Vorwort der Rektorin
Liebe Kulturfreundinnen und
Kulturfreunde!
„De gustibus non est disputandum“, lautet ein
bekanntes lateinisches Sprichwort. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass
es sich oft lohnt, sich kritisch mit Kunst und Kultur
auseinanderzusetzen. So erreichten auch das Rektorat – ich möchte sagen,
selbstverständlich – eine Reihe von teils missbilligenden
Meinungsäußerungen, nachdem am 30. Oktober 2009 feierlich die
Installation Babak Saeds, bestehend aus dem Schriftzug „GEHORCHE KEINEM“
eingeweiht wurde. Ich persönlich bin nach wie vor begeistert davon, auf
welch unterschiedliche Weise man sich dem Kunstwerk nähern und es
interpretieren kann. In dieser Ausgabe finden Sie exemplarisch für die
Diskussion um das Kunstwerk ein kleines Streitgespräch mit Pro &
Contra.Dass unsere Universität sich besonders durch das vielfältige Engagement der Studierenden im kulturellen Bereich auszeichnet, stellt die vorliegende Ausgabe mit einigen Berichten erneut eindrucksvoll unter Beweis: Ob es nun darum geht, aus dem Nichts ansprechende Kurzfilme entstehen zu lassen, mit denen sich die – nun – ehemaligen Studierenden der Uni verabschieden (Abschied ist das Thema der Kurzfilme), oder ob es um den Geburtstag des studentischen „Radio Q“ geht – unsere Studierenden mischen nicht nur mit, sondern sie betreiben ihren Beitrag zum kulturellen Leben der Universität und der Stadt Münster auch mit einer beeindruckenden Professionalität.
Natürlich werden Sie auch in dieser Ausgabe über den bundesweiten Bildungsstreik informiert. Zwar geht es nicht um die Kultur des studentischen Streiks, der auch vor Münster nicht Halt machte, sondern es wird die berechtigte Frage aufgeworfen, ob das reichhaltige Kulturangebot nicht auch als Ausgleich zum Lernstress funktionieren kann und wie sich das kulturelle Angebot mit der Studienreform verändern könnte oder müsste.
Auch Münster kann vom Kulturhauptstadtjahr 2010 profitieren. So können Sie sich in dieser Ausgabe über das studentische Kulturfestival „Neue Wände“ informieren, das im Rahmen der RUHR.2010 stattfindet.
Ich freue mich, dass die neue Semesterausgabe von UniKunstKultur Sie erreicht hat und kann Ihnen diese nur wärmstens ans Herz legen. Allen, die dieses Heft erstellt und durch materielle- wie immaterielle Beiträge bereichert haben, danke ich herzlich.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass die Lektüre Ihr kulturelles Interesse weckt!
Ihre
Prof. Dr. Ursula Nelles

