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PARAMENTE: LITURGISCHE BEKLEIDUNG


Pontifikalschuhe



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Pontifikalschuh
Hildesheim, St. Godehard





Pontifikalschuh
Brixen, Dom






Pontifikalschuhe

Die Pontifikalschuhe werden im Mittelalter oft als Sandale bezeichnet, auch wenn es sich um einen geschlossenen Schuh handelt.
Eine besondere Fußbekleidung ist schon vor 600 in Gebrauch, wahrscheinlich entstand sie spätestens im 5. Jh. Sie wird in Rom zunächst vom Papst, Bischof und Diakonen getragen, außerhalb Roms auch von Priestern, Subdiakonen und Akolythen. Ab dem 11. Jh. ist das Tragen eines besonderen Schuhs nur noch dem Papst, Bichöfen, Kardinalspriestern und Kardinalsdiakonen gestattet und demjenigen, der dies vom Papst bewilligt bekam.
Die Sandale entwickelt sich vom 11.-13. Jh. in einen geschlossenen, z.T. hohen Schuh, der bis ins 15. Jh. in Gebrauch bliebt. Danach setzt sich wieder der niedrige Schuh durch, der sogar eine Pantoffelform haben kann.

Symbolik in liturgischen Gebeten

Der Schuh wurde unter Verweis auf Mk 6,9 und Eph 6,15 mit dem Predigtamt verglichen.

Gebete zum Anlegen der Pontifikalschuhe:
"Allmächtiger, barmherziger Gott, beschuhe meine Neigungen und Wünsche, damit ich nicht durch den Erdenstaub befleckt werde und würdig sei, im Verein mit den Jüngern Christi, die mit Sandalen bekleidet waren, zur Verkündigung des Evangliums vom Frieden auszuziehen."
"Mit den Sandalen deines Schuztes beschirme, o Herr, meine Füße, damit ich nach dem Beispiel der Heiligen würdig deine Geheimnisse feiere."



Literatur: Braun 1924a, 158-162; Braun 1964, 384-424.






 
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