... Internetökonomie
 

Im Rahmen des Schwerpunktprogramms „Internetökonomie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist an der Universität Münster ein Kompetenzzentrum gegründet worden, das sich mit dem Potenzial hybrider Strukturen befasst. Die zivilrechtliche Abteilung des ITM führt in Zusammenarbeit mit dem wirtschaftswissenschaftlichen Lehrstuhl von Prof. Dr. Klaus Backhaus zwei Teilprojekte durch:

Marken und Markenrecht
Wettbewerbsrecht und -politik

   
RESPECT
 
Das von der EU Kommission im Rahmen des Information Society Technologies (IST) Programms geförderte Projekt RESPECT hat die Zielsetzung, in einer interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener Institute aus Groß Britannien, Belgien, Ungarn, Österreich und Deutschland professionelle und ethische Richtlinien für den Bereich der Sozio-Ökonomischen Forschung aufzustellen. Als deutscher Partner entwickelt die zivilrechtliche Abteilung des ITM unter dem Aspekt "RESPECT for Intellectual Property" Richtlinien, um eine Urheberrechts-konforme Verwendung geschützter Inhalte im Bereich der sozio-ökonomischen Forschung sicherzustellen. Unter diesem Gesichtspunkt werden die Urheberrechtsordnungen der einzelnen Mitgliedstaaten unter besonderer Berücksichtigung der Umsetzung der neuen Urheberrechtsrichtlinie untersucht.

RESPECT: http://www.respectproject.org

   
IPR-Helpdesk
  Das IPR-Helpdesk (IPR-HD) ist ein europäischer Verbund von mehreren Forschungsein-richtungen, Kanzleien und Beratungsfirmen. Ziel dieses Netzwerkes ist es, die Nutzung und Verwertung von Immaterialgüterrechten wie Urheberrechte, Patentrechte, Markenrechte, etc. durch kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) und durch Forschungseinrichtung besonders im europäischen Rahmen zu unterstützen und zu fördern und diesen Einrichtungen Hilfestellung bei der Ermittlung von Beratungsstellen für Anmeldung, Schutz und Nutzung ihrer Immaterialgüterrechte zu bieten. Zur Erreichung dieser Ziele werden verschiedenste Instrumente eingesetzt (Website, Newsletter, CD-ROM, Helpline, Seminare, Workshops, etc.).
Die Leitung des von der Kommission der EU geförderten Projektes liegt bei der Universidad de Alicante (Spanien) und der Global Europe Consulting Group (Brüssel). Das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM, Prof. Dr. Thomas Hoeren) übernimmt dabei die Rolle des content providers für den deutschsprachigen Raum. Die Partner im wissenschaftlichen Bereich sind weiterhin das Centre de Recherches Informatique et Droit (CRID) in Namur (Belgien), das Institut für Gewerblichen Rechtsschutz der Universidad de Alicante (Spanien) und das Centre for Commercial Law Studies in London (Großbritannien).

IPR-Helpdesk: http://www.ipr-helpdesk.org/
   
EU-History.info
 
Durch die Website www.eu-history.info schließt sich eine rechtshistorische Lücke. Erstmals sind detaillierte Dokumente zur Entstehung der Europäischen Gemeinschaft, des Gerichtswesens der EG und des Kartellrechts in einer zusammengefassten und redaktionell bearbeiteten Form online frei abrufbar. Insbesondere historisch bzw. rechtshistorisch Interessierte finden dort eine einzigartige Zusammenstellung von Vorentwürfen, Protokollen, Memoranden, Briefen und vielen weiteren Dokumenten, die insgesamt in der Lage sind, ein wirklichkeitsnahes Bild der Geschichte des Europäischen Gemeinschaftsrechts zu zeichnen. Bei den Dokumenten handelt es sich um Archivmaterial aus Paris, Koblenz, Brüssel, Lausanne und Florenz, das bisher wegen der dreißigjährigen Sperrfirst größtenteils unveröffentlicht war. Kurze Begleittexte und eine Suchfunktion helfen den Besuchern der Website, sich zu orientieren und einen kurzen Überblick über die Geschichte der Entstehung zu erhalten, aber auch gezielt nach einzelnen Dokumenten zu suchen. Die Website ist die elektronische Umsetzung der in der Bücherreihe "Dokumente zum Europäischen Recht" enthaltenen Dokumente (hrsg. v. Reiner Schulze/Thomas Hoeren, Springer Verlag 1999) über die Arbeiten zur Gründung der ersten Europäischen Gemeinschaften. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie unter
http://www.eu-history.info
   
ECLIP (Electronic Commerce Legal Issues Platform)
 
ESPRIT: ECLIP (Electronic Commerce Legal Issues Platform): Die zivilrechtliche Abteilung ist koordinierender Partner dieses durch die Europäische Kommission geförderten Großforschungsprojektes. In Zusammenarbeit mit vier weiteren Forschungseinrichtungen in Belgien, Großbritannien, Norwegen und Spanien werden im Rahmen des zweijährigen Projektes seit Februar 1998 Rechtsfragen des elektronischen Handels länderübergreifend untersucht. Dabei liegt der Forschungsschwerpunkt am ITM in den Bereichen des Urheber- und Steuerrechts. Neben der umfassenden Erforschung der rechtlichen Problemfelder haben sich die Projektpartner das Ziel gesetzt, anderen technisch oder wirtschaftlich ausgerichteten europäischen Projekten zum elektronischen Handel bei der Berücksichtigung rechtlicher Fragestellungen innerhalb ihres Projektes Hilfestellung zu geben. Desweiteren soll durch Publikationen, die Organisation von Workshops und die Teilnahme an internationalen Konferenzen die wissenschaftliche Debatte bereichert und das allgemeine Bewußtsein für Rechtsfragen des elektronischen Handels gestärkt werden.

