Forschungsschwerpunkt "Zivilgesellschaft und Demokratie"
1. Forschungsschwerpunkt
Tiefgreifende Veränderungen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft lenken den Blick verstärkt auf die Zivilgesellschaft als Ausdruck gelebter Demokratie. Zivilgesellschaft ist soziales Netzwerk, kommunikativer Raum und Resonanzboden einer politischen Öffentlichkeit. Den Entwürfen von Zivilgesellschaft ist gemeinsam, dass sie im Kern um die grundsätzliche Frage nach der Rolle und Funktion gesellschaftlicher Selbstorganisation in demokratischen Systemen kreisen. Zivilgesellschaft kann als gesellschaftliche Sphäre definiert werden, die weder dem Staat noch dem Markt oder dem Bereich der Familie zuzuordnen ist.
Vereine, Genossenschaften, Gewerkschaften, Standesorganisationen, Menschenrechtsgruppen, Umweltverbände, aber auch Diskussionszirkel, Kaffeehausrunden, Selbsthilfeorganisationen und nicht formalisierte Zusammenschlüsse im öffentlichen Raum, kurzum: sämtliche Assoziationen, die sich durch Unabhängigkeit und Freiwilligkeit auszeichnen, sich nicht auf den Staat zurückführen lassen und die sich durch ihre intermediäre Funktion zwischen dem Individuum und dem Staat auszeichnen, lassen sich in den weiten Grenzen der Zivilgesellschaft verorten.
Mit der Zivilgesellschaft werden aktuell weit reichende Reformperspektiven in Verbindung gebracht. Es geht um die Entwicklung vom Wohlfahrtsstaat zur Wohlfahrtsgesellschaft, von der repräsentativen zur partizipativen Demokratie, von der individualistischen Isolierung hin zur gemeinschaftlichen Sozialisation unter Bildung von sozialem Kapital.
Der Schwerpunkt „Zivilgesellschaft und Demokratie“ am Institut für Politikwissenschaft führt die Forschung zu diesen Themenkomplexen zusammen und untersucht Möglichkeiten zur Vertiefung und Weiterentwicklung der Demokratie auf lokaler, regionaler, transnationaler wie internationaler Ebene. Auf einzelne Politikfelder bezogen soll die Chancenstruktur einer weitergehenden Demokratisierung aufgezeigt werden. Auch sollen die Blockaden und Hindernisse identifiziert und thematisiert werden, die die Perspektiven einer demokratischeren Zukunft und gerechteren Gesellschaft in Frage stellen.
Auf der Website des Forschungsschwerpunktes erhalten Sie eine Übersicht über die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aktuelle und abgeschlossene Forschungsprojekte sowie deren Ergebnisse. Darüber hinaus versteht sich der Forschungsschwerpunkt als interdisziplinäre Anlaufstelle für Kolleginnen und Kollegen.
2. Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Prof. Dr. Christiane Frantz
Geb. 1970, ist seit 2011 apl. Professorin am Institut für Politikwissenschaft der WWU Münster. Christiane Frantz hat geforscht an der Schnittstelle von Drittem Sektor und Elitenforschung zur Professionalisierung, Rekrutierung und Karriere des Personals in Nichtregierungsorganisationen. "Karriere in NGOs. Politik als Beruf jenseits der Parteien in 2005 im VS-Verlag erschienen. Aktuell arbeitet Christiane Frantz zu Fragen des Regierens mit NGOs im internationalen System unter den Bedingungen von Transnationalisierung und Globalisierung und beschäftigt sich im Rahmen ihrer Forschung zur international vergleichenden Bildungspolitik mit der Rolle von Stiftungen im Bildungssektor.
