Zweifacher Ministerbesuch auf der Hannover Messe

Impressionen Hannover Messe
© WWU / MEET

Am NRW-Gemeinschaftsstand in Halle 2 präsentierte sich das MEET Batterieforschungszentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster auf der Hannover Messe 2016. Genauso wie zahlreiche Interessierte aus Wissenschaft und Industrie haben auch NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin das MEET auf der Hannover Messe besucht und einen Einblick erhalten in die Arbeit des Batterieforschungszentrum, das auf Energiematerialien und Zelltechnologie spezialisiert ist.

Die Verfügbarkeit leistungsfähiger elektrochemischer Energiespeicher für mobile und stationäre Anwendungen spielt für die Energiewende eine zentrale Rolle. Energiedichte, Leistung, Sicherheit und Lebensdauer gilt es zu erhöhen, während gleichzeitig Recyclingfähigkeit und Kosteneffizienz nicht zu vernachlässigen sind. Der Schlüssel dazu liegt in den Ausgangsmaterialien: „Das Ziel der Forschung am MEET ist das Design neuartiger Aktiv- und Nichtaktivmaterialien“, so Prof. Dr. Martin Winter, wissenschaftlicher Leiter des MEET. Neben der etablierten Lithium-Ionen-Technologie arbeitet das Team auch an Systemen der sogenannten „Nächsten Generation“, wie Lithium-Luft- oder Lithium-Schwefel.

Ein Highlight des Messestandes stellt 2016 die Präsentation der Pilotfertigungsanlagen dar. Während am MEET ein besonderer Fokus auf der grundlegenden Materialforschung liegt, wird nicht nur im Labormaßstab geforscht. Stattdessen wird die gesamte Prozesskette der Batteriezellfertigung – vom Rohmaterial bis zur fertigen Zelle – auch im Technikumsmaßstab abgebildet. So können vielversprechende Materialsynthesen hochskaliert werden und die verschiedenen Komponenten im Gesamtsystem „Zelle“ charakterisiert werden. Die Zellen können in den Formaten von Pouchzellen oder 18650-Rundzellen im Technikum des MEET an zwei Batteriefertigungslinien hergestellt werden – und das mit einer Produktionskapazität von bis zu 200 Zellen pro Woche.