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DIPL. THEOL. DIRK VAN DE LOO
Forschungen

Eine Philosophie der Frömmigkeit (Dissertationsprojekt)

Dass etwas so durch und durch Subjektives wie Akte und Artefakte der eigenen Frömmigkeit geltungstheoretisch für die Verantwortung des christlichen Glaubens von höchstem Belang sind, ist die Ausgangsthese dieser Arbeit. Dabei bietet die Aufarbeitung einerseits der Innsbrucker Verkündigungstheologie der 1930er Jahre und andererseits der "Poetischen Dogmatik" des Kölner Theologen Alex Stock reichhaltiges empirisches Material wie auch die theoretische Durchdringung der Reichweite dieser These. In Auseinandersetzung mit diesen beiden theologischen Denkformen sollen spezifisch ästhetische Argumente eingebracht werden in die derzeitige Debatte um eine erstphilosophische Verantwortung des Glaubens. Diese ästhetische Dimension geltungstheoretisch als "Philosophie der Frömmigkeit" in Anspruch zu nehmen ist Ziel des Dissertationsprojektes.

 

Bildtheologie
 

Die Arbeiten im Sonderforschungsbereich kreisen ebenfalls im Anschluss an den Kölner Theologen Alex Stock um die Fragen nach den spezifischen Möglichkeiten der Theologie, einen Beitrag zur Erforschung von mittelalterlichen Bildern zu leisten bzw. andersherum: Bilder als Quellen der theologischen Erkenntnis in Anspruch zu nehmen. Besonders das historische je neu zu bestimmende Verhältnis von Liturgie und Bild steht im Mittelpunkt des Interesses. Unterschiedliche Themenfelder kommen dabei in den Blick, so z.B. die bildliche Darstellung der himmlischen Liturgie der Engel oder die biblisch motivierten "Ecce Homo"-Bilder, die als spätmittelalterliche Andachtsbilder vor dem Hintergrund der Liturgie zu lesen sind und eine Bildgeschichte bis weit in die Moderne hinein entwickelt haben.
Auch die konzeptionelle Mitarbeit an der Datenbank zur Gregorsmesse sowie an der entstehenden Datenbank zu spätmittelalterlichen Liturgie gehört in dieses Forschungsfeld.