Gloria

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2: Introitus
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- 2.6: Collecta
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GLORIA (FESTTAGSLOB)

GENESE

Das Gloria, die große Doxologie, entstammt der großen Zahl altkirchlicher Hymnengesänge. Es handelt sich um freie Texte, die sich sprachlich und formal (Prosadichtung) an die Psalmen anlehnen. Als psalmi idiodici erfreuten sich diese humano studie geschaffenen Gesänge großer Beliebtheit und erlangten vor allem als Propagandainstrument bei Lehrstreitigkeiten große Bedeutung. Dass sich häretische Gruppierungen der Hymnen bedienten, dürfte mit die Hauptursache sein, dass ihr Gebrauch nach und nach eingeschränkt wurde.

Der Text des Gloria ist in drei Fassungen überliefert.
  1. Die griechische der Apostolischen Konstitutionen, die früheste der bekannten Versionen (um 380) erhielt durch Sondergut einen deutlich arianischen Akzent: Christus wird dem Vater untergeordnet, die Christusanrede im 2. Teil des Hymnus fehlt.
  2. Die syrische Fassung der nestorianischen Liturgie, die durch spätere Erweiterungen ebenfalls eine eher marginale Bedeutung besitzt.
  3. Die griechische Fassung des Codex Alexandrinus, die auch der ältesten lateinischen Version im Antiphonar von Bangor (7. Jh.) weitgehend entspricht. In dieser Version gibt es nur wenige Abweichungen des seit dem Mittelalter üblichen Textes. Unter anderem wurde der Heilige Geist nicht am Schluss, sondern unmittelbar nach der Textstelle Domine Fili unigenite, Iesu Christe genannt. Die gebräuchliche Form wurde spätestens im 9. Jh. verwendet; das Mittelalter benennt gelegentlich den Heiligen Hilarius von Poitiers (um 315-367) als Autor.

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Literatur: Jungmann 1962 I, 446-461.


 
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