth
Amsterdam. CK/DIA/Nieuws.nl. 03. November 2009.
Der niederländische Schriftsteller
Geert Mak und die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth sind
gestern mit dem Von der Gablentz-Preis ausgezeichnet worden. Der mit
5.000,- Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre an einen Deutschen und
an einen Niederländer verliehen, die sich um die
deutsch-niederländischen Beziehungen verdient gemacht haben. In den
letzten Jahren hat der Preis einen stärkeren europäischen Charakter
erhalten. Namensgeber des Preises ist der inzwischen verstorbene
Diplomat Otto von der Gablentz, der in den 1980er Jahren Botschafter
der Bundesrepublik in den Niederlanden war und sich insbesondere für
die deutsch-niederländischen Beziehungen und die europäische
Vereinigung eingesetzt hat. Zu den bisherigen Preisträgern gehören
unter anderem Wolfgang Clement und die niederländische Schriftstellerin
Tessa de Loo.
Geert Mak, unter anderem für sein Werk „In Europa“
bekannt, wird für seinen jahrelangen Einsatz für den europäischen
Gedanken geehrt: „Sein Werk ist von unschätzbarem Wert für das noch
immer fragile europäische historische Bewusstsein,“ heißt es in der
Begründung der Jury unter Leitung von Ex-Ministerpräsident Wim Kok.
Dieses historische Bewusstsein spielte folglich auch in der gestrigen
Dankesrede des Autors eine wesentliche Rolle, die er mit einem Zitat
Otto von der Gablentz enden ließ: „Das Leben geht weiter, aber es
bleibt nur menschlich, wenn die Vergangenheit lebendig bleibt.“
Rita Süssmuth wurde für ihren unermüdlichen Einsatz für die Integration zwischen den Bewohnern der verschiedenen europäischen Länder geehrt. Als Vorsitzende des deutschen Lenkungsausschusses der Deutsch-Niederländischen Konferenz setzt sie sich insbesondere für die Beziehung zwischen den beiden Nachbarländern ein. Erstmals wurde gestern auch der Von der Gablentz Studienpreis verliehen, eine Auszeichnung für junge Wissenschaftler, die sich in ihrer Forschung in einer besonderen Form mit Europa oder den deutsch-niederländischen Beziehungen auseinandergesetzt haben. Der Preis ging in diesem Jahr an den Niederländer Luuk van Middelaar.
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