Pluviale

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Pluviale


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Übersicht über die Entwicklung des Pluvialschildes



Besätze

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Pluvialbesatz
Danzig, Marienkirche


Schild und Teile eines Pluvial-
besatzes



Pluvialschild
3. Viertel 15. Jh.
Köln, Schnütgen Museum


Pluvialschließen



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Pluvialschließe
2. H. 14. Jh.
Aachen, Münster


Pluvialschließe
Tongern (Belgien), Pfarrkirche

Pluvialschließe
15. Jh.
Tongern (Belgien),
Pfarrkirche


Pluvialschließe
Reinecke vam Dressche
1484
Berlin, Kunstge-
werbemuseum



Besonderheiten
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Dreiteilige Pluvialschließe
Villingen, Münster

Pluvialstäbe mit Totentanzszenen
Osnabrück, Dom



Pluviale





Pluviale
Italien, 3. Viertel 15. Jh., Schild: Niederlande ?, 1. H. 16. Jh., Stäbe: Rheinland, um 1520
Köln, Schnütgen Museum

Pluviale
Italien, 16. Jh., Stäbe u. Schild: Niederrhein, um 1560
Köln, Schnütgen Museum

Pluviale des Ornats des Ordens vom Goldenen Vlies
Wien, Kunsthistorisches Museum





Pluviale

Das Pluviale wird nach seinen Funktionen auch als Chorkappe, Vespermantel und Rauchmantel genannt. Der Name verweist auf eine ursprüngliche Funktion als Regenmantel, die es schon verloren hatte, als es zum liturgischen Gewand wurde. Nur die Kapuze, die bis zum Hochmittelalter wenigsten in Miniaturform noch vorhanden war, erinnert noch an diesen Ursprung.
Seit Ende des 8. Jh. wird das Pluviale erwähnt, doch erst seit der 2. Hälfte des 10. Jh. ist seine Verwendung bei der Messe bezeugt. Dort ersetzte es die Kasel in vielen ihrer Aufgabe.

Form

Das Pluviale war zunächst vorne geschlossen, hatte eine Kapuze und reichte oftmals nur bis zu den Knien. Seit spätestens dem 11. Jh. ist es vorne offen, und die Kapuze wird ab dem 13. Jh. zu einer Zierkapuze, bis diese nur noch ein schildförmiges Stoffstück bildet. Dieses wird ab dem 14. Jh. größer und bogenförmig.

Gebrauch

Der Gebrauch des Pluviale war nie einheitlich, doch kristallisierten sich einige Funktionen heraus: 1. wird sie von den Sängern getragen, 2. von dem Priester, der beim Magnifikat der Vesper und bei der Matutin den Altar inzensiert, 3. bei Prozessionen, 4. bei feierlichen Segnungen und 5. bei Synoden.

Symbolik in liturgischen Traktaten

Das Pluviale gilt bei Honorius als Sinnbild des heiligen Wandels, so wie es bis zu den Füßen reiche, solle sein Träger im guten Wandel beharren, die Fransen am Saum erinneren an die Mühe, die Gott mit dem Menschen habe, sie sei vorne offen, da auch der Himmel zum Lohn offen stehe und die Kapuze erinnere an die Himmelsfreuden.



Literatur: Braun 1924a, 119-127; Braun 1964, 306-358.


 
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