Geb. 1958, ist seit April 2010 Professorin für Politikwissenschaft mit
Schwerpunkt der Geschlechterforschung in Europa und seit Oktober 2010
geschäftsführende Direktorin des Instituts. Frau Wilde arbeitet vor allem zu
politischen Konzepten der Demokratie, der Staats-und Unionsbürgerschaft sowie
zur Theorie und Politik europäischer Zivil- und Bürgergesellschaften. Letztere
bilden den Kern ihres aktuellen Forschungsprojekts zum „Bürgerschaftlichen
Konstitutionalismus in Europa“, das sich mit den Grundlagen und demokratischen
Herausforderungen einer europäischen Bürgergesellschaft auseinandersetzt. Die
in diesem Zusammenhang gestellte Frage nach den Auswirkungen europäischer
(Verfassungs-) Politik für die Gleichstellung der Geschlechter und die
Chancengleichheit von Frauen bilden einen integralen Bestandteil ihrer
Arbeiten zur „Theorie und Politik demokratischer Geschlechterverhältnisse“.
Seit August 2008 Professor für politische Theorie mit Schwerpunkt Politik und Religion. Arbeits- und Interessenschwerpunkte: Politische Theorie: moderne politische Theorie/Demokratietheorie/politische und rechtliche Verfassung kulturell und religiös pluraler Gesellschaften/Politik und Moral/Politik und Religion. Politisches System: sozialregulative Politik mit den Schwerpunkten Sterbehilfe und Reproduktionsmedizin/Religionspolitik/Entwicklungspolitik. Politische Soziologie: Verbandsforschung (advokatorische Interessenvertretung, Kirche als Interessenverbände)
Geb. 1954, ist seit 1996 Professorin für Sozialpolitik und Vergleichende Politikwissenschaft am Institut für Politikwissenschaft der WWU Münster. Seitdem hat sie Forschungsprojekte zu ihren Arbeitsschwerpunkten gemeinnützige Organisationen (NPOs), New Public Management, Policy Analyse (insbesondere Sozial- und Kulturpolitik) sowie der Verbände- und Interessengruppenforschung durchgeführt und ist Autorin einschlägiger Veröffentlichungen. Darüber hinaus ist sie Gesellschafterin des Zentrums für Nonprofit-Management GmbH.
Geb. 1975, leitet die Nachwuchsgruppe Europäische Zivilgesellschaft und Multilevel Governance. Nach seinem Studium der Politikwissenschaft, Geographie und Publizistik in Münster promovierte Matthias Freise ebendort 2004 mit einer Arbeit zum Thema "Externe Demokratieförderung und postsozialistischen Transformationsstaaten." 2002 arbeitete Herr Freise als Gastwissenschaftler am Institut für Soziologie der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag. Während seiner Promotion war er außerdem geschäftsführender Mitarbeiter im Projekt "Future of Civil Society " und Mitglied im Forschungskollegium des Maecenata Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft (Berlin). Neben der Leitung der wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe "Europäische Zivilgesellschaft und "Multilevel Governance" liegen die Forschungsschwerpunkte von Herrn Freise in der Transformationsforschung, Zivilgesellschaft- und Dritten-Sektor-Forschung sowie der Demokratietheorie. Er arbeitete unter anderem im TEMPUS-Projekt "Social Work - Better Governance der Europäischen Union in Novosibirsk (Russland) und ist Autor im CONNEX-Projekt "Effizientes und demokratisches Regieren im europäischen Mehrebenensystem". Weiterhin ist Herr Freise an zwei Work Packages im CINEFOGO Projekt der Europäischen Union beteiligt und arbeitet als Supervisor im European PhD Dissertation Network on the Third Sector and Civil Society. Im Wintersemester 2007/08 war Herr Freise Gastwissenschaftler am Economic Research Institute der Stockholm School of Economics. Private Website von Herrn Freise.
Prof. em. Dr. Paul Kevenhörster
Geb. 1941, ist seit 1974 Professor für Internationale Politik und Politik Ostasiens am Institut für Politikwissenschaft der WWU Münster. Paul Kevenhörster hat folgende Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Internationale Politik / Entwicklungspolitik: Evaluation der Entwicklungszusammenarbeit, Transitions- und Transformationsprobleme der politischen Systeme in den Entwicklungsländern, Ost- und Südostasien: Stabilitätsprobleme des Verfassungsstaates.
