Superpelliceum

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Superpelliceum


Superpelliceum
Neustift, Brixen






Ausschnitt aus einem Tafelbild Berthel Bruyns
Köln, Museum


Stundenbuch
Vatikan, Ottob.Lat. 2919, fol. 192v




Stundenbuch
Gent, 1510/20
Vatikan, Vat.Lat. 3769, fol. 7v




Superpelliceum

Das Superpelliceum ist eine Tunika, die bis zu den Knien reicht. Ursprünglich fiel sie bis zu den Füßen, ab dem 13. Jh. wurde sie zunehmend kürzer, so dass sie bereits im 16. Jh. nur noch knapp bis unter das Knie reichte.
Im 11. Jh. ist es zum ersten Mal in England, Nordfrankreich und in Spanien bezeugt, in Italien begegnet es erst in der 2. Hälfte des 12. Jh.
Der Name Superpelliceum leitet sich von dem Brauch ab, das Gewand über der damals üblichen Pelzkleidung zu tragen. Damit ein bequemes Tragen über dem kräftigen Pelzgewand möglich ist, wurde es im Gegensatz zur Albe nicht gegürtet und hat im Unterschied zum Rochett weite Ärmel.
Vom Rochett unterscheidet sich das Superpelliceum auch dadurch, dass es im Gegensatz zu diesem zur liturgischen Kleidung gehört.



Literatur: Braun 1924a, 85-89.



 
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