Nachrichten November 2004
TRAUER: Feier für Theo van Gogh
Amsterdam. KA/NOS. 10. November 2004.
„Wir sind hier zusammen gekommen, weil unser lieber Sohn tot ist. Er wurde ermordet“, mit diesen Worten begann gestern die Mutter des verstorbenen Filmregisseurs Theo van Gogh, Anneke van Gogh, ihre Traueransprache in Amsterdam. Über 500 Freunde und Familienangehörige nahmen von dem 47-Jährigen Abschied. Seine beiden Schwestern, Jantine und Josine, erinnerten sich an sehr persönliche Begebenheiten mit ihrem Bruder. Wie er zu Weihnachten einen riesigen Weihnachtsbaum besorgt hatte, der noch nicht einmal durch die Tür passte. Oder dass sie seine „Bärenumarmung“ sehr vermissen werden. Die Mutter van Goghs richtete sich während ihrer Ansprache auch an die Politiker-Freundin Ayaan Hirsi Ali, welche gemeinsam mit Van Gogh den islamkritischen Film „Submission“ gedreht hatte: „Liebe Ayaan, dich trifft keine Schuld. Du musst dafür sorgen, dass Theo nicht vergessen wird. Freiheit gehört nicht den ängstlichen Menschen.“ Die Trauerfeier für Van Gogh wurde live im niederländischen Fernsehen übertragen und kann im Internet über einen Video-Stream noch mal verfolgt werden.
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