Prof. Dr. Dietrich Thränhardt
Geb. 1941, war von 1980 bis 2002 Professor für Politikwissenschaft am IfPol und u.a. Mitglied mehrer DFG-Graduiertenkollegs, 1994 bis 2003 Vorsitzender der Sektion Migration der DVPW, viele herausgehobene Funktionen in der akademischen Selbstverwaltung.
Dr. Uwe Hunger
Geb. 1970, Privatdozent am IfPol. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Migration und Integration, insbesondere von Migrantenorganisationen. 2007-2008 leitete er das von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderte Forschungsprojekt „Politische Potentiale des Internet. Die virtuelle Diaspora der Migranten aus Russland und der Türkei in Deutschland".
Gastwissenschaftler Prof. Dr. Ralf Kleinfeld
Geb. 1952; Professor für Vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Osnabrück seit 1999; Forschungsschwerpunkte: Verbände, Interessenvermittlung, subnationale Demokratieforschung; 1977-1982 Mitarbeit am Lehrstuhl Prof. Dr. Joachim Jens Hesse, Universität Duisburg; 1984-1998 Mitarbeit am Lehrstuhl Prof. Dr. Ulrich von Alemann, FernUniversität Hagen; seit 2006 Koordinator von PolitikON, dem Onlineportal für politikwissenschaftliche Lehre der DVPW; Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats im DFG Graduiertenkolleg „Zivilgesellschaftliche Veränderungsprozesse vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Deutschland und die Niederlande im Vergleich" an der WWU Münster; dort z. Z. auch Gastwissenschaftler vom 15.10.2008-15.2.2009.
3. Wissenschaftlicher Nachwuchs
a. Nachwuchsgruppe "Europäische Zivilgesellschaft und Multilevel Governance"
Die zum 1. September 2004 durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung eingesetzte Gruppe ist Bestandteil der nordrhein-westfälischen Nachwuchsförderung und eröffnet zwei mal vier Doktorand/innen die Möglichkeit, unter optimaler Betreuung zu einem gemeinsamen Oberthema zu promovieren. Die Nachwuchsgruppe wird von Dr. Matthias Freise in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Annette Zimmer am Münsteraner Institut für Politikwissenschaft geleitet. Sie ist an der Schnittstelle von Transformationsforschung sowie policy- analytischer und demokratietheoretischer Europaforschung zu verorten. Derzeit arbeiten drei Doktorandinnen und ein Doktorand in der Gruppe: Kristina Charrad, Gudrun Eisele, Birgit Sittermann sowie Dominik Sopart.
- Näheres zu den Dissertationsprojekten.
- Ausführliche Informationen zur Zielsetzung der Nachwuchsgruppe
Zum 1. April 2007 sind erneut Promotionsstipendien vergeben worden. Die neuen MitgliederInnen der Nachwuchsgruppe sind Jenny Elmaco, Freya Brune, Alexia Duten und Christoph Golbeck. Ihre Arbeit schließt an die Ergebnisse der ersten Doktorandenkohorte der Nachwuchsgruppe an und ist Bestandteil der Graduate School of Politics (GraSP) am Münsteraner Institut für Politikwissenschaft.
b. Graduiertenkolleg Zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse
Die Forschungsperspektive des Graduiertenkollegs ist die Frage nach der Genese und Entwicklung zivilgesellschaftlicher Verständigungsprozesse in Vergangenheit und Gegenwart. Untersucht werden sollen die Wechselwirkungen zwischen der Selbstorganisation von Bürgern als Akteure der Zivilgesellschaft, des Staates und des Marktes vor dem Hintergrund unterschiedlicher und sich wandelnder politischer Systeme. Ferner geht es um den Zusammenhang von Governance als Gesamtheit von Regeln, Prozessen und Praktiken, die gestaltendes Handeln in Organisationen bedingen.
