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Die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien hat in den letzten Jahren den Übergang in die globale Informations- und Wissensgesellschaft beschleunigt. Der technische Fortschritt ermöglicht es zunehmend, Informationen unabhängig von Ort, Zeit und Menge zu speichern, zu verarbeiten und weiterzuverarbeiten. Die Folge ist ein Zusammenwachsen bisher getrennter Wirtschaftssektoren wie der Computertechnik, der Telekommunikation und den audiovisuellen Medien. Das Schlagwort vom “Information Highway” kennzeichnet diese neue Stufe im Prozeß industrieller Revolution. Das Nachdenken über eine rechtliche Rahmenordnung für die Informationsgesellschaft ist in Europa in vollem Gange.

Das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) hat sich zum Ziel gesetzt, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Informationsgesellschaft zu erforschen. Um aus den Erfahrungen anderer Länder zu lernen, soll der Rechtsvergleichung eine besondere Stellung eingeräumt werden. Darüber hinaus gehört es zu den Aufgaben der Institutsmitglieder, das Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht in Lehre und Weiterbildung zu vertreten. Die Mitglieder des Instituts werden sich überdies schwerpunktmäßig mit den Möglichkeiten des Einsatzes interaktiver Medien in der Lehre und weiteren Themen der Rechtsinformation beschäftigen.

Das Recht der Information, Telekommunikation und der Medien ist eine Querschnittsmaterie, die heute von keiner der drei klassischen Rechtsdisziplinen – dem Bürgerlichen Recht, dem Strafrecht und dem Öffentlichen Recht – auch nur annähernd abgedeckt werden kann. Das ITM will daher fächerübergreifende Forschungs- und Lehrtätigkeiten ermöglichen und fördern. Im Institutsdirektorium sind daher ein Professor für Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht vertreten.