Zingulum

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Zingulum





Zingulum
vor 1247
Sens, Kathedrale

Zingulum
13. Jh. ?
Halberstadt, Dom





Zingulum

Das Zingulum gehörte von jeher zur Albe, da diese von Anfang an gegürtet wurde. Aufgrund ihrer selbstverständlichen Funktion, werden die Zingula in Inventaren meist nicht aufgeführt und begegnen nur, wenn sie besonders kostbar sind.

Symbolik in liturgischen Traktaten

Nach Hrabanus Maurus bedeutet das Zingulum Selbstbewachung - besonders der sinnlichen Begierde, aber auch des Stolzes. Amalar von Metz und alle späteren Liturgiker deuten es als Sinnbild der Enthaltsamkeit und der Triebbändigung.

Symbolik in liturgischen Gebeten

Gebete zum Anlegen des Zingulum:
"Herr, gürte mir an die Bewachung des Geistes und laß diesen nicht durch den Geist der Überhebung abgelenkt werden."
"Schirre an dein Schwert meiner Seite, Allmächtiger, auf dass ich mannhaft und in der festen Zuversicht auf deine Wahrheit gegen meine Feinde zu kämpfen vermöge."



Literatur: Braun 1924a, 81-85; Braun 1964, 101-115.



 
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