Institut für Mineralogie
Corrensstraße 24 D-48149 Münster
Tel.: +49 251 83-33464
Fax: +49 251 83-38397
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Wer sind wir?

Das Institut für Mineralogie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist sowohl in der Forschung als auch in der Lehre innerhalb des Studiengangs Geowissenschaften vertreten. Der neue Studiengang Geowissenschaften vereint die Lehrinhalte der früheren Diplomstudiengänge Geologie-Paläontologie sowie Mineralogie und trägt der zunehmenden Interdisziplinarität in den Geowissenschaften Rechnung.


Finden kann man uns in der Corrensstrasse 24 (Lageplan), eine Personenverzeichnis gibt es hier. Fragen zum Studiengang können gerichtet werden an Dr. Michael Bröcker (email: michael.broecker"at"uni-muenster.de) und Dr. Patricia Göbel (email: pgoebel"at"uni-muenster.de). Natürlich stehen auch die anderen Mitarbeiter gerne Rede und Antwort. Am besten ist es, die jeweilige Person nach der Vorlesung/Übung anzusprechen oder aber einfach vorbeizukommen.


Was machen wir?


Sagen wir zuerst, womit Mineralogie NICHTS zu tun hat: Sie hat nichts zu tun mit Mineralöl, Mineralwasser, Mineraltabletten aus der Apotheke, Mineralienbörsen und Mineralienständen auf Flohmärkten - so wie die Biologie nichts zu tun hat mit Gärtnereien, Gemüse- und Tierhandlungen. Die Mineralogie ist auch keine Museumswissenschaft, die sich mit dem Sammeln, Katalogisieren und Ausstellen von "Steinen" beschäftigt, was andererseits auch keinen Mineralogen daran hindert, sich an der Schönheit der Mineralienwelt zu erfreuen.


Die Mineralogie ist eine interdisziplinäre experimentelle Naturwissenschaft, die Physik, Chemie und Geologie verbindet. Die Mineralogie beschäftigt sich mit den Eigenschaften und der Entstehung von natürlichen Festkörpern. Von besonderem Interesse sind die physikalischen Eigenschaften, die chemische Zusammensetzung, die Kristallstruktur, das Vorkommen und die Verbreitung von Mineralen und deren Entstehung in der Natur und der physikalischen und chemischen Bedingungen die zur Bildung und Zerstörung von Mineralen führen.


Da alle festen Bestandteile des Universums aus Mineralen bestehen, ist die Mineralogie eine fundamentale Naturwissenschaft mit weitreichender Bedeutung. Die Objekte der Untersuchung umfassen Materialien, die unserer Erde entstammen, Proben die von Menschen und Maschinen auf anderen Himmelskörper gesammelte werden, Meteroiten und Sternenstaub. Neben diesen natürlichen Produkten beschäftigt sich Mineralogie in zunehmendem Maße auch mit verschiedenartigen technischen Produkten, die Eigenschaften von Mineralen besitzen.

Wieso befassen sich moderne Geowissenschaftler mit dem Studium der Minerale?

  • Minerale sind die Grundbausteine aller Gesteine und somit der Erde und der Planeten.

  • Kenntnis der Mineralogie ist Grundlage für das Verständnis geologischer Prozesse und somit der Bildung und Veränderung der Erde und der Planeten mit der Zeit.

  • Viele Minerale haben ökonomische Bedeutung und sind unverzichtbar für eine moderne Industriegesellschaft.

  • Das Leben auf der Erde ist direkt mit der Bildung und Veränderung von Mineralen an der Erdoberfläche verknüpft.

  • Minerale geben wichtige Anregungen zur Entwicklung von technisch bedeutungsvollen Festkörpern (z.B. Metalle, Halbleiter, Baumaterialien, Gläser, Keramiken)

Mineralogie heute


Die Mineralogie hat sich aus einer beschreibenden Wissenschaft heraus entwickelt und arbeitet heute vor allem analytisch und experimentell. Viele Analysenmethoden wurden entwickelt, um mineralogische Fragestellungen bearbeiten zu können. Dazu gehören z.B. die Mikrosonde, mit der zerstörungsfrei Punktanalysen an Mineralen durchgeführt werden und das Massenspektrometer, mit dem Isotopenverhältnisse von Elementen bestimmt werden.


Für die Simulation natürlicher Prozesse wurden in der Mineralogie experimentelle Techniken entwickelt, um Druck- und Temperaturbedingungen, wie sie im Erdinnern herrschen, im Labor zu simulieren. Weiterhin werden modernste Methoden und Verfahren aus der Chemie und der Physik für mineralogische Fragestellungen angepaßt. Die durch das Studium natürlicher Materialien gewonnenen Erkenntnisse finden ihre technologisch und wirtschaftlich Anwendung in Bereichen wie der Materialkunde, der Rohstoffsicherung und -verarbeitung, der umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung von Materialien sowie der Entwicklung neuer Werkstoffe und Analyseverfahren.



Der neue Studiengang Geowissenschaften vereint die Lehrinhalte der früheren Diplomstudiengänge Geologie-Paläontologie sowie Mineralogie. Am Mineralogischen Institut der Universität Münster liegen die Schwerpunkte in Forschung und Lehre in den Bereichen Petrologie, Geochemie, Kristallographie, technische Mineralogie sowie der Chemie von Festkörperoberflächen. Eine Spezialisierung in diese Fachrichtung kann im Rahmen des B.Sc. und M.Sc.-Studiums Geowissenschaften an unserem Institut erfolgen.




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