Portfolios in der Lehrerausbildung

Portfolios werden eingesetzt, um als Dokumentations- und Präsentationsinstrumente den individuellen Lernprozess abzubilden und den Lernenden die Möglichkeit zur Reflexion ihres eigenen Lernfortschritts zu bieten. In NRW sind im neuen Lehrerausbildungsgesetz (LABG) Praxisphasen-Portfolios als verbindlicher Bestandteil der universitären Ausbildung und der 2. Phase der Ausbildung (Referendariat) vorgeschrieben.

Für alle Studierenden nach LABG 2009 Plficht
Das Führen eines Portfolios über die Praxisphasen nach LABG 2009 ist gesetzlich festgelegt. Das bedeutet für Sie: Wenn Sie mit dem WS 11/12 oder später ein Lehramtsstudium begonnen haben, sind Sie verpflichtet die praktischen Anteile Ihres Studiums in Form eines Portfolios dokumentieren. An der WWU wurde zu diesem Zweck das PePe-Portfolio entwickelt.

NEU! PePe-Portfolio-Beratung
Mit Beginn des Sommersemesters 2013 gibt es eine regelmäßige Gruppenberatung zum Umgang mit dem PePe-Portfolio. Hier können Sie hier all Ihre Fragen zu Aufbau und Funktion des Portfolios, aber auch konkrete Fragen und Probleme in Bezug auf den Schreibprozess mit uns klären. Im gemeinsamen Gespräch und mittels praktischer Übungen stehen wir Ihnen zur Seite, damit Sie das Portfolio gezielt für sich nutzen können!
Alle Informationen zum PePe-Portfolio im Überblick

Ihr Weg zum PePe-Portfolio
Das PePe-Portfolio setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen:
- ein Ordner mit farbigen Registern
- Einlegeblätter mit Reflexionsimpulsen und Lernaufgaben
Den Ordner mit farbigen Registern können Sie in der Universitätsbuchhandlung Krüper, Frauenstraße 42, zu einem Preis von 5 Euro erwerben. In diesem Semester können die Ordner nur an Erstsemester des WS 2012/13 abgegeben werden. Beim Kauf müssen Sie Ihren Studierendenausweis/Ihre Studierendenkarte vorlegen.
Universitätsbuchhandlung Krüper
Lageplan der Buchhandlung

Funktionen und Ziele
Funktionen und Ziele des PePe-Portfolios
Mit dem PePe-Portfolio, dem Praxisphasen-Portfolio der WWU, möchten wir Ihnen die Vorteile eines offen
strukturierten Portfolios zur Verfügung stellen. Das PePe-Portfolio bietet Ihnen konkret folgende Möglichkeiten auf dem Weg zum Lehrerberuf an:
- Dokumentation Ihrer gesamten Praxiserfahrungen (im Orientierungspraktikum/Berufsfeldpraktikum/Praxissemester).
- Erarbeitung eines professionellen Berufsbildes durch den systematischen Erwerb von berufsspezifischen Kompetenzen, die Sie, in sechs Handlungsfelder unterteilt, im Portfolio kennen lernen werden.
- Entwicklung Ihrer persönlichen Lern- bzw. Berufsbiographie durch die Sichtbarmachung Ihrer gesammelten Erfahrungen in Form von aufgezeichneten Beobachtungen, Lerntagebucheinträgen, Berichten, Leistungen aus den Begleitveranstaltungen etc.
Am Ende Ihres Studiums ermöglicht Ihnen das PePe-Portfolio als umfassendes Produkt gezielt nachzuvollziehen, welche berufsspezifischen Erfahrungen Sie gesammelt und welche neuen Kompetenzen Sie erworben haben.
Das PePe-Portfolio - ein phasenübergreifendes Gemeinschaftsprodukt
Am PePe-Portfolio haben verschiedene Akteure von lehrerausbildenden Institutionen im Regierungsbezirk Münster mitgewirkt. Das PePe-Portfolio ist ein Gemeinschaftsprodukt von Mitarbeiterinnen des ZfL, Lehrenden der Universität, Fachleiter/innen aus den Zentren für schulpraktischen Lehrerausbildung (ZfsL), Lehrer/innen und der Bezirksregierung Münster.
Mehr Informationen zu Aufbau und Funktion des PePe-Portfolios

Aufbau
Aufbau
Der Geschütze Bereich
Der Geschützte Bereich dient primär der Reflexion Ihrer eigenen Erfahrungen, der eigenen Lernbiografie und des individuellen Lernprozesses – vor, während und nach den einzelnen Praxisphasen. Auf diesen Bereich hat niemand Zugriff außer Ihnen selbst! Es geht also darum, dass Sie einen Ort finden, an dem Sie Unterlagen niederlegen können, die Sie auf Ihrem Weg zum Lehrersein für wichtig erachten, aber mit niemandem teilen möchten.
Der Offene Bereich
Der Offene Bereich ist als dialogisches Portfolio gestaltet. Das bedeutet, dass Sie in einen kommunikativen Austausch über Ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen – wahlweise mit Lehrenden aus der Hochschule, der Schule oder mit anderen Studierenden – treten. Selbst- und Fremdwahrnehmung(en) können auf diese Weise miteinander verglichen werden.
Dokumentationsbereich
Im Dokumentationsbereich legen Sie schließlich alle Nachweise nieder, die Sie gemäß Ihrer Studienordnungen für die Praxisphasen zu erbringen haben: Modulnachweise, Praktikumszeugnisse und alle weiteren Dokumentationen mit offiziellem Charakter. Andererseits werden hier auch die Arbeiten zum jeweiligen Praktikum abgebildet (im OP und BFP: Theoriebasierte Praxisreflexion, im Praxissemester: der Praxissemesterbericht).
Zusatzmaterialien
Im Bereich Zusatzmaterialien können Sie Informationen und eigene Reflexionen zu verschiedenen Profilbildungsmöglichkeiten sammeln.

