Postcommunio

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POSTCOMMUNIO (GEBET / ORATIO SUPER POPULUM)

GENESE

Oratio super Populum


Da der Gottesdienst mit der Kommunion beendet ist, ist ein weiteres Segensgebet eigentlich nicht notwendig. Offenbar bestand der Wunsch, mit einem die Gemeinschaft betonenden, Segen entlassen zu werden.
Die Oratio wurde wohl schon im 3. Jh. gesprochen, für das 4. Jh. ist sie schriftlich bezeugt.
Gregor d. Gr. beschränkte die bis dahin unregelmäßig oder immer gespendete Oratio auf die Fastenzeit. Damit wird die einstige Bedeutung als besonderer Segen für die Büßer deutlich, denn seit dem 5. Jh. war die Kirchenbuße nicht mehr auf das ganze Jahr ausgedehnt, sondern auf die Quadragesima beschränkt worden. Aus diesen Gründen nimmt die Oratio keinen Bezug zur Kommunion, denn diese war den Büßern verwehrt. Bereits im 7./8. Jh. ist der Bußzusammenhang nicht mehr im Bewusstsein, doch bleibt die Beschränktung auf die Fastenzeit.



Leonianum
Gelasianum
Gregorianum
Fränkische Messerklärung
Amalar von Metz
Missale von Huesca, 1505

bei jeder Messe gespendet

häufig, über das Jahr verteilt gespendet

nur zur Fastenzeit gespendet

keine Beschränkung
auf die Fastenzeit

nur zur Fastenzeit gespendet




evtl. traten Büßer hervor und empfingen den Segen kniend



nur der Priester neigt das Haupt



klarer Bußcharakter

Bußcharakter
verloren

Bußcharakter verloren

Bußcharakter verloren







































































































Literatur: Jungmann 1967 II, 529-535.




 
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