ECLIP-Homepage
   
Uni Goes Public
 
Uni Goes Public: Die diesjährigen UniKunstTage stehen im Zeichen der Feier zur 100jährigen Neugründung der Universität Münster. Das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht übernimmt dabei die Organisation des Programmes für die vom 4. bis 8. November stattfindenden Events. Informationen zu den außergewöhnlichen Veranstaltungen an ungewöhnlichen Orten finden Sie unter: www.uni-goes-public.de
 
 
Interaktive Medien (PISA)
 
Interaktive Medien: PISA (Praxisnahes Immobiliarsachenrecht) ist ein vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördertes Projekt zur Gestaltung eines interaktiven Lernmediums zum Immobiliarsachenrecht. Dieses multimedial ausgestaltete Lernsystem soll es dem Studierenden ermöglichen, am heimischen PC-Arbeitsplatz sein Wissen zu vertiefen und zu üben. Im Rahmen dieses Selbststudiums sollen Ort, Zeit und Geschwindigkeit des Lernprozesses in eigener Regie bestimmt werden können. Dabei werden neue Erkenntnisse aus der Lernpsychologie berücksichtigt. Zusätzlich wird eine allgemeine Entwicklungsumgebung für juristische Lernsoftware (EuLe) entwickelt. Sie soll es juristischen Lehrstühlen ermöglichen, ohne eigene Programmierungen hypermediale Lernsoftware für juristische Sachverhalte zu entwickeln.
 
 
  Kartellrecht
 
Kartellrecht: An der Schnittstelle zwischen Kartellrecht, Europarecht und Rechtsgeschichte werden Materialien zur Geschichte des europäischen Kartellrechts gesammelt und in ihren Zusammenhängen dargestellt. Ziel ist es, diese historische Hilfe zum Verständnis der kartellrechtlichen Vorschriften des EG-Vertrages nutzbar zu machen.
 
 
  Training and Mobility of Researchers
  The Regulation of the Telecommunications Sector in the European Union: between Competition Law and Sector Specific Regulation: Das ITM ist Gastinstitut für ein im Rahmen eines Marie Curie Forschungsstipendiums der Europäischen Kommission (Programm "Training and Mobility of Researchers - TMR") von einem Gastwissenschaftler durchgeführtes Forschungsprojekt über die Beziehung zwischen sektorspezifischer Telekommunikationsregulierung und Kartellrecht. Da die meisten Mitgliedstaaten der EU den Telekommunikationssektor de iure zum 1. Januar 1998 liberalisiert haben, stellt sich in der Tat die Frage, ob nach diesem Datum noch ein sektorspezifisches Telekommunikationsrecht (insbes. die "Open Network Provision - ONP" Regeln) welches den Markt organisiert notwendig ist, oder ob die reine Anwendung des Kartellrechts ausreicht, um eine bestmögliche Entwicklung des Telekommunikationssektors im Interesse aller zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang behandelt das Projekt Fragen wie die des Wesens der Regulierungsfunktion, der spezifischen Eigenschaften der Anwendung von sektorspezifischem Recht und von Kartellrecht auf den Telekommunikationssektor, der Regulierungsobjekte die auch weiterhin sektorspezifisches Telekommunikationsrecht benötigen werden, u.a.. Über die europäische Dimension hinaus werden ebenfalls die nationalen und globalen Ebenen in Betracht gezogen.
   
  Moderierte Online-Fallstudien zur Betriebwirtschaftslehre und zum Privatrecht
 
MOF: Moderierte Online-Fallstudien zur Betriebwirtschaftslehre und zum Privatrecht: Ziel des Projektes ist zum einen die Entwicklung eines modularen Systems zur Moderation interaktiver Fallstudien im Internet und zum anderen die Instanziierung des System durch fachbereichsspezifische und -übergreifende Fallstudien.
 
 
  Gewerblicher Rechtsschutz - Erfindungen an Hochschulen
 
Das Projekt "Erfindungen an Hochschulen" wurde an der Forschungsstelle für Gewerblichen Rechtsschutz in der Zeit von September 1999 bis Juni 2000 durchgeführt. Dem Projekt lag ein Auftrag des Wissenschaftsministeriums NRW zugrunde. Politischer Kontext ist das Ziel der Landesregierung, die Patentanmeldung und Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen zu fördern. Die damit verbundenen Aktivitäten reichen von der Novellierung des sog. Hochschullehrerprivilegs über die Verbreitung patentrechtlichen know-hows an Hochschulen bis hin zur Föderung und Beratung von Hochschulerfindern im Rahmen des SAFE-Programms. Im Rahmen des Projekts wurden die Reform des Hochschullehrerprivilegs gutachtlich bewertet, praxisbezogene Informationsmaterialien (Hochschulen und Patente), Erfinderleitfaden erstellt und Workshops organisiert und inhaltlich gestaltet.
 
 
  ZAP-Projekt
 
ZAP-Projekt: Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Darstellung juristischer Informationen in elektronischer Form. Ziel ist es, juristische Informationen auf EDV-Systemen so zu präsentieren, daß auch Juristen ohne EDV-Kenntnisse leicht und effektiv die für sie relevanten Informationen finden. Neue Technologien wie das Internet und die Möglichkeiten des Electronic Commerce bilden einen Schwerpunkt.