Zertifikatsverleihung ITM-Zusatzausbildung

von Sekretariat am 11. Dezember 2017

Die Zertifikatsverleihung für die Zusatzausbildung zum Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) findet am Freitag, 19. Januar 2018 um 18:00 Uhr im Gebäude Leonardo-Campus 10, 48149 Münster, Raum LEO 1 statt.

Die Verleihung der Zertifikate zur Zusatzausbildung ITM erfolgt nach einem Vortrag von
Herrn Prof. Dr. Jochen Bühling zum Thema:

„Gewerblicher Rechtsschutz und Autonomes Fahren – Neue Herausforderungen in modernen Zeiten“

Im Anschluss an die Zertifikatsverleihung findet ein kleiner Umtrunk statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zusatzausbildung, welche die Zertifikate bereits erhalten haben, sowie Angehörige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zu der Veranstaltung ebenfalls herzlich eingeladen!

Die Einladung zur Zertifikatsverleihung lässt sich hier herunterladen.

 

Stellenausschreibung: wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter

von Sekretariat am 8. Dezember 2017

Im Fachbereich Rechtswissenschaften am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM), öffentlich-rechtliche Abteilung, ist ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als

wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter
(Entgeltgruppe 13 TV-L)

mit 1/2 der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit, derzeit 19 Stunden 55 Minuten, zu besetzen. Die Stellen sind zunächst auf ein Jahr befristet. Eine Verlängerung der Stellen auf insgesamt drei Jahre erfolgt, wenn es keine von mindestens zwei Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrern vorgenommene Zwischenevaluation der Erfolgsaussichten des Promotionsvorhabens mit einem negativen Ergebnis gibt.

Die öffentlich-rechtliche Abteilung des ITM forscht in den Bereichen Internet-, Medien- und Telekommunikationsrecht, (Netz-)Regulierung sowie Datenschutz/E-Government und bietet in diesen Themenbereichen die Mitarbeit in einem jungen, engagierten und aufgeschlossenen Team. Darüber hinaus, nimmt es allgemeine Lehraufgaben auf dem Gebiet des Öffent-lichen Rechts wahr.

Genauere Informationen entnehmen Sie bitte angehängtem Dokument:

Stellenausschreibung: wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter

Vortrag von Prof. Dr. Päivi Korpisaari (Universität Helsinki) am 4.12.2017

von Sekretariat am 23. November 2017

Prof. Dr. Päivi Korpisaari referiert im Rahmen der Münsterschen Gespräche zum öffentlichen Recht am 4.12.2017 zum Thema «Balancing freedom of expression and right to private life in the European Court of Human Rights». Der Vortrag findet um 18 Uhr um H2 statt. (English version below)

Der Vortrag ist öffentlich. Insbesondere sind die Studierenden der Juristischen Fakultät eingeladen.

Päivi Korpisaari ist Prodekanin für internationale Angelegenheiten und gesellschaftliche Beziehungen und Professorin für Kommunikationsrecht an der juristischen Fakultät der Universität Helsinki. Ihre Hauptforschungsgebiete sind: Medien- und Kommunikationsrecht, Schadensersatzrecht, Schutz personenbezogener Daten, Verfassungsrecht, Menschenrechte und die strafrechtliche Behandlung von Verstößen gegen die Meinungsfreiheit. Sie ist nationale Expertin für Studien über Medien und Kommunikation und Mitglied von Komitees zur Vorbereitung finnischer Gesetzgebung. Sie ist die Leiterin zweier Forschungsprojekte zum Schutz personenbezogener Daten. Mehr Informationen finden Sie hier auf der Website der Universität Helsinki.

Veranstaltungseinladung

 

Prof. Dr. Päivi Korpisaari will give a lecture on the topic "Balancing freedom of expression and right to private life in the European Court of Human Rights" on December 4, 2017 in the context of Münster's public law talks. The lecture takes place at 6 pm at H2.