Die Dissertationen des Graduiertenkollegs:
| Doktorandin | Mareike Blömker |
|---|---|
| Thema | Kommunale Bürgerbeteiligung in Deutschland und den Niederlanden. |
| Betreuung | Prof. Dr. Zimmer |
| Doktorandin | Elisabeth Musch |
|---|---|
| Thema | Staatstradition und gesellschaftliche Integrationsprozesse am Beispiel des Politikfeldes "Migration und Integration": Eine vergleichende Analyse zwischen den Niederlanden und Deutschland. |
| Betreuung | Prof. Dr. Frantz/Prof. Dr. Thränhardt |
| Doktorand | Matthias Kortmann |
|---|---|
| Thema | Migrantenselbstorganisationen und Integration: Einwandererverbände als Interessenvertreter in Deutschland und den Niederlanden. |
| Betreuung | Prof. Dr. Frantz |
| Doktorand | Boris Krause |
|---|---|
| Thema | Das Selbstverständnis von Gewerkschaften zum demografischen Wandel in den Niederlanden und Deutschland |
| Betreuung | Prof. Dr. Frantz |
c. Weitere Dissertationsprojekte am Forschungsschwerpunkt
| Doktorandin | Odile Bour |
|---|---|
| Thema: | Unternehmensnahe Stiftungen als Träger auswärtiger Kulturpolitik |
| Betreuung: | Prof. Dr. Frantz |
| Doktorand | Holger Krimmer |
|---|---|
| Thema | Rekrutierung und Integration in NPOs als organisatorisches Problem |
| Betreuung | Prof. Dr. Zimmer |
| Doktorand | Frank Meerkamp |
|---|---|
| Thema | Die Quorenfrage im Volksgesetzgebungsverfahren - Regulativ zwischen repräsentativer Demokratie und Bürgerschaftlichem Engagement (Arbeitstitel) |
| Betreuung | Prof. Dr. Zimmer |
| Doktorandin | Lilian Schwalb |
|---|---|
| Thema | Public Private Partnerships in der lokalen Kulturfinanzierung (Arbeitstitel) |
| Betreuung | Prof. Dr. Zimmer |
| Doktorand | Jörg Wittenbrink |
|---|---|
| Thema | Democratizing Decision-Making: Policy-Process Innovation and the Integration of Gender and Environmental Concerns in Canada and Germany (Arbeitstitel) |
| Betreuung | Prof. Dr. Zimmer |
| Doktorand | Jan Nissen |
|---|---|
| Betreuung | Prof. Dr. Frantz |
| Doktorand | Max Schulte |
|---|---|
| Betreuung | Prof. Dr. Frantz |
| Doktorand | Johannes Bömken |
|---|---|
| Betreuung | Prof. Dr. Frantz |
| Doktorand | Tim Mäkelburg |
|---|---|
| Betreuung | Prof. Dr. Frantz |
Abgeschlossene Dissertationsprojekte:
Dr. Matthias Freise
Externe Demokratieförderung in postsozialistischen Transformationsstaaten.
Dr. Michael Vilain
Dr. Anja Appel
Strategieentwicklung bei entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen – ein Abgleich zwischen Theorie und Praxis.
Dr. Thorsten Hallmann
Lokale Zivilgesellschaft als Diskursraum. Eine Untersuchung politischer Kultur und kommunaler Konfliktbearbeitung am Beispiel des Drogendiskurses in Münster.
Abgeschlossene Habilitationsvorhaben:
Prof. Dr. Christiane Frantz
Karriere in NGOs. Politik als Beruf jenseits der Parteien.
Dr. Heike Walk
Partizipative Governance. Beteiligungsrechte und –formen im Mehrebenensystem der Klimapolitik.
4. Forschungsprojekte und Netzwerke
Bürgerschaftliches Engagement & Management Ⅱ
Die Forschung zum bürgerschaftlichen Engagement hat gezeigt, dass ein einseitiger Blick auf die Engagierten zu kurz greift. Vielmehr entscheiden die organisationalen Rahmenbedingungen von Engagement maßgeblich über die Attraktivität einer freiwilligen Tätigkeit. Das Projekt BE&M Ⅰ baute auf dieser Einsicht auf und untersuchte in einer integrierten Betrachtungsweise Rahmenbedingungen und Rekrutierungswege von Funktionsträger/Innen in gemeinnützigen Organisationen.
