Präfation

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PRÄFATION

GENESE

Einheit des Hochgebets: praefatio - canon

In der vorkarolingischen römischen Liturgie war eine Unterteilung des Hochgebets in Präfation und Kanon unbekannt. Sowohl unter canon als auch unter preafatio verstand man offenbar immer das ganze Eucharistiegebet, das laut gebetet wurde.

Differenzierung: preafatio / canon

Im Zuge der Differenzierung innerhalb der fränkischen Liturgie hat sich die Präfation dann zu einem feierlichen Lob- und Dankeshymnus in ungebundener Sprache verselbstständigt, mit dem das anschließende stille Kanongebet (zu den Details Sign Link Kanon) eingeleitet wird.
Früheste Belege für einen eigenen Präfationston finden sich ab dem 6. Jh. (Leonianum): Der Präfationshymnus zeichnet sich durch besondere Gestaltung im feierlichen Sprechgesang durch Kadenzen, psalmodische Formen, ja schlichte Melodik aus. In ihm ist der Gedanke der eucharistia, von Lobpreis und Danksagung, bewahrt, während der Kanon selber den Opfer- und Wandlungsaspekt in den Vordergrund stellt.

Gliederung der Präfation

Voraus geht der Präfation der dialogische Segensgruß an das Volk (Sign Link Dominus vobiscum  sowie die Aufforderung, die Herzen zu Gott zu erheben (Sursum corda) und Gott zu danken (Gratias agamus Domino Deo nostro). Sie schließt mit dem Trisagion, dem Dreimahlheilig (Sign Link Sanctus ). Das Sanctus dürfte im Vergleich zur Präfation eher auf einem schlichteren Lektionston vorgetragen worden sein, bis man bei der Schlussdoxologie wahrscheinlich wieder zum feierlichen Präfationston zurückkehrte. Mit der Einführung der Kanonstille nach dem Sanctus kam es auch akustisch zu einer deutlichen Auftrennung des ursprünglich einheitlichen Hochgebets.




Literatur: Jungmann 1962 II, 136-138








 
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