Pax domini 2

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PAX DOMINI / AGNUS DEI (FRIEDENSGRUSS / BROTBRECHUNG)

GENESE

Agnus Dei

Unter Papst Sergius I. (687-701) ist laut Papstbuch das Agnus Dei als gemeinsamer Begleitgesang von Klerus und Laien zur Brechung in die römische Liturgie eingeführt worden (Liber pont.; Duchesne 1886/92, I,376); es wird wohl spätestens im 7. Jh. als ein Element der östlichen Liturgie nach Rom gekommen sein. Der Huldigungscharakter wurde dadurch verstärkt, dass der Zelebrant die Hostienhälften nach der Brechung bis zur Kommunion über den Kelch hielt oder zumindest den für die Mischung vorgesehenen Teil über dem Kelch in den Händen hatte.
Der Vers wurde wohl ursprünglich ähnlich wie das Kyrie / Christe eleison so lange wie nötig wiederholt. Erst mit der Einführung der ungesäuerten Brote und kleineren Hostien ging der Charakter eines Begleitgesangs im 9./10. Jh. mehr und mehr verloren. Nun erschien es z.B. als Begleitgesang zum Pax Domini. Im Zuge dieser Entwicklung verkürzte sich der Gesang, und es entwickelte sich die bekannte Dreizahl der Anrufungen mit der Friedensbitte am Schluss (in Totenmessen wählte man dagegen zweimal das dona eis requiem und als Schlussbitte requiem sempiternam.
Im Mittelalter haben sich zahlreiche Tropierungen ausgebildet, die den ursprünglichen Gesang textlich und musikalisch überformten und ausdeuteten.

Liturgisches Agnus Dei


Kommentar

Agnus Dei, qui tollis peccata mundi: miserere nobis.

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: erbarme dich unser.

Im Sinne einer huldigenden Begrüßung, in Ableitung von Joh 1,29. Die Anrede an das Lamm meint nicht Christus schlechthin, sondern den in der Eucharistie gegenwärtigen Christus.

Agnus Dei, qui tollis peccata mundi: miserere nobis.

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: erbarme dich unser.


Agnus Dei, qui tollis peccata mundi: dona nobis pacem.

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: gib uns deinen Frieden.






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Literatur:
Jungmann 1962 II, 413-422.






 
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