DIE UNIFOTOGRAFIN



Ein kurzer Halbzeitbericht

Halbzeit beim Projekt Unifotografin. Im Wintersemester 2010/2011 werden Julia Holtkötters Fotografien in einer Ausstellung zu sehen sein, doch bis dahin will UniKunstKultur nicht warten. Deshalb haben wir der Fotografin bereits jetzt schon einen Besuch abgestattet, um zu erfahren, wen und was sie im Dienste der Uni schon abgelichtet hat.

Frau Holtkötter, wie sieht Ihr Konzept zur Umsetzung der Bilder aus?
Ich habe lange im Bildarchiv der Universität recherchiert. Letztendlich habe ich dort ca. 50 Bilder ausgewählt, die zwischen 20 und 80 Jahre alt sind und die mich interessieren. Ich besuche nun die Orte, an denen die Bilder entstanden sind noch einmal, um an genau derselben Stelle wie der Fotograf damals, aus der gleichen Perspektive, wieder ein Foto zu machen. Ich finde es interessant zu sehen, wie sich ein Motiv über die Jahre verändern kann; die Architektur, die Einrichtung, die Mode der Menschen.

Unifotografin
Unifotografin Julia Holtkötter bei der Arbeit

Die Aufgabe der Unifotografin ist es, innerhalb eines Jahres eine dokumentarisch-künstlerische Bildserie zu erstellen, und dabei – mit einem kreativen und unverstellten Blick – das Erscheinungsbild der WWU festzuhalten. Wie wird das Nachstellen von Archiv-Fotos dieser Anforderung gerecht?
Der dokumentarisch-künstlerische Blick richtet sich bei diesem Konzept auf den Ort und die Menschen, die sich dort aufhalten. Es ist sehr spannend zu sehen, dass sich manche Orte seit 30 Jahren gar nicht verändert haben und andere wiederum kaum wiederzuerkennen sind. Aber selbst wenn sich Orte nicht verändert haben, merkt man spätestens bei der Mode und den Frisuren der Personen, dass Zeit vergangen ist. Außerdem bringe ich natürlich die fotografischen Möglichkeiten ins Heute. Meine Aufnahmen sind in Farbe und wesentlich schärfer als die damals gemachten Bilder.

An welchen Orten haben Sie bereits fotografiert?
Ich war bereits in der ULB, im Studentenwohnheim und im Schloss. Am Ende sollen möglichst viele Bereiche der Uni Münster abgedeckt sein.

Wie viele Fotografien haben Sie bisher gemacht? Wie viele werden am Ende zu sehen sein?
Ich habe bisher 12 Fotografien gemacht. Am Ende werden ca. 25 Arbeiten zu sehen sein. Ich würde natürlich gerne doppelt so viele machen wie nötig, denn nicht jedes Motiv funktioniert gleich gut wie das andere.

Wo und wann kann man die Arbeiten sehen?
Die Arbeiten werden voraussichtlich im Oktober/November 2010 zu sehen sein. Ich bin momentan noch auf der Suche nach einem geeigneten Ort. Ich möchte die Arbeiten nicht in einem klassischen Ausstellungsraum zeigen, sondern per Projektion zusammen mit den Archivfotos an eine große Wand werfen.

Vielen Dank für das Interview.
KK


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