Altarvelen

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Altarvelen



velen11

Gregorsmesse
Hieronymus Bosch
1510
Madrid, Prado





Altarvelen


Altarvelen waren schon in frühchristlicher Zeit in Gebrauch. Zu jener Zeit bestanden sie aus vier am Ziborium besfestigten Vorhängen (tetravela), die besonders im 8. Jh. zu Rom bekannt waren, jedoch nur um den Hochaltar befestigt wurden. Später waren nur noch zwei Vorhänge links und rechts des Altars, meist an Stangen, angebracht (alae, vleugel). Im 16. Jh. werden sie seltener.
Die Altarvelen sind nach Braun eher ein Schmuckelement und haben weniger einen praktischen Nutzen. Doch da sie während des Kanons i.d.R. zurückgezogen wurden, scheinen sie zur Bedeutung und Bedeutsamkeit des Messopfers eine Aussage zu treffen.

Symbolik in liturgischen Traktaten

Nach Durandus sind die Altarvelen ein Sinnbild für das Nichtverstehen des Mysteriums der Wandlung. Im "Tewtsch Rational" von 1535 werden sie mit dem Allterheiligsten des Tempels verglichten, das ebenfalls vom Heiligen abgeschlossen war.



Literatur: Braun 1924a, 197.


 
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