> Schwerpunkte

Informationsrecht

Im Informationsrecht geht es um die Erforschung der normativen Regeln für die Gewährung von Rechten an Informationen nach Maßgabe des Prinzips der Informationsgerechtigkeit.  Immaterialgüter wie Datenbanken, Know-how und Ideen bedürfen aufgrund ihrer enormen wirtschaftlichen Bedeutung vor allem unter dem Gesichtspunkt der weit vorangeschrittenen weltweiten Vernetzung durch das Internet einer juristischen Zuordnung.  Gerade unter zivilrechtlichen Gesichtspunkten ist häufig unklar, wem welche Daten in welchem Umfang “gehören”. Hier setzt die Forschungstätigkeit der zivilrechtlichen Abteilung vor allem in folgenden Bereichen an:

  • Urheberrecht
  • IT-Vertragsrecht
  • Rechtsfragen des elektronischen Handels
  • Gewerblicher Rechtsschutz
  • Fragen des Internationalen Privatrechts und des Internationalen Zivilverfahrensrechts
  • Wettbewerbs- und Kartellrecht
  • Datenschutzrecht
  • Domainvergaberecht
  • Haftungsfragen im Internet

Telekommunikationsrecht

Auch der liberalisierte Telekommunikationsmarkt bringt zahlreiche Rechtsprobleme mit sich. Zivilrechtlichen Forschungsbedarf gibt es insbesondere im Hinblick auf:

  • Wegerechte
  • Verbraucher- und Datenschutz bei TK-Unternehmen
  • Wettbewerbs- und Kartellrecht
  • Zugangs- und Entgeltregulierung

Medienrecht

Das Medienrecht umfasst einen weiten Bereich, der neben dem Zivilrecht stark vom öffentlichen Recht geprägt ist. Im Vordergrund der zivilrechtlichen Betrachtung stehen gerade im Zeitalter von Filesharing, Cloud Computing & Co. urheberrechtliche Aspekte sowie Rechtsprobleme des Medienvertriebs. Die Forschungsschwerpunkte unseres Instituts liegen dabei in den folgenden Gebieten:

  • Filmrecht
  • Musikrecht
  • Presse- und Persönlichkeitsrecht

Rechtsinformatik

Die Rechtsinformatik beschäftigt sich mit den Veränderungen, die der Einsatz von EDV für die juristische Forschung sowie die Tätigkeit von Richtern, Anwälten und Verwaltungsjuristen mit sich bringt. Im Vordergrund der Aktivitäten des Instituts stehen folgende Themen:

  • Einsatz interaktiver Medien in der Lehre
  • Möglichkeiten und Grenzen künstlicher Intelligenz im Recht
  • Verwendungsmöglichkeiten juristischer Expertensysteme
  • Aufbau und Pflege juristischer Datenbanken / Elektronisches Publizieren
  • Electronic Commerce im juristischen Bereich
  • Digitale Signaturen

Das ITM pflegt den interdisziplinären Kontakt insbesondere zu den am Leonardo-Campus angesiedelten Forschungseinrichtungen, etwa dem Institut für Wirtschaftsinformatik, der Kunstakademie Münster sowie den Fachbereichen Architektur und Design der FH Münster. Prof. Hoeren ist Dozent an der Kunstakademie und der FH Münster. Er ist Mitdirektor des Forschungsnetzwerke ERCIS des Instituts für Wirtschaftsinformatik. Diese Kooperationen sind auch der einzigartigen Lage des ITM auf dem Leonardo-Campus geschuldet.