Ite missa

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ITE MISSA (ENTLASSUNG)

GENESE

Als Entlassungswort wird das missa in seiner ursprünglichen Bedeutung als „gesendet werden“, „entlassen werden“, im Sinne von finis est versanden. Der Entlassungsspruch wird durch das Dominus vobiscum des Zelebranten eingeleitet auf das der Chor oder die Gemeinde Deo gratias antworten. Darauf spricht der Diakon (als Organ des Zelebranten) das Ite missa est. An manchen Orten sprach es der Priester selbst (Gesamtauslegung).

Eine formelhafte Aufhebung der Messversammlung mit diesen Worten ist erstmals in den römischen Ordines bezeugt, während die gallikanische Liturgie das Benedicamus Domino kennt. Um einen Ausgleich zu schaffen wurden im 11. Jh. beide Formeln vereint, indem nun an Tagen, an denen das Gloria erklingt das Ite missa est gesprochen wird an den übrigen Tagen das Benedicamus Domino. Da an den hohen Festtagen mehr Volk zusammenkäme, müsse dies zum Gehen aufgefordert werden, während sich an den anderen Tagen die religiosi versammelten und diese und sich selbst zum Lob Gottes ermuntern würden. Das Ite missa est wird zum Volk gewandt gesprochen, beim Benedicamus Domino wendet sich der Zelebrant zum Altar.

Bei Seelenmessen spricht der Zelebrant seit dem 12. Jh. anstelle des Ite missa est dem Altar zugewandt das Requiescant in pace.
Jeweils schlägt der Zelebrant bei diesen Worten das Kreuzeszeichen, entweder mit den Fingern oder mit der Patene.

 

Literatur: Jungmann 1962 II, 544-554.

 



 
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