Nachdem das Projekt Bürgerschaftliches Engagement und Management I nun abgeschlossen ist, wird es in der Neuauflage des Projektes "Bürgerschaftliches Engagement und Management" gelingen, die bisherige Frageperspektive, die sich ausschließlich auf die Führungskräfte des Dritten Sektors in Deutschland bezog, zu erweitern. In den Vordergrund rücken Fragen nach den organisationalen Rahmenbedingungen in Nonprofit-Organisationen des Sports und der Sozialen Dienste.
"Civil Society, Citizenship and New Forms of Governance in Europe – The Making of European Citizenship" (CINEFOGO)
Das EU-finanzierte und von Prof. Dr. Lars Hulgard und Prof. Dr. Thomas Boje, Roskilde University/ Dänemark, koordinierte Netzwerk, dem 51 Universitäten angeschlossen sind, untersucht den Nexus zwischen Governance und Zivilgesellschaft. Ein wesentliches Anliegen des Netzwerkes ist die Verbesserung der Partizipationschancen von Europäischen Bürger/Innen.
Excellenzcluster Religion und Politik
Die "Wiederkehr der Götter" in einer scheinbar säkularisierten Welt steht im Fokus des Exzellenzclusters "Religion und Politik" an der WWU Münster: eine neue massenmediale Sichtbarkeit religiöser Phänomene, die von esoterischen Privatreligionen bis zu fundamentalistischer Gewalt reichen. Im Zuge von Globalisierung und elektronischer Medienrevolution haben Staaten und Amtskirchen an Einfluss und nationale Identitäten an Bindungswirkung verloren. Neue Gruppenidentitäten formieren sich, Religion wird erneut zum Feld politischer und sozialer Machtkämpfe. Das Verhältnis von Religion und Politik stellt sich vor diesem Hintergrund neu dar und wird epochen- und kulturvergleichend von der vorchristlichen Antike bis zur Gegenwart untersucht. Ausgehend von den interdisziplinären Erfahrungen, die an der WWU Münster mit neuen kulturwissenschaftlichen Forschungsansätzen gemacht worden sind, arbeiten Historiker, Theologen, Juristen, Ethnologen, Sozial- und Literaturwissenschaftler zusammen. Dadurch wird das Verhältnis von Politik und Religion in verschiedenen Kulturen der Vormoderne und der Moderne fachübergreifend beleuchtet. Das Exzellenzclusters „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne" wird gefördert durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder.
5. npm- Zentrum für Nonprofit-Management gGmbH
Das von Frau Prof. Annette Zimmer mitgegründete Zentrum für Nonprofit-Management gGmbH dient dem effizienten Transfer universitären Wissens in die Praxis. Als gemeinnützige Forschungs-, Beratungs- und Bildungseinrichtung hat sich das Zentrum auf die aktive Gestaltung und Weiterentwicklung der deutschen und europäischen Zivilgesellschaft spezialisiert. Die enge Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis über die Grenzen einzelner Fachdisziplinen hinweg ist das zentrale Anliegen des Zentrums. Die Tätigkeiten des Zentrums sind in drei Arbeitsfeldern gebündelt: Aus- & Weiterbildung, Beratung und Forschung.
Masterstudiengang "Nonprofit-Management und Governance"
Der durch das Zentrum für Nonprofit-Management entwickelte und durchgeführte berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengang „Nonprofit-Management and Governance" bildet erstmalig in Deutschland Führungsnachwuchs gezielt für gemeinnützige Organisationen aus. Die Anforderungen in diesem Bereich sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Angeboten wird deswegen ein vielfältiges Kursprogramm, das über Finanzierung und Fundraising, Management haupt- und ehrenamtlichen Personals, Lobbying und Interessenvertretung hin zu den psychologische Grundlagen bei Führensaufgaben u. v. m. reicht.
6. Newsletter des Forschungsschwerpunktes
Der Newsletter informiert über die Aktivitäten der MitarbeiterInnen des Forschungsschwerpunktes "Zivilgesellschaft und Demokratie" ab dem Wintersemester 2006/2007. Er wird regelmäßig erscheinen und kann online abgerufen werden.

