Offertoriumsgesang

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Opfermesse
1: Offertorium
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2: Hochgebet
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OFFERTORIUMSGESANG

GENESE

Bezogen auf den Gesamtablauf der Messe entspricht der Offertoriumsgesang zur Gabenprozession dem Sign Link Introitusgesang zum Einzug des Klerus am Beginn der Messe. Mit Bezug auf 2 Kor 9,7 sollte er nach mittelalterlicher Auffassung Jubel im Herzen der opfernden Gläubigen zum Ausdruck bringen.
Zwar wurden die Gesangstexte dem Psalter entnommen, doch findet sich ein inhaltlicher Bezug zum Opfergang nur ausnahmsweise; es überwiegt ein allgemeiner Charakter bzw. eine thematische Verbindung zum jeweiligen Zeitpunkt des Kirchenjahrs. Solange der Opfergang zur liturgischen Praxis gehörte, war er gleichsam selbsterklärend; der Gesang brauchte ihn nicht zu erklären, sondern dient der religiösen Kontextualisierung bzw. dazu, diese Handlung zu "weihen".

Wie bei vergleichbaren Gelegenheiten begleitete der Gesang der Schola zunächst das Heranbringen und Niederlegen der Gaben. Auf ein Zeichen des Papstes/Zelebranten wurde der Gesang beendet (Ord. Rom. I).
Währte er zunächst nur für die Dauer des eigentlichen Opfergangs (s. dazu die Rubrik
Sign Link Offertorium), so dehnte man ihn im späteren Mittelalter immer weiter auch auf das eigentliche Offertorium aus. Dadurch wurde die längere, in älteren Liturgiekommentaren noch ausführlich kommentierte Stille (vgl. Innozenz III., De s. alt. mysterio II,54: De silentio post offertorium, PL 217,831), die zunächst die vorbereitenden Akte des Priesters (Händewaschung, Inzens, stilles Gebet) begleitete, musikalisch gefüllt: Der Offertoriumsgesang fasste gleichsam den gesamten Ritus in einer musikalischen Klammer zusammen und schlug eine Brücke bis zur Präfation.


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Literatur: Jungmann 1962 II, 34-40.



 
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