Nachrichten September 2006


AFGHANISTAN: Niederländischer Pilot verunglückt

Kabul/Den Haag. AB/VK. 01. September 2006

Ein 29-jähriger Pilot der Königlichen Luftwaffe ist am gestrigen Donnerstag bei einem Einsatz über Afghanistan ums Leben gekommen. Sein F-16 Kampfflugzeug stürzte aus noch ungeklärter Ursache ab. Das Verteidigungsministerium geht von einem Unfall aus. Das Jagdflugzeug flog, laut Generalmajor Eikelboom, gemeinsam mit einer zweiten niederländischen F-16 Maschine in einer so großen Höhe, dass man einen Abschuss ausschließen könne. Die Gegner würden nicht über Waffen verfügen, die diese Höhe erreichen könnten. Die NATO gab an, dass der Pilot rund 7 Uhr, kurz bevor das Flugzeug abstürzte, einen Notruf absetzte, aber keine feindlichen Aktivitäten meldete. Die beiden Maschinen waren von ihrer Basis in Kabul unterwegs in den Süden Afghanistans, wo sie Bodentruppen der ISAF unterstützen sollten.

Das Flugzeug verunglückte in unwegsamen Gebiet in der Provinz Ghazni, 170 Kilometer nördlich von Tarin Kowt, der Hauptstadt der Provinz Uruzgan. Ein amerikanisches Rettungsteam traf als erstes am Unglücksort ein und barg den Leichnam des Piloten. Die Niederlande schicken eine Untersuchungskommission zum Ort des Absturzes. Diese soll unter anderem feststellen, ob mit dem Kraftstoff der Maschine alles in Ordnung war. Die Luftwaffe wird nun ein Ersatzflugzeug nach Afghanistan schicken. Der Pilot ist das dritte Todesopfer, das die niederländischen Truppen in Afghanistan zu beklagen haben. Ende Juli kamen zwei niederländische Soldaten bei einem Hubschrauberunglück in der östlichen Provinz Paktia um.

 


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