Päivi Korpisaari is a Vice Dean (international matters and societal relations) and Professor in Communication Law at the Faculty of Law, University of Helsinki. Her main fields of research are media and communication law, tort law, personal data protection, constitutional law, human rights law, and criminal law in respect to ‘freedom of expression offences’. She has been a national expert in studies in the field of media and communications and in committees preparing Finnish legislation. She is a leader of two research projects relating to personal data protection. For more information, please look here.

Berliner Treffen – 20 Jahre ITM

von Sekretariat am 20. Juli 2017

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des ITM fand in Berlin ein Treffen von ehemaligen und aktuellen ITM’lern der öffentlich-rechtlichen Abteilung statt. Die Gastredner Prof. Chris Marsden (University of Sussex) und Dr. Hans Hege (ehem. Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg) ließen die vergangenen 20 Jahre aus medienrechtlicher Perspektive Revue passieren.

Prof. Marsden begann mit einem aus dem Französischen übersetzten Sprichwort „je mehr sich ändert, umso mehr bleibt auch gleich“. Da das Internet in den USA wesentlich früher (1992) begann sich auszubreiten als in Europa, sind die ersten Gesetze zum „Cyberlaw“ auch dort verabschiedet worden. Als wichtigste Norm hob Prof. Marsden den Communications Decency Act hervor, wonach die Provider von der Haftung für den Content auf ihren Seiten freigestellt wurden. Im europäischen Kontext seien die E-Commerce-Richtlinie und „Safe Harbour“ zu nennen.

Mit der gestiegenen Bedeutung wurde die Internetwelt zunehmend für die Rechtswissenschaft interessant. Als Beispiele nannte Prof. Marsden das Problem der Haftung der Intermediäre und die Netzneutralität. In jüngster Zeit wird intensiv über Blockchains und Rechtsregeln für Roboter diskutiert.

Auf die Frage, ob Rechtsanwälte zukünftig Programmieren lernen müssten, antwortete Prof. Marsden, dass es sich um zwei verschiedene Denkstrukturen handelt, die Notwendigkeit sehe er nicht. Hilfreich sei es jedoch allemal. Nicht ohne britischen Humor fügte er hinzu: „Der Beruf des Rechtsanwalts wird der letzte Beruf überhaupt sein. Denn es werden Rechtsanwälte sein, die den Vertrag zur Übertragung aller Rechte an Roboter formulieren werden.“

Im Anschluss daran sprach Dr. Hege über die Regulierung der Medien in Deutschland und dabei insbesondere über die Rolle des kommerziellen Rundfunks. Das Rundfunkrecht in diesem Bereich resultiere schlicht aus der Begrenztheit der Frequenzen. Im Internet gebe es ein solches natürliches Angebotslimit nicht. Aus dem analogen Zeitalter bekannte Regulierungsansätze seien, so Hege, nicht ohne weiteres auf Internetanwendungen übertragbar. Deshalb sei es mitunter nicht leicht, bestimmte Formate einzuordnen (YouTube als Rundfunkanbieter?).

Trotz des stetigen Bedeutungszuwachses von Internetangeboten werde das (lineare) Fernsehen auch weiterhin ein entscheidender Faktor für die Meinungsbildung und wichtiges Element in der Unterhaltungsindustrie sein (die Bequemlichkeit der Menschen sei nicht zu unterschätzen). Kritik übte Dr. Hege an der mangelnden Innovationsoffenheit insbesondere der öffentlich-rechtlichen Sender. Der ehemalige ITM-Mitarbeiter und jetzige Chefjustiziar vom Deutschlandfunk Dr. Markus Höppener fügte hinzu, dass dies jedoch nicht am fehlenden Einfallsreichtum der Journalisten liege, vielmehr sei dies auf die gesetzliche Beschränkung der Internetaktivitäten im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk zurückzuführen.

Prof. Marsdens Präsentation kann hier eingesehen und runtergeladen werden.

Leseanregungen zu den angesprochenen Themen:

Robot law: https://www.scl.org/articles/3167-res-robotica-liability-and-driverless-vehicles

Platform regulation: http://www.ejls.eu/23/242UK.htm

Blockchain: https://www.scl.org/articles/3600-blockchains-not-bitcoin-distributed-ledger-technology