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DR.
DOMINIK BERTRAND-PFAFF
Forschungen
Martin
Deutingers Ethik und Ästhetik
(Dissertation)
Das
Forschungsprojekt macht sich das Anliegen zu eigen, das Verhältnis von
Ethik und Ästhetik an einem historischen Vorbild zu untersuchen. Darin
spiegelt sich zugleich das Interesse unserer Zeit an ethischen Modellen
wieder, die sich in ein Verhältnis zu setzen versuchen mit der ästhetischen
Form, wie es vor allem Michel Foucault mit seinem Programm einer Ästhetik
der Existenz formuliert hat.
Die
ästhetisch geführte Suche nach ethischen Modellen gehört zu der Frage des
guten Lebens. Mit diesem allgemeinen Anliegen sind besondere verbunden:
sie beziehen sich auf das Konzept der Person, des Subjekts, des Selbstbewusstseins.
Es wird zu untersuchen sein, wie sich das Verhältnis zwischen Ethik und
Ästhetik mit den letztgenannten Konzepten vermitteln läßt, wobei es sich
anbietet, Ästhetik als Form und Ethik als Inhalt menschlicher Praxis zu
betrachten.
Dazu
bedarf es auch historischer Studien zu Autoren, die diese Ideen und Konzepte
in den Mittelpunkt stellen. Die starke Betonung sowohl der Kunst als auch
der Moral bei Martin Deutinger (1815 - 1864) lassen diesen als besonders
geeignet für die hier skizzierte Fragestellung erscheinen.
Bisherige
Arbeiten haben die Bedeutung der Person und des Subjekts für das Denken
Martin Deutingers hervorgehoben. Auch das Erkenntnisinteresse des Forschungsprojekts
wird sich an diesen beiden Strängen entlang entwickeln. Das ethische Interesse
an Person und Subjekt offenbart die Suche nach der Identität des ‘Ich’,
die durch ständige Veränderungen, denen das Individuum ausgesetzt ist,
gestört zu sein scheint. |