Qui pridie_4

Forschungsgruppe Kulturgeschichte und Theologie des Bildes im Christentum

Suche Site Map
Startseite Universität Münster

Opfermesse
Hochgebet
1: Präfation
2: Kanon
- 2.1: Te igitur
- 2.2: Memento (Lebendengedächtnis)
- 2.3: Communicantes
- 2.4: Hanc igitur
- 2.5: Quam oblationem
- 2.6: Qui pridie
- 2.7: Unde et memores
- 2.8: Supra quae
- 2.9: Supplices te rogamus
- 2.10: Memento (Totengedächtnis)
- 2.11: Nobis quoque peccatoribus
- 2.12: Per ipsum

Startseite

Kontakt

Impressum

QUI PRIDIE (ABENDMAHLSWORTE UND GROSSE ELEVATION)

Text - Ritus - Inszenierung

Die Abfolge von Text und Ritus ist von oben nach unten dargestellt:

Einsetzungsbericht

Zelebrant
Inszenierung / begleitende Maßnahmen ab 13. Jh.
übriger Klerus
ab 13. Jh.
Gemeinde ab 13. Jh.

Qui pridie quam [pro nostra omniumque salute] pateretur, accepit panem in sanctas ac venerabiles manus suas:








Ergreifen der Gaben




et elevatis oculis in caelum ad te Deum Patrem suum omnipotentem


Erheben der Augen




tibi gratias agens,


Verneigen




benedixit,


Kreuzzeichen über Brot und Wein

Glöckchengeläut (Liber Ordinarius von Lüttich)



fregit,


[in zahlreichen ostkirchlichen Riten wird das Brechen angedeutet]




deditque discipulis suis, dicens:

Accipite et manducate ex hoc omnes: Hoc est enim Corpus meum quod pro vobis tradetur.








Handlungen zur ELEVATION

 467

Siben Curs´auff ain yeglichen tag der wochen
um 1495
Bl. 131v: Curs von de heiligen fronleichnam
XPI am donerstag
[Der Priester erhebt die Hostie, der Messner läutet das Messglöckchen und hält die entzündete Wandlungskerze]

 

 


Elevation der Hostie
Rubrik: ostendit populo
gut sichtbares Erheben


Dabei wird die im 13. Jh. noch recht weite Glockenkasel vom Messdiener zur Unterstützung angehoben.


Verehrung der Hostie:

Verneigung

Kuss (wird verboten)

selten: Kniebeuge (in römischen Messbüchern ab 1498, endgültig unter Pius' V.)




Hin- und Herwenden nach links und rechts (wird schließlich unterbunden, hielt sich aber in der Papstmesse; Ordinarium O. P. 1256)

In französischen und englischen Kirchen wird vor der Wandlung ein Vorhang aus dunklem Stoff hinter dem Altar vorgezogen, damit sich die Hostie deutlich abhebt (in Chartres, Rouen u. a. noch bis um 1700).

Anzünden der Wandlungskerze (urspr. sollte sie lediglich bei der Frühmesse dem Priester ausreichend Licht spenden; Bestimmung der Karthäuser um 1250)

Glöckchengeläut (um 1201 in Kirchen von Köln bezeugt).

Läuten der großen Kirchenglocke (Synoden des 13.-15. Jh.)

Inzens
Warnung vor zu viel Weihrauch, der die Sicht behindern könnte (Ordinale der Karmeliten von 1312)

Niederknien (Verfügung des Legaten Kardinal Guido 1201 für Köln)

oder seltener: demütige Verneigung (Honorius III. 1219; Kanoniker einzelner Kathe- dralkirchen hielten z.T. bis ins 18. Jh. an diesem Ritus fest)

gelegentlich: Ausbreiten der Arme und Erheben der Hände (Konstitution der Kamaldunenser 1233)

Sofern Festtag oder Festzeit nicht das Stehen gebietet, soll der Chor der Kleriker auf dem Boden hingestreckt verharren (Caeremoniale Gregors X.)

Niederknien (Verfügung des Legaten Kardinal Guido 1201 für Köln)

oder seltener: demütige Verneigung (Honorius III. 1219)

gelegentlich: Ausbreiten der Arme und Erheben der Hände (Konstitution der Kamaldunenser 1233)





Gebete zur ELEVATION


kurzes stilles Gebet nach der Wandlung (üblich bis Missale Pius' V.)



stilles Gebet nach der Wandlung: um Verzeihung der Sünden, um reumütiges Empfangen des Sakraments am Lebensende, um die ewige Freude (Berthold von Regensburg)

ggf. noch Klopfen an die Brust, Kreuzzeichen

Gebetstexte:
(5) Pater noster  und
Ave Maria
(=Ablass)

oder Formeln:
Ave salus mundi, verbum Patris, hostia vera.
Te adoro, te vere corpus Christi confiteor.
Adoro te devote...
Anima Christi...
Ave verum corpus...
etc.



Gesang zur ELEVATION





gemeinsames Singen (bis zum Ausgang des Mittelalters):

Antiphon O sacrum convivium mit Versikel und Oration (Straßburger Stiftung, 1450)

O salutaris Hostia
(Bestimmung Ludwig XII. 1512 für das tägliche Hochamt in Notre-Dame)

Ave Verum
(Pariser Stiftung, 1521)

Simili modo postquam coenatum est, accipiens et hunc praeclarum Calicem in sanctas ac venerabiles manus suas: item tibi gratias agens, benedixit, deditque discipulis suis, dicens:

Accipite et bibite ex eo omnes: Hic est enim calix sanguinis mei, novi et aeterni testamenti, qui pro vobis et pro multis effundetur in remissionem peccatorum. Hoc facite in meam conmemorationem.








Elevation des Kelches
angedeutet
bis in Augenhöhe

s.o

s. o.

s. o.




Sign Link Texte

Sign Link Seite vor
Sign Link Seite zurück








 
Erweiterte Suche

Zurückblättern

 Diese Seite:  :: Seite drucken    ::	Seite empfehlen   :: Seite kommentieren, Link öffnet neues Fenster

© 2007 VW-Forschungsgruppe Uni Münster

:: Seitenanfang

Seitenanfang

© 2007 Universität Münster
Forschungsgruppe Kulturgeschichte und Theologie des Bildes im Christentum
Schlossplatz 2 · D-48149 Münster
Tel.: +49 (0)251 - 83 31973 · Fax: +49 (0)251 - 83 30038
E-Mail: kultbild@uni-muenster.de