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MESSABLAUF

Messe als memoria passionis

Im Groben gliedert sich die Messe in zwei Teile: den ersten Teil, der heute meist Wortgottesdienst genannt wird und aus der Eröffnung und den Lesungen besteht, so wie den sich anschließenden zweiten Teil, die Mahlfeier, der mit Blick auf den in der mittelalterlichen Theologie und Liturgie im Zentrum stehenden Opfercharakter der Messe hier als Opfermesse bezeichnet wird.

Beide Teile ergaben die eine Messe, die Gedächtnisfeier von Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi war. Entsprechend wurde die Messe von mittelalterlichen Theologen und Liturgikern als Akt der memoria passionis bezeichnet.
Dabei war die Messe Gedächtnisakt im Sinne einer Gegenwärtigsetzung: Mit der Feier sollte nicht nur an das vergangene Heilsgeschehen erinnert, sondern durch die Feier selbst sollte dieses auch gegenwärtig gesetzt werden. Alle einzelnen Riten der Messliturgie dienten dieser präsentischen Memoria-Konzeption. Im Lesegottesdienst wurden die zentralen Ereignisse der Heilsgeschichte als Texte vorgetragen und bei der Mahlfeier wurden die beim Offertorium dargebrachten Gaben zu Leib und Blut Christi gewandelt.
Neben den Riten fand das vergegenwärtigende Gedächtnis zudem im jeweiligen Teil der Messe sein Medium, dem die Präsenz Christi materiell innewohnte: während des Lesegottesdienstes galt er im Evangeliar präsent, während er in der Mahlfeier in den gewandelten Gaben von Brot und Wein als in seinem Leib und Blut realpräsent galt. Entsprechend wurde die Mahlfeier von Theologen und Liturgikern als Akt des conficere corpus Christi verstanden, bei dem im Ritual Christus selbst leibhaftig gegenwärtig wurde.



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