Patene-Index

Forschungsgruppe Kulturgeschichte und Theologie des Bildes im Christentum

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LITURGISCHE GERÄTE


Patene



10. Jahrhundert

Patene01
Patene06






Patene
Lothringen, Mitte 10. Jh.
Nancy, Domschatz




Patene des Bischofs Osdag von Hildesheim
Hildesheim?, vor/um 989
Hildesheim, Dom- u. Diözesanmuseum





11. Jahrhundert

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Patene05
Patene07


Patene
11. Jh./1. H. 12. Jh.
Krakau, Zamek Królewski na Wawelu




Patene
3. V. 11. Jh.
Minden, Domschatz




Patene des Abt Reginhard
Rheinland?, 2. H. 11. Jh.
Siegburg, Benediktinerabtei




13. Jahrhundert


Patene03









Patene
Hildesheim, 1. Dr. 13. Jh.
Hildesheim, Basilika St. Godehard




Hildesheim, Basilika St. Godehard

 










14. Jahrhunder

Patene02







 

 



Ostensorium mit sog.
Patene des hl. Bernward
Niedersachsen (Hildesheim ?), 2. H. 14. Jh.
Cleveland,Oh, The Cleveland Museum of Art











Der Gebrauch der Patene im frühen Christentum gründet wohl auf praktischen Erwägungen, denn das geopferte Brot musste für eine größere Menschenmenge zur Kommunion auf den Altar gebracht werden.
 

 Material

Die Patene bestand in altchristlicher Zeit aus verschiedenen Materialien. Außer silbernen, sind auch gläserne, seit dem 4. Jh. auch goldene Patenen bezeugt. Eine erste Verordnung zum Material wurde 785/787 auf der in England tagenden Synode von Calechyt erlassen. Dort spracht man das Verbot aus, Horn zu verwenden, da dies tierischen Ursprungs sei; 895 wurde auf der Synode von Tribur auch die Verwendung von Holz verboten. Im 67. Kanon der Kanonsammlung des Reginos von Prüm (690) werden Silber oder Gold vorgeschrieben, nur bei großer Armut der Gemeinden sei auch Zinn erlaubt. Diese Vorschrift ging in viele Kanonsammlungen des 11. Jh. über. Diese Verordnungen nennen jedoch, wie die meisten Synodalstatuen, zwar das Material des Kelches, nicht aber der Patene. Es ist davon auszugehen, dass beide Geräte aus den selben Materialien gefertigt wurden.

Form

Die Patene ist rund, seltener auch rechteckig oder achteckig. War sie in der Spätantike und im frühen Mittelalter verhältnismäßig groß, so ist sie seit dem 10. Jh. im Weste tellerförmig mit einer Vertiefung in der Mitte und ihr Durchmesser entspricht nun der Kuppa des Kelches, denn es wurde üblich – besonders seit dem 11. Jh. – die Patene auf dem Kelch liegend zum Altar zu tragen. So war ein rutschfester Transport der Patene gewährleistet. Die Vertiefung ist meist rund, kann aber auch eckig, vierpassförmig oder mehrförmig sein.


Literatur: Braun 1932, 197-242.


 
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