Nachrichten März 2006


BILDUNG: Niederländisch für Deutschsprachige

Amsterdam. KA/DM. 29. März 2006

„Ik ben Jana. Ik kom uit Duitsland. En ik wil graag Nederlands leren.“ „Ich bin Jana. Ich komme aus Deutschland. Und ich möchte gern Niederländisch lernen.“ Diese Worte hat Jana Wieder schon oft gesagt. Aber die Lehrerin vorne an der Tafel will sie immer wieder hören. Denn auch wenn die Vokabeln der Deutschen keine Probleme bereiten: Bei der Aussprache hapert es noch. Seit drei Tagen sitzt Jana Wieder nun im Anfängerkurs am Goethe-Institut in Amsterdam. Gemeinsam mit ihren Mitschülern lernt sie „Niederländisch für Deutschsprachige”. Ein Intensivkurs über zwei Wochen. Jeden Tag sechs Stunden Grammatik, Vokabeln – und vor allem diese komischen „ui“- und „g“-Laute, die einem Deutschen nur schwer über die Lippen kommen.

Intensivkurs Niederländisch? Wozu eigentlich? Schließlich kann doch fast jeder Holländer Englisch sprechen. Oder Deutsch. Oder sogar beides. Aber die Zeiten haben sich geändert. Während immer weniger Niederländer Deutsch lernen, pauken immer mehr Deutsche Niederländisch. Mit etwa fünf Prozent ist die Arbeitslosigkeit bei den Niederländern nur halb so hoch wie in Deutschland. Vor allem im Baugewerbe gibt es noch einige vakante Stellen. Handwerker, Ingenieure, Architekten, aber auch Computer-Experten haben gute Chancen auf einen festen Job. Und wer hier leben und arbeiten will, der sollte natürlich auch ‚een beetje Nederlands praten’ können.

 


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