Supra quae

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Opfermesse
Hochgebet
1: Präfation
2: Kanon
- 2.1: Te igitur
- 2.2: Memento (Lebendengedächtnis)
- 2.3: Communicantes
- 2.4: Hanc igitur
- 2.5: Quam oblationem
- 2.6: Qui pridie
- 2.7: Unde et memores
- 2.8: Supra quae
- 2.9: Supplices te rogamus
- 2.10: Memento (Totengedächtnis)
- 2.11: Nobis quoque peccatoribus
- 2.12: Per ipsum

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SUPRA QUAE (ANNAHMEBITTE)

GENESE

Nachdem die doppelte Dimension der Einsetzungsworte, Anamnese/Gedächtnisvollzug und Opfer, im vorausgegangenen Gebet thematisiert worden sind, rekurrieren die nun folgenden Texte ausschließlich auf das Opfer: Die einzelnen Schritte werden nachvollzogen und in eine räumliche Dimension übertragen, die Himmel und Erde in Beziehung setzt. Alttestamtliche Eucharistie-Typologien (Opfer Abels, Abrahams, Melchisedeks) werden angesprochen. Die erneute Bitte um die wohlgefällige Annahme (Supra quae) verbindet sich in einem zweiten Teil mit der Bitte um die Gemeinschaft mit dem himmlischen Altar (Sign Link Supplices): Ein Engel möge die Gabe vor das Angesichts Gottes tragen.


Liturgisches Supra quae

Kommentar


Supra quae propitio ac sereno vultu respicere digneris: et accepta habere,

Schaue huldvoll darauf nieder mit gnädigem und mildem Angesichte [wörtl: geneigten ("vorstrebenden") und heiteren Angesichts], und nimm es wohlgefällig an,

Bitte um Annahme

Bereits im ägyptischen Opfergebet werden Abraham und Abel erwähnt. Das Attribut zum Melchisedekopfer (sanctum sacrificium, immaculatam hostiam) wird vom Papstbuch auf Leo d. Gr. zurückgeführt. Da es allein auf das Melchisedekopfer bezogen ist (und nicht auf das im supra quae angesprochene Messopfer), gibt es auch kein Kreuzzeichen,

sicuti accepta habere dignatus es munera pueri tui iusti Abel, et sacrifi-
cium Patriarchae nostri Abrahae: et quod tibi obtulit summus sacerdos tuus Melchisedech, sanc- tum sacrificium, immacu- latam hostiam.

wie du einst mit Wohlgefallen aufgenom- men hast die Gaben Abels, deines gerechten Dieners, das Opfer unseres Patriarchen Abraham, das heilige Opfer und die makellose Gabe, die dein Hoherpriester Melchisedek dir dargebracht hat.

alttestamentliche Typologien





Literatur: Jungmann 1962 II, 282-295.


 
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