Nachrichten August 2006


AFGHANISTAN: Balkenende zu Besuch bei den Truppen in Uruzgan

Tarin Kowt. AB/VK. 28. August 2006

Premierminister Balkenende traf am Samstag zu einem überraschenden Besuch bei den niederländischen Truppen in der afghanischen Provinz Uruzgan ein. Er wurde von hunderten von Soldaten begrüßt und sagte: "Wir haben diesen Einsatz in Den Haag beschlossen, aber die schwere Arbeit wird von euch geleistet. Ich bin hier um als Premier von den Niederlanden zu sagen: Ich habe großen Respekt vor euch. Und ich bin stolz." Bei einem kurzen Rundgang auf der Basis Tarin Kowt wurde Balkenende über den bisherigen Verlauf der Wiederaufbaumission, die Anfang August begonnen hatte, unterrichtet. Die Botschaft war, dass der Einsatz besser verläuft, als man vorher angenommen hatte.

Niederländisches Militär patrouilliert zu Fuß in der direkten Umgebung beider Camps in Uruzgan. In die entlegeneren Dörfer fahren die Soldaten mit ungepanzerten Jeeps. Sie werden überall freundlicher empfangen als gedacht. In den angrenzenden Provinzen Kandahar und Helmand hingegen ereignen sich laut NATO täglich acht bis zwölf Zwischenfälle. Die niederländische Militärleitung in Afghanistan rechnet daher auch damit, dass die NATO die Niederländer um Unterstützung der anderen Bündnistruppen in diesen Provinzen bitten wird. Auch auf den Flugplätzen in Kandahar und in Kabul, wo weitere Miltitärflieger und unterstützende Truppen angesiedelt sind, war Balkenende voller Lob für die niederländischen Soldaten: "Es wird oft gefragt: Wer sind die Helden unserer Zeit? Meistens sind es Sportler. Aber im Namen des Kabinetts sage ich: Eure Arbeit ist genauso bemerkenswert!"

Balkenende hatte sich unangekündigt einem Arbeitsbesuch des Staatssekretärs Cees van der Knaap und einiger Generäle angeschlossen. Nach seinem zweistündigen Aufenthalt bei den Truppen traf er den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai in Kabul zu einem kurzen Gespräch. Karsai dankte den Niederlanden im Namen des gesamten afghanischen Volkes für ihren großen Beitrag zur Sicherheit und Entwicklung des Landes. Er erinnerte an die 350 Millionen Euro Entwicklungsgeld, die die Niederlande in den letzten drei Jahren an Afghanistan gezahlt hatten und freute sich über die 1500 Militärs, die nun in Uruzgan stationiert sind.

 



Newsletter

Tragen Sie sich hier in den E-Mail-Verteiler ein:


  • RSS-Feed
  • Facebook
  • Twitter
  • RSS-Feed

Impressum | © 2013 NiederlandeNet
NiederlandeNet
Alter Steinweg 6/7
· 48143 Münster
Tel.: +49 251 83285-16 · Fax: +49 251 83285-20
E-Mail: nlnet@uni-muenster.de